Schlagwörter: Wirtschaft

VW: Die Beschäftigten sollen sparen, der Staat soll zahlen

Während Volkswagen von den Beschäftigten weitere Einsparungen verlangt, fordert die Konzernleitung zugleich staatliche Unterstützung für die Automobilindustrie. Die Entwicklungen in Neckarsulm, Hannover, Emden, Zwickau und Osnabrück zeigen: Standortkosten und Beschäftigungsperspektiven hängen auch von konzernstrategischen Entscheidungen ab. Wer verfügt über die industrielle Zukunft – und wer trägt die Folgen?

VW: Vom Standortkonflikt zum Tarifkonflikt

VW: Vom Standortkonflikt zum Tarifkonflikt

Keine neuen Produkte auf dem Tisch – dafür die Tarifverträge Beitrag von Detlef Endeward (01.10.2026) Nach der Aufsichtsratssitzung: Die VW-Welt ist nicht stehen geblieben Die „historische“ Aufsichtsratssitzung Anfang September hat den Konflikt um die Zukunft Volkswagens nicht beendet. Für Hannover,...

Wirtschaft anders denken: Websites und Blogs

Die Auswahl verbindet plurale ökonomische Forschung, gewerkschaftsnahe Analysen, marxistisch orientierte politische Ökonomie und Entwürfe solidarischen Wirtschaftens. Die Kurzannotationen zeigen, wofür sich die Angebote bei der Recherche und für Materialien der Lernwerkstatt eignen. Wir machen uns ihre Positionen nicht pauschal zu eigen. Die Auseinandersetzung mit ihnen hilft uns, die eigene Position zu schärfen und das Spektrum politisch-ökonomischer Bildung über den wirtschaftspolitischen Mainstream hinaus zu öffnen.

Politische Interventionen

Der Titel „Politische Interventionen“ ist von Oskar Negt übernommen. Unter diesem Dach versammeln sich die Rubriken „Politik heute“ und „Wirtschaft heute“. Ihre Beiträge greifen aktuelle Debatten auf, verdichten komplexe Zusammenhänge und beziehen begründet Stellung. Sie verstehen sich als Teil einer Gesellschaftskompetenz, die Machtverhältnisse sichtbar macht und Möglichkeiten gesellschaftlicher Veränderung zur Diskussion stellt.

Volkswagen als gesellschaftlicher Komplex

Volkswagen ist mehr als ein Autobauer. Am Beispiel des Konzerns lassen sich grundlegende gesellschaftliche Zusammenhänge untersuchen: Kapital und Lohnarbeit, Eigentum und Verfügungsmacht, Staat und Mitbestimmung sowie die weltweite Organisation von Produktion und Märkten. Fünf Zugänge eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Frage, wer wirtschaftliche Entscheidungen trifft und wer mit ihren Folgen leben muss.

Autokrise: Wer soll die Rechnung bezahlen?

Die „Krise des Standorts Deutschland“ wabert schon länger durch die Berichterstattung. Die Autokrise verstärkt dieses Framing: Produktion sei zu teuer, Beschäftigte müssten länger arbeiten, der Staat solle helfen. Gleichzeitig drohen Konzerne mit Verlagerungen und Werksschließungen. Wer entscheidet, wer zahlt – und wer trägt die Folgen?

Gewinn, Kosten und Produktivität bei Volkswagen

Volkswagen steckt in der Krise – und erwirtschaftet zugleich Milliarden. Der Beitrag untersucht, was Gewinne, Renditen, Markenergebnisse, Arbeitskosten und Produktivitätszahlen tatsächlich aussagen. Er zeigt die Grenzen einfacher Standortvergleiche und fragt, wann aus einem wirtschaftlichen Befund ein scheinbarer Sachzwang wird: Wer entscheidet, welcher Gewinn ausreicht – und wofür er verwendet wird?

Die Zukunft vorhersagen ist einfach

Nur vier Tage nach der satirischen Zukunftsvision liegt der VW-Kompromiss erstaunlich nahe an deren Logik: Die Werke werden vorerst nicht geschlossen, doch ihre Zukunft bleibt offen; Stellenabbau und Renditeziele bleiben bestehen. Der „Machtkampf“ ist damit nicht beendet. Der Klassenkonflikt wird vertagt – und die entscheidende Frage bleibt: Wer verfügt über Volkswagen?

Die VW-Krise in aktuellen TV-Dokumentationen

Innerhalb weniger Wochen widmeten sich ARD und NDR 2024 in zwei längeren Dokumentationen der Krise bei Volkswagen. Sie erweitern die Nachrichtenberichterstattung um Menschen, Orte und soziale Erfahrungen. Doch verändert sich damit auch die Erklärung der Krise? Die Filme werden zu Zeitzeugnissen dafür, wie öffentlich-rechtliches Fernsehen die VW-Krise wahrnimmt, deutet und erzählbar macht.

Die 50.000 – eine Zahl mit politischer Wirkung

50.000 Stellen weniger – aber möglichst sozialverträglich. Was beruhigend klingt, hat „kleine“ Nebenwirkungen: Frühverrentung entlastet Unternehmen, während zugleich vor steigenden Rentenlasten gewarnt wird. Nichtbesetzung verhindert Kündigungen, verschließt aber Jüngeren den Zugang zu guter Industriearbeit. Und über bedrohten Werken bleibt das Damoklesschwert betriebsbedingter Kündigungen hängen.

Ein Ergebnis – zwei Erklärungen, Deutungen und Rahmungen. Und eine dritte

Wie Tagesschau/NDR und Telepolis das vorläufige Ergebnis bei Volkswagen erzählen – und warum auch dieser Vergleich eine Geschichte erzählt Detlef Endeward (09/2026)* Im Beitrag „Die Krise erzählen – wie Medien aus einem Interessen- und Verteilungskonflikt ein Sachproblem machen“ ging es...

Hanomags letzter Akt: Horst-Dieter Esch und die IBH

Der 1982 ausdrücklich „vorläufig letzte Akt“ führt Hanomag zu Horst-Dieter Esch und der IBH. Ein neues Werk und 3.000 Arbeitsplätze werden versprochen, während Stadt und Land Millionen bereitstellen und Risiken übernehmen sollen. Die Broschüre verfolgt, wer finanziert, wer entscheidet und wer abhängig bleibt – und endet bewusst offen: „Das holt er sich von anderen.“