Kategorie: Filme 60er Jahre

Kennwort: Reiher 1964)

Während des Zweiten Weltkriegs bricht ein britischer Major aus einem deutschen Gefangenenlager aus und soll zusammen mit einem Landsmann und zwei Amerikanern von der belgisch-französischen Widerstandsorganisation „Flusslinie“ über die spanische Grenze in Sicherheit gebracht werden. Kurz vor dem Ziel gerät er in Verdacht, ein deutscher Agent zu sein. Das hat tragische Konsequenzen.

Tonio Kröger (1964)

Der Film nach der gleichnamigen Novelle von Thomas Mann handelt von dem Schriftsteller Tonio Kröger, der aus einer Lübecker Patrizierfamilie stammt. Auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens macht er sich auf eine Reise quer durch Europa, von Florenz über München bis nach Dänemark, bei der er unter anderem seine große Liebe Lisaweta Iwanowna wiedersieht.

Schnitte (1965)

Schnitte ist ein graphisches Experiment. Zu sehen ist die in Streifen geschnittene Fotografie des Gesichts einer jungen Frau, wobei die Streifen sich in wechselnden Takten gegeneinander bewegen. Nacheinander werden senkrechte, waagerechte, gemischte und ringförmige Bewegungen ausgeführt.

Kirmes (1960)

Die Kirmes ist in der Stadt. Beim Zeltaufbau für das alljährliche Dorfspektakel wird ein Skelett mit Wehrmachtshelm und Maschinenpistole entdeckt. Nach einigen Nachforschungen wird klar, es handelt sich um die Überreste des jungen Robert Mertens, die Hintergründe seines Todes offenbaren die düstere Vergangenheit des kleinen Dorfes in der Eifel.

Herrenpartie (1964)

Ein deutscher Männer-Gesangsverein ist mit einem Kleinbus vom Jugowlawien-Urlaub auf der Rückreise. Durch eine Umleitung gelangen sie in ein Karstdorf, wo sie auf Frauen treffen, deren Männer im Zweiten Weltkrieg von deutschen Soldaten erschossen wurden. Der Kleinbus landet in einer Schlucht und der einzige Fluchtweg – eine Brücke – wird gesprengt. Die Männer sehen sich plötzlich wieder mit der Vergangenheit konfrontiert …

Das Haus in der Karpfengasse (1963/64)

Als die Deutschen am 15. März 1939 die Tschoslowakei besetzen, ändert sich für die Mieter des Hauses Karpfengasse 115 im Judenviertel von Prag das Leben. Der Film greift die Schicksale der Bewohner vor und nach dem Einmarsch auf und folgt jüdischen Familien wie tschechischen Widerstandskämpfern auf ihren Schicksalwegen. Das friedliche Chaos der elf Mietparteien wird durch die Gewalt- und Terrorherrschaft zerstört.

Man nennt es Amore (1961)

Der Versuch, in absonderlichen Bildallegorien der klassischen Bildungsreise über die Alpen das erotische Getümmel am Ferienstrand zu Beginn der 60er Jahre entgegenzusetzen – nordische Meernymphen, südländische Bikini-Mädchen, deutsche Touristinnen und italienische Jünglinge verstricken sich in dunkel bleibende Liebeshändel. Dazu zitiert der Kommentar Verse von Goethe und Aischylos. Eine ungenießbar prätentiöse Mischung aus Primanerscherz und Altherrenfantasie. (Filmdienst)