Filme in ihrer Zeit Filmgeschichte von den Filmanfängen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts

Filme in ihrer Zeit

„Das 20. Jahrhundert ist das Jahrhundert des bewegten Bildes. Ein großer Teil des kulturellen Erbes steckt in unseren Filmen. Das Material spiegelt unsere Wahrnehmung, Kultur, unser Sozialleben und unsere Geschichte wider. Vor allem für junge Menschen sind der Zugang, die Kenntnis, der Umgang und die Vermittlung dieses kulturellen Erbes von größter Wichtigkeit für ihre persönliche Entwicklung als mündige Bürger/innen.“[1]

Zur Filmauswahl

Alle für die Lernwerkstatt ausgewählten Filme thematisieren Ereignisse oder gesellschaftliche Verhältnisse aus der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts und/oder setzen sich mit den politischen und gesellschaftlichen Problemen ihrer Zeit auseinander. Sie tun dies sehr unterschiedlich und aus verschiedenen Perspektiven. Das macht die Filme für die Bildungsarbeit interessant. Die ausgewählten Filme – vor allem die TV-Doukumentationen und Unterrichtsfilme – sind häufig von eher geringer filmgeschichtlicher Bedeutung – erzählen uns aber viel aus bzw. über Geschichte.

Der Schwerpunkt der Filmauswahl liegt bei deutschen Kino-Spielfilmen. Internationale Spielfilme werden nur exemplarisch hinzugenommen, wo es uns für die Bearbeitung der historischen Thematik von besonderer Bedeutung scheint, z. B. zum Thema Holocaust.

Auch Dokumentarfilme/Dokumentationen werden nach ihrer Relevanz für die Bearbeitung historischer Sachverhalte einbezogen. Die kritische Auseinandersetzung mit dokumentarischen Quellen und Geschichtsdarstellungen ist dabei von besonderer Bedeutung, weil überwiegend Dokumentationen und Dokumentarfilme bzw. Unterrichtsfilme, die sich wesentlich auf dokumentarische Bildern stützen im schulischen Unterricht genutzt werden – wenn überhaupt mit Filmen gearbeitet wird.

Für den Zeitraum ab den 60er Jahren werden auch Fernsehproduktionen aufgenommen, weil die Beschäftigung mit Geschichte sehr stark über dieses Medium stattfindet – und auch, weil viele deutsche Spielfilme, die sich mit der Geschichte befassen,  nur noch als Co-Produktionen mit Fernsehanstalten überhaupt realisiert werden können.

Gegenwärtig konzentrieren wir uns auf Filme aus den Nachkriegsjahren bis zur Mitte der 60er Jahre sowie exemplarisch auf Filme aus der Weimarer Republik. Jüngere Filmproduktionen werden bisher nur bezogen auf die bisher barbeiteten historischen Themen einbezogen.

Die im Folgenden darüber hinaus aufgeführten (und zurzeit nicht aktiv verlinkten) Bereiche sollen aber in „naher“ Zukunft mit Inhalten zum Leben erweckt werden.

[1] http://www.visionkino.de/WebObjects/VisionKino.woa/wa/CMSshow/1240048

Filme in ihrer Zeit

Film in der Weimarer Republik 1919 bis 1933

Film im Faschismus 1933 bis 1945

Film im Nachkriegsdeutschland 1945 bis 1950

Film in der BRD der 50er und frühen 60er Jahren

Film in der DDR der 50er und frühen 60er Jahren

Film in der BRD der 60er und 70er Jahre

Film in der DDR der 60er und 70er Jahre

Film in der BRD der 80er Jahre

Die letzten Jahre des DDR-Films

Anfänge eines gesamtdeutschen Films nach 1990

Anmerkung

Der Umfang der Ausarbeitungen zu den einzelnen Phasen der deutschen Filmgeschichte ist bislang sehr unterschiedlich. Besonders umfangreich liegen Materialien zu den Bereichen Film in der Weimarer Republik, Film im Nachkriegsdeutschland sowie Film der 1950er‑Jahre (Schwerpunkt BRD) vor. Diese Schwerpunkte ergeben sich daraus, dass wir in diesen Feldern bereits über viele Jahre intensiv gearbeitet haben. Ein großer Teil der Materialien wurde ursprünglich für die schulische Bildungsarbeit und die Fortbildung von Lehrkräften erstellt und bislang nie veröffentlicht. Andere Texte sind nur in verstreuten, teils schwer zugänglichen Publikationen erschienen.

Die Lernwerkstatt bündelt diese Materialien nun an einem Ort: teils im Original als zeitgenössische Dokumente der Auseinandersetzung, teils in aktualisierter Form, wenn neue Erkenntnisse dies erforderlich machen. Ergänzend integrieren wir frei verfügbare Online‑Ressourcen und verweisen in den Literaturverzeichnissen auf weiterführende Forschung.

Gleichzeitig bleibt das Projekt ein bewusst offenes Vorhaben – ein Work in Progress. Die Zusammenstellung ist noch unausgewogen, an vielen Stellen ausbaufähig und bedarf fortlaufender Weiterentwicklung. Genau darin liegt jedoch die Stärke der Lernwerkstatt: Sie wächst mit neuen Fragen, neuen Materialien und neuen Perspektiven.