Schlagwörter: Filmanalyse

Wie verändert ‚Liebe 47‘ die literarische Vorlage?

Der Lernweg untersucht, wie Wolfgang Liebeneiners Liebe 47 Wolfgang Borcherts Draußen vor der Tür aufgreift und verändert. Die Lernenden vergleichen literarische Vorlage und Film, untersuchen die neu geschaffene Geschichte Annas und verfolgen, was aus Beckmanns Frage nach Schuld und Verantwortung wird. Im Zentrum steht dabei nicht die Frage nach „Werktreue“, sondern nach der Bedeutung der Veränderungen: Der Film erweitert Borcherts Erfahrungsraum um eine zweite Nachkriegsgeschichte – und gibt seinem offenen, unbeantworteten Schluss eine neue Richtung.

Dokumente der Vergangenheit – Bausteine einer neuen Erzählung

Der Rat der Götter integriert historisches Film- und Wochenschaumaterial in die Spielfilmhandlung. Doch dokumentarische Bilder sprechen nicht für sich. Auswahl, Reihenfolge, Montage, Bewegungsrichtung, Sprache, Geräusche und Musik stellen neue Zusammenhänge her. Der Lernweg untersucht exemplarisch, wie aus historischen Aufnahmen eine filmische Argumentation entsteht und fragt, ob die Dokumentarsequenzen innerhalb des Spielfilms eine eigene Geschichte von Aufrüstung, Krieg, Vernichtung, Niederlage und Nachkriegsordnung erzählen.

Im Westen wieder nichts Neues? Edward Bergers Neuverfilmung von 2022

Beobachtungen zu Film und Rezeption und offene Fragen für einen noch ausstehenden Vergleich mit Lewis Milestones Film von 1930 Detlef Endeward (09/2026) Eine erste Annäherung – noch keine Filmanalyse Was erzählt ein Film 1930 über den Krieg – und was...

VW im Film

Filme als Spuren in die Vergangenheit und zur Gegenwart des Volkswagen-Konzerns Detlef Endeward (08/2026) Die Geschichte von Volkswagen ist auch eine Geschichte seiner Bilder. Sie beginnt mit den nationalsozialistischen Wochenschauen, die den Bau des Volkswagenwerkes und den KdF-Wagen als Versprechen...

Paradigmenabhängigkeit der Wahrnehmung und Deutung in der Filmrezeption

Der Text analysiert Filmrezeption als paradigmatisch strukturierten Prozess. Wahrnehmung und Deutung audiovisueller Medien entstehen im Zusammenspiel von kognitiven Strukturen, kulturellen Codes und sozialen Kontexten. Filme erscheinen damit nicht als Träger fixer Bedeutungen, sondern als offene Angebote zur Sinnkonstruktion durch das Publikum.

Film als Seismograph und Medium kultureller Hegemonie

Der Beitrag analysiert Filme als Spiegel gesellschaftlicher Mentalitäten und als Instrument kultureller Hegemonie. Durch Kracauer und Gramsci wird gezeigt, wie Kino autoritäre Muster vorbereitet und Zustimmung zur Herrschaft durch kulturelle Praktiken erzeugt

Vom Finden und Erfinden

Zwei Typen von Fotografen sind zu unterscheiden, der Finder und der Erfinder. Der Finder arbeitet „im Gehen“ nach dem Vorbild des Jägers und Sammlers. Der Erfinder arbeitet hingegen „im Stehen“, nach dem Vorbild des seßhaften Produzenten.

Auch das filmische Abbilden ist schon Gestalten

Die Antithese von Abbilden und künstlerischem Gestalten ist nicht ganz zutreffend, da auch das filmische Abbilden schon ein Gestalten ist. Die Kamera besitzt aber eine außerordentlich weite Spanne der gestalterischen Möglichkeiten vom beinah nur passiven Ab-Photographieren bis zum dramatisierenden Neu-Gestalten eines Geschehens. (…)

Kuhle Wampe – ein „staatsgefährdender“ Film?

Filmzensur als Mittel der politischen Auseinandersetzung „Das Ganze ist eine Machtfrage. Wer Macht will auf Grund von geistiger Unfreiheit, läßt es sich durch Gründe nicht ausreden, und er besteht auf der Zensur.Heinrich Mann Die Handhabung der Vorgaben aus dem Lichtspielgesetz...