Autor: GFS-Admin_2021

Hegemonie und Gegenmacht

Hegemonie und Gegenmacht

Vorläufige Textskizze (5/2026) In dieser Konstellation entsteht ein klassisches Spannungsverhältnis zwischen: kapitalistischer Organisationsmacht (Industrie, Banken, Staat) proletarischer Gegenmacht (Organisation, Streik, Partei, Kultur) Die Arbeiterbewegung ist dabei nicht bloß reaktiv, sondern beeinflusst die Strukturentwicklung selbst: durch Arbeitskämpfe (Lohnniveau, Arbeitszeitverkürzung) durch politische...

Konfliktfeld Staat: Repression, Integration, Regulation

Konfliktfeld Staat: Repression, Integration, Regulation

Vorläufige Textskizze (05/2026) Der Staat reagiert auf diese neue Klassenformation nicht einheitlich, sondern in einer Spannung von Zwang und Integration: a) Repression (Sozialistengesetz 1878–1890)Unter Bismarck wird die sozialistische Arbeiterbewegung zunächst als staatsgefährdend behandelt. Das Sozialistengesetz verbietet Organisationen, Presse und Versammlungen...

Von der sozialen Lage zur Klassenformation

Von der sozialen Lage zur Klassenformation

Vorläufige Textskizze (05/20262) Im marxistischen Sinn ist das Proletariat zunächst eine „Klasse an sich“: eine durch gleiche Lebenslage (Lohnarbeit, Eigentumslosigkeit, Abhängigkeit vom Arbeitsmarkt) definierte Struktur. Erst im Verlauf der Industrialisierung, insbesondere in den Zentren von Bergbau, Stahlindustrie und Maschinenbau, wird...

Warum wir vom Kapitalismus sprechen müssen

Der Beitrag zeigt, warum der Begriff Kapitalismus notwendig ist, um gesellschaftliche Ungleichheit, Krisen, Konkurrenz und Machtverhältnisse zu verstehen. Er kritisiert eine entpolitisierte Wirtschaftssprache und verdeutlicht, dass politisch-ökonomische Prozesse historisch gewachsene gesellschaftliche Verhältnisse sind.

Die Verdrängung des Klassenbegriffs

Der Klassenbegriff wird heute in vielen Gesellschafts‑, Sozial‑ und Geschichtswissenschaften nicht mehr zentral verwendet, weil seit den 1970er–2000er Jahren mehrere theoretische, politische und institutionelle Verschiebungen stattfanden, die Klasse als strukturierende Kategorie verdrängten – zugunsten von Milieus, Schichten, Lebensstilen, Identitäten, Governance‑Konzepten und Marktmodellen. Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis eines wissenschaftlichen Paradigmenwechsels, der eng mit politischen und ökonomischen Entwicklungen verbunden ist.

Zwischen Leinwand und Gesellschaft: Kapitalismus im 20. Jahrhundert

Der Beitrag beschreibt die Bedeutung kapitalismuskritischer Perspektiven für die Lernwerkstatt zu Film und Geschichte. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie historische Bildungsarbeit gesellschaftliche Macht-, Eigentums- und Produktionsverhältnisse sichtbar machen und zur demokratischen Reflexion beitragen kann.

Die Formierung des Proletariats als strukturprägende Gegenkraft im deutschen Kaiserreich

Aus vereinzelten Lohnarbeitern formiert sich eine kollektive Klasse. In Organisationen und Kämpfen entwickelt sie eigene Interessen und Durchsetzungsmacht. Der Staat reagiert darauf widersprüchlich – mit Repression und zugleich mit sozialpolitischen Maßnahmen zur Stabilisierung.

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Industrialisierung, Kapitalorganisation und Imperialismus

Der Beitrag zeigt, wie Industrialisierung, Kapitalorganisation und Imperialismus zusammenwirken: Kapital konzentriert Macht, organisiert Produktion global und legitimiert Expansion als Fortschritt. So entsteht ein System, das ökonomische Rationalität mit politischer Herrschaft verschränkt.

Militär, Staat und Klassenordnung im Kaiserreich

Der Text analysiert das Militär als zentrale Scharnierinstanz im Kaiserreich: institutionell relativ autonom, sozial exklusiv und eng mit herrschenden Klasseninteressen verknüpft. Er verbindet militär-, sozial- und wirtschaftshistorische Ansätze zu einem Modell militarisierter Klassengesellschaft im imperialistischen Kontext.

Finanzierung der faschistischen Bewegung vor 1933

Zwischen 1925 und 1933 schwankte die NSDAP zwischen formaler Selbstfinanzierung und verdeckter Unterstützung. Beiträge und Massenmobilisierung reichten nicht aus; informelle Spenden, industrielle Netzwerke und infrastrukturelle Hilfe machten die propagierte finanzielle Unabhängigkeit zur Fiktion.