Niedersächsische Filmgeschichte Filmbestände - Ausstellungen - Hannover im Film - Kinos in Hannover

Niedersächsische Filmgeschichte

Historische Filme sind ein bedeutsamer, wenn auch relativ spät beachteter Teil des kulturellen Erbes. Ihre Bedeutung als historische Quellen für Forschung, Bildungs- und Kulturarbeit sowie für redaktionelle und wirtschaftliche Tätigkeiten hat in letzter Zeit deutlich zugenommen mit weiter steigender Tendenz. Dies gilt natürlich auch für das Land Niedersachsen und seine Geschichte.

„In diesem Arbeitsbereich wird die Filmgeschichte des heutigen Niedersachsens seit den Anfängen der Filmproduktion behandelt.

Die inhaltliche Grundlage bilden folgende Ausstellungen und Publikationen der Gesellschaft für Filmstudien e. V. (GFS):

  • die Ausstellung Lichtspielträume – Kino in Hannover 1896 – 1991 (1991)
  • die Ausstellung Wir Wunderkinder – 100 Jahre Filmproduktion in Niedersachsen (1995)
  • die Kataloge zu beiden Ausstellungen (1991/1995)

Soweit nicht anders vermerkt, entspricht die Darstellung dem damaligen Informationsstand. Ziel ist jedoch eine allmähliche Ergänzung und Aktualisierung.


Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Ausstellungen_Beitrag.jpg

Ausstellungen zur niedersächsischen Filmgeschichte

Die Gesellschaft für Filmstudien e. V. (GFS) hat in den Jahren 1991 und 1995 zwei Ausstellungen zur Niedersächsischen Filmgeschichte konzipiert und realisiert: „Lichtspielträume“ und „Wir Wunderkinder“.


Filmproduktion in Niedersachsen

In den letzten hundert Jahren galt Niedersachsen nur etwa zehn bis fünfzehn Jahre als eine bedeutende und produktive ,,Hochburg“ des deutschen Films. Dafür sorgten in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg die Produktionen der Filmaufbau Göttingen, die großen Ateliers dort und die Junge Film-Union in Bendestorf. Doch auf dem Gebiet der niedersächsischen Filmproduktion hat sich im letzten Jahrhundert insgesamt viel mehr getan hat.


Filmschauplätze in Niedersachsen

Die Städte und landschaftlichen Regionen Niedersachsens waren und sind beliebte Schauplätze nationaler und internationaler Filme. Die folgende Zusammenstellung beschränkt sich aus Platzgründen lediglich auf abendfüllende Spiel- und Dokumentarfilme (zum Teil auch Fernsehspiele), die hier bis Mitte der 90er Jahre gedreht worden sind.


Filmschaffende aus Niedersachsen

Hier stellen wir Ihnen prominente und weniger bekannte Filmschaffende vor, die in Niedersachsen geboren wurden. Die zugehörigen Texte und Potraitfotos entstammen dem Katalog zur Ausstellung „Wir Wunderkinder“.


Hannover im Film

Diese Seiten informieren  über historische Dokumentarfilme, die über die Stadt Hannover gedreht worden sind. Sie bieten Dokumentationen der Filme, Fotos und Filmausschnitte, Kontextmaterialien und Hinweise für die Bildungsarbeit.


Hannoversche Kinogeschichte

Anfangs noch als Kuriosum bestaunt, entwickelte sich der Film Anfang des 20. Jahrhunderts schnell zu einem Massenphänomen. Diese Seiten gehen der Entwicklung der Kinolandschaft in der Stadt nach und stellen einzelne bedeutende Kinos ausführlicher vor.



Übersicht

Grußwort

der damaligen nds. Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Helga Schuchardt, für den Beggleitkatalog zur Austellung „Wir Wunderkinder“. (Auszug)

Die 100jährigen Jubiläen des Films und der ersten Kinovorführungen fallen 1995/96 in eine Zeit großer medientechnologischer und medienpolitischer Umbrüche. Dies gibt Anlaß, die Geschichte des Films, seiner Produktions-, Distributions- und Rezeptions-bedingungen nicht nur mit einem schwärmerischen Rückblick in Erinnerung zu rufen, sondern als medienhistorischen Prozeß zu erfassen. Dabei können wir Erkenntnisse gewinnen, die uns in der Einschätzung dessen, was sich heute als Medienzukunft der Informationsgesellschaft abzeichnet, von Nutzen sind.

Der Film entwickelte sich aufgrund seines ästhetischen und künstlerischen Potentials zur bedeutendsten Kunstform unseres Jahrhunderts. Gleichzeitig erfuhr er durch seinen Warencharakter schnell eine zuneh-mende lndustrialisierung und Kommerzialisierung. Dabei sind hohe Produktions- und Werbeetats sowie internationale Themen, Sprachfassungen und der weltweite Vertrieb in hoher KopienzahI Garanten für den wirtschafttichen Erfolg neuer Filmproduktionen. Diese Entwicktung hat dazu geführt, daß die nationalen oder gar regionaten Filmproduktionen in Europa marktwirtschaftlich kaum noch eine Rolle spielen. Der deutsche und europäische Film sind dem Wettbewerbsdruck internationaler Produktionen klar unterlegen. Ohne das Fernsehen als Coproduzenten und ohne Subventionen auf europäischer und nationaler Ebene würden die Filmwirtschaft und Filmkultur nahezu zum Erliegen kommen. Dies wäre weder aus wirtschafts-, noch kulturpolitischer Sicht zu verantworten. Um so wichtiger sind daher politische Strategien und Konzepte, die den Film als regionale und nationale Filmproduktionen stärken. Denn diese Filme sind Ausdruck ihrer Zeit, Spiegel gesellschaftlicher Prozesse, regionaler Kultur und Identität sowie Träger und Bestandteil des kulturellen Erbes.

Auch angesichts der bewußtseinsbildenden Kraft der audiovisuellen Medien würde eine Gesellschaft, die auf eigene Bilder und Töne verzichtet, wirtschafttich, kulturell und politisch zunehmend fremdbestimmt. Diese Konsequenzen abzuschätzen und derartigen Entwicklungen gegenzusteuern, gilt nicht nur für die regionale, nationale und europäische Filmproduktion, sondern insbesondere für die neuen lnformations-technologien und Kommunikationsstrukturen, die sich nunmehr zum Ende der 100jährigen Geschichte des Films abzeichnen. (…)