Schlagwörter: Gesellschaftskritik

Wenn Krankheit und Pflege sich rechnen müssen

Die aktuellen Recherchen zu Reha und Pflege verweisen über einzelne Missstände hinaus auf ein strukturelles Problem: Wo Gesundheitsversorgung privatisiert und zum Anlagefeld für Kapital wird, gerät die Gesundheitslogik unter die Verwertungslogik. Gesellschaftskompetenz heißt, diese Zusammenhänge zu erkennen, Eigentums- und Machtfragen zu stellen – und sich im Konflikt zwischen Versorgung und Profit zu positionieren.

Politische Kompetenz

Demokratiekompetenz beschreibt die Fähigkeit, sich innerhalb einer demokratischen Ordnung zu orientieren und zu handeln. Der „politische Mensch“ (O. Negt) fragt hingegen nach den gesellschaftlichen Voraussetzungen, unter denen Demokratie überhaupt möglich ist oder gefährdet wird. Deshalb gehören im Konzept der Gesellschaftskompetenzen die Analyse von Arbeit, Kapital, Eigentum, Staat, Öffentlichkeit, Medien und Macht nicht an den Rand der politischen Kompetenz, sondern in ihr Zentrum. Dadurch unterscheidet sich dieser Ansatz grundlegend von Kompetenzmodellen, die politische Bildung primär als Vermittlung demokratischer Werte, Einstellungen und Partizipationsfähigkeiten verstehen.

Warum wir vom Kapitalismus sprechen müssen

Der Beitrag zeigt, warum der Begriff Kapitalismus notwendig ist, um gesellschaftliche Ungleichheit, Krisen, Konkurrenz und Machtverhältnisse zu verstehen. Er kritisiert eine entpolitisierte Wirtschaftssprache und verdeutlicht, dass politisch-ökonomische Prozesse historisch gewachsene gesellschaftliche Verhältnisse sind.

Zwischen Leinwand und Gesellschaft: Kapitalismus im 20. Jahrhundert

Der Beitrag beschreibt die Bedeutung kapitalismuskritischer Perspektiven für die Lernwerkstatt zu Film und Geschichte. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie historische Bildungsarbeit gesellschaftliche Macht-, Eigentums- und Produktionsverhältnisse sichtbar machen und zur demokratischen Reflexion beitragen kann.

Gesellschaftskritische Bildung und politisches Handeln

Der Beitrag skizziert ein Konzept, das gesellschaftskritische Bildungsansätze und politische Praxis nicht gegeneinander ausspielt, sondern ihre Verschränkungen betont. Im Zentrum stehen Gewerkschaften und Bildung als politische Praxisfelder, um Gegenhegemonie aufzubauen, kollektive Handlungsfähigkeit zu stärken und soziale Transformation wirksam zu gestalten.

Historische Kompetenz

Der Beitrag betont historische Kompetenz als Schlüssel zur gesellschaftlichen Orientierung: Wer Vergangenheit versteht, erkennt Kontinuitäten und Brüche, kann gegenwärtige Entwicklungen einordnen und Zukunft aktiv mitgestalten – mit Geschichtsbewusstsein und utopischer Vorstellungskraft.

Satire, Komödie und Milieubilder erzeugten argumentative Reichweite

Vergleich der Filme Wir Wunderkinder (1958) und Rosen für den Staatsanwalt (1959) als kritische Auseinandersetzung mit Kontinuitäten von NS-Zeit zur BRD. Analyse von Erzählformen, Figuren und Produktionskontext, die das Fortwirken nicht aufgearbeiteter Strukturen sichtbar machen

Nie wieder Krieg – Planungsskizzen für unterrichtliche Umsetzung

Die Seite „Nie wieder Krieg“ bietet KI-gestützte Unterrichtsmaterialien zu Krieg, Frieden und Medien, reflektiert historische wie aktuelle Kontexte und thematisiert kritisch den Einfluss künstlicher Intelligenz auf Geschichtsvermittlung, Meinungsbildung und Friedenserziehung

Filme in der historisch-politischen Bildungsarbeit

Filme in der historisch-politischen Bildungsarbeit

Filme zeigen eine gestaltete Abbildung dessen, was sich zu einem bestimmten Zeitpunkt im Blickwinkel der Kamera befunden hat. Die Ereignisse, Vorgänge etc. können dann später – auch wenn sie längst Geschichte sind – in ihrer gefilmten Darstellung betrachtet und als Quellen ihrer Entstehungszeit befragt werden.

Mutter Krausens Fahrt ins Glück (1929)

Als „Mutter Krausens Fahrt ins Glück“ 1929 ins Kino kam, wurde das sozial-realistische Werk gefeiert. Der Film über eine Arbeiterwitwe, die aus Verzweiflung über die aussichtslose finanzielle Notlage Selbstmord begeht, kombiniert erstmals eine fiktive Spielfilmhandlung mit den Mitteln des dokumentarischen Films.