Autor: GFS-Admin_2021

Die Bedeutung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für das Konzept der Gesellschaftskompetenzen

Die Bedeutung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für das Konzept der Gesellschaftskompetenzen

Gemeinsamkeiten und Unterschiede Das Konzept der Gesellschaftskompetenzen weist zahlreiche Berührungspunkte mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auf. Beide Ansätze gehen davon aus, dass Bildung Menschen dazu befähigen soll, gesellschaftliche Herausforderungen nicht nur zu verstehen, sondern auch verantwortungsvoll und demokratisch...

Demokratiebildung in Niedersachsen und das Konzept der Gesellschaftskompetenzen

Demokratiebildung in Niedersachsen und das Konzept der Gesellschaftskompetenzen

Demokratie als Kompetenz oder Demokratie als Lebensform? Die aktuelle Fassung des niedersächsischen Verständnisses der Demokratiebildung auf dem Portal Demokratiebildung markiert gegenüber der vorherigen Version eine bemerkenswerte Akzentverschiebung. Während die frühere Fassung Demokratiebildung ausdrücklich im Kontext konkreter gesellschaftlicher Herausforderungen wie Globalisierung,...

Politische Kompetenz

Demokratiekompetenz beschreibt die Fähigkeit, sich innerhalb einer demokratischen Ordnung zu orientieren und zu handeln. Der „politische Mensch“ (O. Negt) fragt hingegen nach den gesellschaftlichen Voraussetzungen, unter denen Demokratie überhaupt möglich ist oder gefährdet wird. Deshalb gehören im Konzept der Gesellschaftskompetenzen die Analyse von Arbeit, Kapital, Eigentum, Staat, Öffentlichkeit, Medien und Macht nicht an den Rand der politischen Kompetenz, sondern in ihr Zentrum. Dadurch unterscheidet sich dieser Ansatz grundlegend von Kompetenzmodellen, die politische Bildung primär als Vermittlung demokratischer Werte, Einstellungen und Partizipationsfähigkeiten verstehen.

Philosophische Kompetenz

Philosophische Kompetenz bezeichnet die Fähigkeit, grundlegende Fragen des Denkens, Erkennens, Handelns und Zusammenlebens kritisch, reflektiert und methodisch zu bearbeiten. Sie umfasst die Fähigkeit, Begriffe zu klären, Argumente zu analysieren, Voraussetzungen offenzulegen, Wertmaßstäbe zu prüfen und eigene Urteile nachvollziehbar zu begründen. Philosophische Kompetenz erschöpft sich dabei nicht in theoretischer Reflexion, sondern dient der Orientierung in einer komplexen gesellschaftlichen Wirklichkeit.

Vom Kerncurriculum zur Kompetenzdimension im Konzept der Gesellschaftskompetenzen

Vom Kerncurriculum zur Kompetenzdimension im Konzept der Gesellschaftskompetenzen

Der Beitrag zeigt die enge Anschlussfähigkeit des Kerncurriculums Werte und Normen an das Konzept der Gesellschaftskompetenzen. Philosophische Kompetenz wird dabei als reflexive Grundlage verstanden, die Werturteilsbildung, ethische Orientierung und gesellschaftliche Handlungsfähigkeit miteinander verbindet.

Kapitalismuskritik in einen pluralen Kompetenzrahmen oder als konstitutiver Kern ökonomischer Kompetenz

Kapitalismuskritik in einen pluralen Kompetenzrahmen oder als konstitutiver Kern ökonomischer Kompetenz

Christine Zeuner und Endeward verstehen ökonomische Kompetenz als kritische Analyse gesellschaftlicher Wirtschaftsprozesse. Während Zeuner den Kapitalismus als wichtigen Gegenstand innerhalb eines pluralen Kompetenzrahmens behandelt, macht Endeward die Analyse kapitalistischer Macht- und Eigentumsverhältnisse zum Kern ökonomischer Kompetenz.

Ökonomische Kompetenz im Zeitalter finanzialisierter Öffentlichkeit

Die dominante Darstellung von Börsenkursen in Medien spiegelt die zentrale Rolle des Finanzsystems im Kapitalismus, wirkt aber zugleich entpolitisierend: Sie naturalisiert Marktbewegungen und verdeckt Macht- und Eigentumsverhältnisse. Ökonomische Kompetenz muss daher über reines Finanzwissen hinausgehen und die Fähigkeit einschließen, solche Darstellungen kritisch zu deuten, institutionelle Strukturen zu analysieren und Perspektivenpluralität (z. B. keynesianisch, politökonomisch) einzubeziehen.

Klassenallianzen, Massenmobilisierung und der Weg zur faschistischen Diktatur

Klassenallianzen, Massenmobilisierung und der Weg zur faschistischen Diktatur

Die NSDAP als Vermittlerin zwischen kapitalistischen Kriseninteressen Die Funktion der NSDAP innerhalb der nationalsozialistischen Krisenlösung war von einem grundlegenden Widerspruch geprägt. Einerseits stützte sich die Partei in erheblichem Maße auf kleinbürgerliche, bäuerliche und deklassierte soziale Gruppen, deren politische Erwartungen häufig...

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – Zu teuer für die Wirtschaft?“

Die „Mutigen 56“ kämpften dafür, dass Krankheit nicht zur Armutsfalle wird. Wer heute den Sozialstaat unter den Vorbehalt stellt, man könne ihn sich nicht mehr leisten, sollte sich erinnern: Auch die Rechte von gestern galten einst als unbezahlbar. Gerade deshalb brauchte es Menschen, die den Mut hatten, ihnen eine andere Zukunft abzuringen.

„Samstags gehört Vati mir“ – und heute?

Das „Wirtschaftswunder“ war nicht nur eine Geschichte steigenden Wohlstands, sondern auch eine Geschichte harter Arbeit, langer Arbeitszeiten und gesellschaftlicher Konflikte. Der freie Samstag und die 40-Stunden-Woche fielen nicht vom Himmel. Sie wurden von Gewerkschaften gegen massive Widerstände erkämpft. Eine historisch-materialistische Perspektive zeigt: Hinter der Frage der Arbeitszeit verbirgt sich immer auch die Frage, wem die gesellschaftlich erzeugte Zeit gehört – dem Kapital oder den Menschen