Kategorie: Wirtschaft

Der deutsche Weg in den Kapitalismus (1800 – 1871)

Der deutsche Weg in den Kapitalismus verläuft evolutionär statt revolutionär: Adel und Staat steuern die Modernisierung, während das Bürgertum sich anpasst. Kapitalismus entsteht als Mischform aus Agrartradition, staatlicher Lenkung und industrieller Dynamik – ohne Bruch, aber mit Strukturwandel.

Kanalbau und Hafenentwicklung in Hannover und Linden bis 1918

Kanalbau und Hafenentwicklung in Hannover und Linden bis 1918

Hannover und Linden am Wasser: Infrastrukturwandel im Kaiserreich Mit dem preußischen Wassergesetz vom 1. April 1905 erreichte ein jahrzehntelanger politischer Konflikt zwischen ostelbischen Agrarinteressen und westdeutscher Industriepolitik seinen Wendepunkt: Der Bau des Ems-Weser-Kanals mit Anschluss nach Hannover und Linden –...

Bode & Troue

Bode & Troue

Hannovers Aufstieg zur Tresorindustrie (1858–1918) Die 1858 von Louis Bode und Heinrich Troue in Hannover gegründete Firma Bode & Troue war die erste deutsche Spezialfabrik für Panzerkassen sowie feuer- und einbruchsichere Stahlkammern. Aus einer kleinen Werkstatt für schmiedeeiserne Herde entwickelte...

Was ökonomische Kompetenz verschweigt, wenn sie den Kapitalismus verschweigt

Warum ökonomische Bildung Macht-, Eigentums- und Herrschaftsverhältnisse thematisieren muss Detlef Endeward (01/2026) Ökonomische Kompetenz bedeutet mehr als das Beherrschen von Fachbegriffen oder das Rechnen mit Modellen. Sie umfasst die Fähigkeit, wirtschaftliche Prozesse zu verstehen, zu bewerten und in ihren gesellschaftlichen...

Vergleich: Inhaltliche Strukturen von Webdarstellungen zum Ende der Weimarer Republik

Der folgende Vergleich von Web-Darstellungen zum Ende der Weimarer Republik auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung mit denvorliegenden Themenbereichen der Lernwerkstatt soll dazu dienen, die unterschiedliche n inhaltlichen Akzentuierungen zu reflektieren und darüber nachzudenken, was die jeweilige Darstellung für die historisch-politische Bildung bedeutet.

Kontinentalimperialismus

Vorstellung und Pläne für eine europäische Großraumwirtschaft unter deutsche Führung gab es schon im Zusammenhang mit der Konstituierung des Deutschen Zollvereins (1834). Ziel war es, die Länder Ost- und Südosteuropas  zu Agrar- und Rohstofflieferanten des Deutschen Reiches zu machen.

Ökonomische Interessen und geostrategische Kriegsziele Deutschlands

Die politische und militärische Elite wollte die politische Vormacht in Europa und die führenden Bankiers und Industriellen sowie die Manager der großen Unternehmen wollten die ökonomische Vormacht in Europa. Lediglich im Detail unterschieden sich die konkreten Interesse verschiedener Wirtschaftszweige. Das Interesse an Annexionen war in der Montanindustrie am größten, aber auch in den anderen Wirtschaftszweigen vorhanden.

Bedingungen und Ursachen des Ersten Weltkriegs

Der Erste Weltkrieg erwuchs aus den inneren Widersprüchen des Imperialismus und war die Folge der seit der Jahrhundertwende betriebenen zielstrebigen Vorbereitungen der Imperialisten aller Länder, ihre Expansionsinteressen mit Hilfe eines Krieges durchzusetzen. Er war kein Verteidigungskrieg, sondern allseitig ein „kapitalistischer Angriffs- und Eroberungskrieg“

Der Charakter der faschistischen Krisenlösung

Die Herstellung der faschistischen Diktatur stellte sich als ein widersprüchlicher Prozess dar, in dem die Lösung „sich auf den kleinsten für alle Fraktionen akzeptablen wirtschaftspolitischen Nenner konzentrierte“. Die Annäherung vormals konkurrierender Konzeptionen erfolgte vor dem Hintergrund der sich verändernden politischen und vor allem ökonomischen Bedingungen in der Krise.