Museen

Vom bürgerlichen Musentempel zur Volksbildungsstätte

Als „Friedhof von Kunst und Wissenschaft“ bezeichnete ein Fachmann die hannoverschen Museen nach dem Ersten Weltkrieg. Bis dahin hatten sich die meisten Museen auf das vollständige Sammeln von Gegenständen beschränkt: Raritätenkabinette ohne didaktisches Konzept als „heilige Hallen für das gebildete Bürgertum“. Erst in den 20er Jahren setzten sich Bestrebungen durch, Museen zu „Volksbildungsstätten umzugestalten.

Das Provinzialmuseum – heue Landesmuseum – war eines der ersten Museen in Deutschland, das seine Bestände auf neue Art in Schausammlungen auch allgemeinverständlich präsentierte. Durch erklärende Führungen und die Zusammenarbeit mit Schulen wurden Schwellenängste abgebaut und neue Besuchergruppen angesprochen. Maßgeblich verantwortlich dafür war der damalige Direktor des Museums, Alexander Dorner, der darüber hinaus zwischen Herbst 1926 und Februar 1928 gemeinsam mit El Lissitzky, das Kabinett der Abstrakten einrichtete.

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