Schlagwörter: Gesellschaftskritik
Die Rentenfrage betrifft alle Generationen. Doch die öffentliche Debatte verengt sie häufig auf Demografie, Kosten und private Vorsorge. Diese Rubrik untersucht die wirtschaftlichen Ursachen unsicherer Alterssicherung, prüft politische und mediale Erzählungen und erschließt Informationsangebote sowie Gegenpositionen – als Material für eine kritische Auseinandersetzung mit der Zukunft des Sozialstaats.
Historisch-materialistische, kritische und utopische Perspektiven Redaktion Lernwerkstatt Die Beiträge dieser Rubrik verbindet kein geschlossenes theoretisches System. Sie greifen Gedanken, Begriffe und Perspektiven aus marxistischen und historisch-materialistischen Theorietraditionen, aus Kritischer Theorie und Arbeiterbewegung sowie aus anderen kritischen Ansätzen auf. Gemeinsam ist...
Der Titel „Politische Interventionen“ ist von Oskar Negt übernommen. Unter diesem Dach versammeln sich die Rubriken „Politik heute“ und „Wirtschaft heute“. Ihre Beiträge greifen aktuelle Debatten auf, verdichten komplexe Zusammenhänge und beziehen begründet Stellung. Sie verstehen sich als Teil einer Gesellschaftskompetenz, die Machtverhältnisse sichtbar macht und Möglichkeiten gesellschaftlicher Veränderung zur Diskussion stellt.
Die aktuellen Recherchen zu Reha und Pflege verweisen über einzelne Missstände hinaus auf ein strukturelles Problem: Wo Gesundheitsversorgung privatisiert und zum Anlagefeld für Kapital wird, gerät die Gesundheitslogik unter die Verwertungslogik. Gesellschaftskompetenz heißt, diese Zusammenhänge zu erkennen, Eigentums- und Machtfragen zu stellen – und sich im Konflikt zwischen Versorgung und Profit zu positionieren.
Politische Kompetenz bedeutet mehr als Rechtsbewusstsein und Partizipation. Sie fragt nach Macht, Herrschaft, Interessen und gesellschaftlichen Konflikten. Im Zusammenhang der Gesellschaftskompetenzen verbindet sie kritische Analyse, politische Mündigkeit und die Fähigkeit, Demokratie gemeinsam zu gestalten.
Das Glossar erfüllt eine didaktische Funktion: Es übersetzt komplexe marxistische Begriffe in präzise Definitionen und macht sie für die historische und filmische Analyse nutzbar.
Der Beitrag zeigt, warum der Begriff Kapitalismus notwendig ist, um gesellschaftliche Ungleichheit, Krisen, Konkurrenz und Machtverhältnisse zu verstehen. Er kritisiert eine entpolitisierte Wirtschaftssprache und verdeutlicht, dass politisch-ökonomische Prozesse historisch gewachsene gesellschaftliche Verhältnisse sind.
Der Beitrag beschreibt die Bedeutung kapitalismuskritischer Perspektiven für die Lernwerkstatt zu Film und Geschichte. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie historische Bildungsarbeit gesellschaftliche Macht-, Eigentums- und Produktionsverhältnisse sichtbar machen und zur demokratischen Reflexion beitragen kann.
Der Beitrag skizziert ein Konzept, das gesellschaftskritische Bildungsansätze und politische Praxis nicht gegeneinander ausspielt, sondern ihre Verschränkungen betont. Im Zentrum stehen Gewerkschaften und Bildung als politische Praxisfelder, um Gegenhegemonie aufzubauen, kollektive Handlungsfähigkeit zu stärken und soziale Transformation wirksam zu gestalten.
Der Beitrag betont historische Kompetenz als Schlüssel zur gesellschaftlichen Orientierung: Wer Vergangenheit versteht, erkennt Kontinuitäten und Brüche, kann gegenwärtige Entwicklungen einordnen und Zukunft aktiv mitgestalten – mit Geschichtsbewusstsein und utopischer Vorstellungskraft.
Geschichtsbewusstsein ist die Fähigkeit, gegenwärtige gesellschaftliche Zustände als zeitgebunden zu begreifen und aus der Deutung von Vergangenheit Orientierung für Gegenwart und Zukunft zu gewinnen.
Vergleich der Filme Wir Wunderkinder (1958) und Rosen für den Staatsanwalt (1959) als kritische Auseinandersetzung mit Kontinuitäten von NS-Zeit zur BRD. Analyse von Erzählformen, Figuren und Produktionskontext, die das Fortwirken nicht aufgearbeiteter Strukturen sichtbar machen