Autor: GFS-Admin_2021

Am Ausgangspunkt des Historytainment

Am Ausgangspunkt des Historytainment

Am Ausgangspunkt des Historytainment Drei zeitgenössische Perspektiven auf Geschichtsfernsehen, Geschichtsbewusstsein und gesellschaftlichen Medienwandel Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre wurde das Verhältnis von Fernsehen und Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven neu bestimmt. Die damaligen Diskussionen erklären die spätere Durchsetzung...

Erziehung zum Börsenjunkie – Früh übt sich, wer später spekulieren will

Mit zehn Euro monatlich macht der Staat Kinder zu kleinen Kapitalanlegern. Eltern und Großeltern sollen kräftig dazuzahlen, die Börse für die Altersvorsorge sorgen. Wer kein Geld hat, lernt früh, was Chancengleichheit am Kapitalmarkt bedeutet. Eine politische Glosse über wundersame Renditeversprechen, finanzielle Früherziehung und die schleichende Privatisierung sozialer Verantwortung.

Vom Wahlsieg in die Defensive – und auf welchem Weg zurück?

Der Wahlsieg der Berliner Linken rückt rasch hinter Debatten über Antisemitismus, Regierungsfähigkeit und Koalitionsbedingungen zurück. Was geschieht dabei mit ihrer zentralen Forderung nach Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne? Der Essay untersucht mediale Deutungsmuster, politische Interessen und mögliche Pfadabhängigkeiten. Ob daraus eine inhaltliche Preisgabe wird, ist noch offen.

Die Mehrheit für die Vergesellschaftung ist weg – oder: falsches Spiel mit Zahlen?

Nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026 meldet die tagesschau eine Mehrheit gegen die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen. Fünf Jahre zuvor hatten 57,6 Prozent der Abstimmenden dafür gestimmt. Doch lassen sich Volksentscheid und Meinungsumfrage überhaupt vergleichen? Der Beitrag untersucht, wie durch Fragestellung, Zeitpunkt und mediale Rahmung aus Umfragewerten politische Argumente werden.

Wahlen und Umfragen – und „unsere Demokratie“

Wahlen, Umfragen und ihre öffentlichen Deutungen sind Ausgangspunkte für eine weitergehende Auseinandersetzung mit Demokratie. Die Beiträge fragen nach gesellschaftlichen Interessen, Machtverhältnissen und politischen Handlungsmöglichkeiten. Sie verbinden aktuelle Entwicklungen mit historischen Erfahrungen und grundsätzlichen Überlegungen zu Demokratie als Verhaltensweise, Lebensform und Staatsform.

Gesellschaftliche Infrastruktur

Gesellschaftliche Infrastruktur sichert die Grundlagen unseres Alltags: Mobilität, Energie, Wasser und Wohnraum. Die Bildcollage verbindet diese Bereiche und verweist auf die politischen Fragen dahinter: Wem gehört, was alle brauchen? Wer entscheidet über Ausbau, Preise und Zugang? Und wie lassen sich öffentliche Daseinsvorsorge und gesellschaftliche Bedürfnisse miteinander verbinden?

Kriegstüchtigkeit und Aufrüstung

„Kriegstüchtigkeit“ und Aufrüstung prägen zunehmend die deutsche Politik. Doch wer entscheidet über militärische Prioritäten, wer profitiert und wer trägt die Kosten? Die Beiträge untersuchen politische und ökonomische Interessen, historische Zusammenhänge und gesellschaftliche Folgen. Sie hinterfragen vorherrschende Deutungsmuster und eröffnen Perspektiven auf Sicherheit, Frieden und mögliche Alternativen.

Ironie der Geschichte

Osnabrück und Münster stehen wie kaum andere Städte für die historische Erfahrung, dass selbst lang andauernde Kriege durch Verhandlungen beendet werden können. 378 Jahre später wird in Osnabrück die Umwandlung ziviler Industrieproduktion für militärische Zwecke vorbereitet, während in Münster die NATO den Westfälischen Friedenspreis erhält. Eine bewusst provokante Gegenüberstellung – nicht als historische Gleichsetzung, sondern als Anlass zu fragen, wie sich Vorstellungen von Frieden, Sicherheit und gesellschaftlich legitimer Konfliktbearbeitung verändern.

Der große Mandarin (1948/49)

Der große Mandarin (1949) Inhalte und Materialien Filmografische Angaben Filmografische Angaben: Der große Mandarin (1949) FilmdatenProduktion und VerleihKünstlerische LeitungTechnische GestaltungDarsteller/innenDrehorte Filmdaten Titel Der große Mandarin Produktionsjahr 1949 Produktionsland Deutschland Originalsprache Deutsch Länge 2841 m · 104 Min. (abweichende Angabe: 105...

VW: Die Beschäftigten sollen sparen, der Staat soll zahlen

Während Volkswagen von den Beschäftigten weitere Einsparungen verlangt, fordert die Konzernleitung zugleich staatliche Unterstützung für die Automobilindustrie. Die Entwicklungen in Neckarsulm, Hannover, Emden, Zwickau und Osnabrück zeigen: Standortkosten und Beschäftigungsperspektiven hängen auch von konzernstrategischen Entscheidungen ab. Wer verfügt über die industrielle Zukunft – und wer trägt die Folgen?

Kurt Maetzig über seinen Film ‚Rat der Götter‘

Kurt Maetzig blickt auf seinen Film Der Rat der Götter (1950) zurück: auf den Anspruch, die Verflechtung von IG Farben, Nationalsozialismus und Krieg sichtbar zu machen, auf die Arbeit mit historischen Dokumenten und Hanns Eislers Musik. Seine Äußerungen verbinden das Bekenntnis zur politischen Parteilichkeit mit Überlegungen zur filmischen Gestaltung und späterer Selbstkritik. Der Beitrag stellt Maetzigs eigene Aussagen vor und fragt nach dem Verhältnis von historischem Aufklärungsanspruch, politischer Aussage und künstlerischer Form.

Über Parteilichkeit in der Spielfilmregie

Kurt Maetzig begründete 1951 die Parteilichkeit im Spielfilm als notwendige Konsequenz jeder künstlerischen Deutung gesellschaftlicher Wirklichkeit. Sein Wahrheitsanspruch war vom orthodoxen Marxismus-Leninismus der frühen DDR geprägt. Zugleich warnte er vor Schematismus und politischer Belehrung. Der Beitrag untersucht diese Widersprüche und fragt, wodurch sich offen erklärte Parteilichkeit von Propaganda unterscheidet: durch Transparenz der Absichten, Überprüfbarkeit der Aussagen und die Möglichkeit eigenständiger Urteilsbildung.