Savoy-Theater

Am Marstall 10
Betreiber: Heinz Bohle
Architekt: Otto Stein
Sitzplätze: 330
Eröffnet am 29.8.1958 mit IMMER ÄRGER MIT DEN FRAUEN
Geschlossen Anfang der sechziger Jahre, 1971 abgebrochen, heute Neubau mit Spielhalle und Wohnungen

Das jüngste Kino der fünfziger Jahre verfügt mit seiner runden Öffnung in der Decke des Zuschauerraums über ein einzigartiges architektonisches Detail

Nach teilweiser Beseitigung der Kriegsschäden wird das exklusive Kabarett, Varieté und Tanzetablissement Rote Mühle im Februar 1947 als Restaurant und Tanzlokal wiedereröffnet. Im März 1950 wird ein neuer Saal mit 300 Plätzen eingerichtet, später als Tanzbar Rio geführt, zuletzt als Varieté Löwenhof. 1958 wird das Gebäude zum SavoyFilmtheater umgebaut:

»Nach einem Entwurf des Filmarchitekten Otto Stein wurde der bisherige Varietéraum zu einem hübschen Kinosaal mit indirekter Beleuchtung umgestaltet. Die mit verschiedenfarbigen Stoffen drapierte gelbliche Bespannung der Wände bildet einen guten Kontrast zu dem Dunkelgrün der 330 hochgepolsterten Sessel. […] Die aufgehellte Decke behielt ihr zu öffnendes Rund, um Vorführungen unter freiem Himmel stattfinden lassen zu können« (HAZ vom 29.8.1958). Neben der geschmackvollen Ausstattung ist »die Kuppel zum Öffnen die famoseste Einrichtung« (HAZ vom 30./31.8.1958).

Bis Anfang der sechziger Jahre wird der Saal des Savoy-Theaters als Kino genutzt, anschließend wieder als Tanzlokal mit Bühne für Konzerte und Jazz, 1971 wird das Gebäude abgebrochen.


Literatur:

Vom Varieté zum Filmtheater, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 29.8.1958

»Immer Ärger mit den Frauen“, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 30./31.8.1958

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