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Warum entstand 1946 das Land Niedersachsen?

Warum entstand 1946 das Land Niedersachsen?

Die Gründung Niedersachsens 1946 war weder selbstverständlich noch zwangsläufig. Der Beitrag untersucht, warum die britische Besatzungsmacht die Länder neu ordnete, welche konkurrierenden Vorstellungen deutsche Politiker entwickelten und wer letztlich entschied. Niedersachsen erscheint so als Ergebnis eines asymmetrischen Aushandlungsprozesses in einer historisch offenen Situation.

Das ergibt für die Beschäftigung mit „80 Jahre Niedersachsen – Die Anfangsjahre nach 1945“ eine sinnvolle Dreifachperspektive. Entscheidend wäre, die drei Ebenen nicht einfach nebeneinanderzustellen, sondern ihre Wechselwirkungen sichtbar zu machen: Analyse- und Darstellungsebene Leitfragen Beispiele für die Anfangsjahre nach...

Bürokratie als Problem von Arbeit, Herrschaft und Organisation

Bürokratie als Problem von Arbeit, Herrschaft und Organisation

Bürokratieabbau, innerbetriebliche Bürokratie und hegemoniales Framing – eine gesellschaftskompetente Lernbewegung   Vom selbstverständlichen Begriff zu offenen Fragen „Bürokratieabbau“ gehört gegenwärtig zu jenen politischen Forderungen, über deren grundsätzliche Richtigkeit erstaunlich wenig gestritten wird. Beim Wohnungsbau, im Gesundheits- und Sozialbereich, bei Investitionen...

Filme als komplexe Spuren in und von Geschichte

Der Beitrag entfaltet ein anspruchsvolles Modell historisch‑kritischer Filmanalyse, das Filme als „bewegte Spuren“ begreift. Er zeigt, wie filmische Darstellung, Produktionsbedingungen und wechselnde Rezeptionskontexte ineinandergreifen und historische Bedeutung erst im Zusammenspiel dieser Ebenen entsteht. Spurenlesen wird dabei als zentrale Haltung historischer Kompetenz profiliert.

Eine gemeinsame Phase – und zugleich ein offenes Feld

Eine gemeinsame Phase – und zugleich ein offenes Feld

Auch für die Filmgeschichtsschreibung Film im Nachkriegsdeutschland 1945-1950 Eine gemeinsame Phase – und zugleich ein offenes Feld: auch für die Filmgeschichtsschreibung Peter Pleyer (1965): Deutscher Nachkriegsspielfilm 1946-1948 (1993) Soziologische und psychologische Analysen der deutschen Nachkriegsspielfilme (1993) Das Bild des deutschen...

Gestörte Idyllen

Die Analyse zeigt, wie Nachkriegsfilme das zerbrochene Familienidyll inszenieren: Heimkehrer verlieren Autorität, Frauen werden zu starken „Managern der Not“, Jugendliche rebellieren. Die Filme verhandeln Identitätskrisen, moralische Brüche und den schwierigen Wiederaufbau von Nähe.

Das Bild des deutschen Nachkriegsspielfilms in Publizistik und Filmgeschichtsschreibung

Das Bild des deutschen Nachkriegsspielfilms in Publizistik und Filmgeschichtsschreibung

Aus der Perspektive des Jahre 1993 Im Folgenden behandelt Bettina Greffrath überblicksweise kleinere Arbeiten zum deutschen Nachkriegsspielfilm. Diese werden primär im Hinblick auf für ihre Studie zu Gesellschaftsbildern der Nacjkriegszeit anregende inhaltliche und methodische Schwerpunkte betrachtet.   Bettina Greffrath (19923)...

Natürliche Unterschiede

Natürliche Unterschiede

Die Restitution einer „friedlich-harmonischen“ Klassenordnung Bettina Greffrath (1993) Am Anfang scheinen sie in den Filmen bunt durcheinander gewirbelt: Menschen mit unterschiedlicher regionaler und sozialer Bindung treffen auf ihren Wegen und Haltepunkten – kurzzeitig zu „Kaleidoskopen“ vereinigt – aufeinander. Der Prozess...

Inseln der Glückseeligkeit

Inseln der Glückseeligkeit

Restituierte Mikrokosmen der Harmonie Bettina Greffrath (1993) DIE KUPFERNE HOCHZEIT (A, 1948) Die Kamera erfasst aus der Vogelperspektive eine äußerlich heile Welt: Die Inserts erscheinen auf einem großen, idyllisch gelegenen Haus in ländlicher Umgebung. Die nachfolgende Szenerie erlebt der Kinozuschauer...

Modelle für eine friedensfähige humane Gemeinschaft als Plädoyer für Selbstreflexion und Erfahrung

Modelle für eine friedensfähige humane Gemeinschaft als Plädoyer für Selbstreflexion und Erfahrung

Greffrath interpretiert Der große Mandarin (1949) als außergewöhnlichen gesellschaftlichen Zukunftsentwurf des Nachkriegsfilms. Im Zentrum stehen Erfahrung, Einfühlung und Selbstreflexion als Voraussetzungen von Frieden, Demokratie und Humanität. Gesellschaftliche Veränderung erscheint dabei untrennbar mit der Veränderungsfähigkeit der Menschen verbunden.