Autor: GFS-Admin_2021
Literatur – Formierung des Proletariats
Brockhaus, Eckhard (1975): Zusammensetzung und Neustrukturierung der Arbeiterklasse vor dem Ersten Weltkrieg. Zur Krise der professionellen Arbeiterbewegung. Trikont, München 1975 Grebing, H. (2007). Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Vorwärts. Groh, Dieter (1994): Negative Integration und revolutionärer Attentismus. Die deutsche Sozialdemokratie am...
Hegemonie und Gegenmacht
Vorläufige Textskizze (5/2026) In dieser Konstellation entsteht ein klassisches Spannungsverhältnis zwischen: kapitalistischer Organisationsmacht (Industrie, Banken, Staat) proletarischer Gegenmacht (Organisation, Streik, Partei, Kultur) Die Arbeiterbewegung ist dabei nicht bloß reaktiv, sondern beeinflusst die Strukturentwicklung selbst: durch Arbeitskämpfe (Lohnniveau, Arbeitszeitverkürzung) durch politische...
Konfliktfeld Staat: Repression, Integration, Regulation
Vorläufige Textskizze (05/2026) Der Staat reagiert auf diese neue Klassenformation nicht einheitlich, sondern in einer Spannung von Zwang und Integration: a) Repression (Sozialistengesetz 1878–1890)Unter Bismarck wird die sozialistische Arbeiterbewegung zunächst als staatsgefährdend behandelt. Das Sozialistengesetz verbietet Organisationen, Presse und Versammlungen...
Von der sozialen Lage zur Klassenformation
Vorläufige Textskizze (05/20262) Im marxistischen Sinn ist das Proletariat zunächst eine „Klasse an sich“: eine durch gleiche Lebenslage (Lohnarbeit, Eigentumslosigkeit, Abhängigkeit vom Arbeitsmarkt) definierte Struktur. Erst im Verlauf der Industrialisierung, insbesondere in den Zentren von Bergbau, Stahlindustrie und Maschinenbau, wird...
Warum wir vom Kapitalismus sprechen müssen
Der Beitrag zeigt, warum der Begriff Kapitalismus notwendig ist, um gesellschaftliche Ungleichheit, Krisen, Konkurrenz und Machtverhältnisse zu verstehen. Er kritisiert eine entpolitisierte Wirtschaftssprache und verdeutlicht, dass politisch-ökonomische Prozesse historisch gewachsene gesellschaftliche Verhältnisse sind.
Die Verdrängung des Klassenbegriffs
Der Klassenbegriff wird heute in vielen Gesellschafts‑, Sozial‑ und Geschichtswissenschaften nicht mehr zentral verwendet, weil seit den 1970er–2000er Jahren mehrere theoretische, politische und institutionelle Verschiebungen stattfanden, die Klasse als strukturierende Kategorie verdrängten – zugunsten von Milieus, Schichten, Lebensstilen, Identitäten, Governance‑Konzepten und Marktmodellen. Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis eines wissenschaftlichen Paradigmenwechsels, der eng mit politischen und ökonomischen Entwicklungen verbunden ist.
Zwischen Leinwand und Gesellschaft: Kapitalismus im 20. Jahrhundert
Der Beitrag beschreibt die Bedeutung kapitalismuskritischer Perspektiven für die Lernwerkstatt zu Film und Geschichte. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie historische Bildungsarbeit gesellschaftliche Macht-, Eigentums- und Produktionsverhältnisse sichtbar machen und zur demokratischen Reflexion beitragen kann.
Materialismus, Metaphysik und Moral
Horkheimer verbindet Materialismus mit Gesellschaftskritik: Erkenntnis, Moral und Wissenschaft sind keine überhistorischen Wahrheiten, sondern Ausdruck sozialer Praxis. Wahrheit entsteht im Konflikt der Verhältnisse – nicht im Ideal, sondern in der Geschichte selbst.
Die Formierung des Proletariats als strukturprägende Gegenkraft im deutschen Kaiserreich
Aus vereinzelten Lohnarbeitern formiert sich eine kollektive Klasse. In Organisationen und Kämpfen entwickelt sie eigene Interessen und Durchsetzungsmacht. Der Staat reagiert darauf widersprüchlich – mit Repression und zugleich mit sozialpolitischen Maßnahmen zur Stabilisierung.
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Industrialisierung, Kapitalorganisation und Imperialismus
Der Beitrag zeigt, wie Industrialisierung, Kapitalorganisation und Imperialismus zusammenwirken: Kapital konzentriert Macht, organisiert Produktion global und legitimiert Expansion als Fortschritt. So entsteht ein System, das ökonomische Rationalität mit politischer Herrschaft verschränkt.
Militär, Staat und Klassenordnung im Kaiserreich
Der Text analysiert das Militär als zentrale Scharnierinstanz im Kaiserreich: institutionell relativ autonom, sozial exklusiv und eng mit herrschenden Klasseninteressen verknüpft. Er verbindet militär-, sozial- und wirtschaftshistorische Ansätze zu einem Modell militarisierter Klassengesellschaft im imperialistischen Kontext.