Kategorie: Filmgeschichte

Frauen in den TV-Krimis der 90er Jahre – Bella Block und andere

Der Beitrag analysiert die Darstellung von Frauen in TV-Krimis der 1990er-Jahre und zeigt, wie weibliche Ermittlerinnen zwischen Emanzipation und Klischees inszeniert wurden. Er lädt zur kritischen Reflexion über Geschlechterrollen, Medienbilder und gesellschaftliche Machtverhältnisse ein.

Der Filmplakatmaler Helmut Krebs aus Hannover

Der Hannoveraner Helmut Krebs (Jahrgang 1919) hat das inzwischen ausgestorbene Handwerk des Plakatmalens bei der Firma Dörries und Bornemann erlernt, die seinerzeit hier das Monopol innehatte. Im Mai 1933 hatte er zunächst bei den Döring-Werken, Hannover-Hainholz. Als Lehrling angefangen und wurde dort auf verschiedenen Gebieten der Kinematographie, speziell als Trickfilmzeichner und Titeldrucker ausgebildet. Als der Betrieb jedoch im Mai 1934 nach Berlin übersiedelt, entschloss sich Helmut Krebs dennoch, dem Film treu zu bleiben.

„Oscar“-Gewinner aus Hildesheim

Die Website porträtiert die Zwillingsbrüder Christoph und Wolfgang Lauenstein aus Hildesheim, die mit ihrem Kurzfilm Balance (1990) einen Oscar gewannen. Sie zeigt ihren Werdegang vom Kellerstudio bis zur internationalen Anerkennung und beleuchtet die Entstehung ihres preisgekrönten Animationsfilms.

anigraf – Filmproduktion Gockell & Winter GbR

Die Website dokumentiert die Arbeit des Animationsfilmstudios von Gerd Gockell und Kirsten Winter. Seit 1990 entstanden dort künstlerische Trickfilme, Festivaltrailer und Printmedien – geprägt von experimentellen Techniken und individueller Handschrift.

Professor Mamlock (1961)

Professor Mamlock (1961) ist ein DEFA-Film von Konrad Wolf, basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück von Friedrich Wolf. Er erzählt die Geschichte eines jüdischen Chirurgen, der an die Stabilität der Weimarer Republik glaubt, aber nach Hitlers Machtübernahme seine Arbeit verliert. Sein Schicksal zeigt die Gefahren politischer Passivität.

Filme über die EXPO 2000 in Hannover

Im Februar 2025 hat das Filminstitut Hannover an der Fakultät III 25 Jahre nach der Expo 2000 den Filmbestand über die Weltausstellung in Hannover übernommen.

Das Archiv umfasst etwa 100 Regalmeter Betacam SP und Digital und wurde vom Exposeeum Hannover übernommen. Wir dokumentieren in der nächsten Zeit ausgewählte Filmdokumente aus dem Archiv

Geständnis unter vier Augen (1954)

Der Kriminalfilm „Geständnis unter vier Augen“ (BRD 1954) in der Regie von Werner Klinger erzählt von Schuld, Liebe und moralischer Entscheidung im Nachkriegsdeutschland. Eine Journalistin entdeckt die dunkle Vergangenheit ihres Geliebten. Stilistisch zurückhaltend, thematisiert der Film Verdrängung und persönliche Verantwortung.

Film als Seismograph und Medium kultureller Hegemonie

Der Beitrag analysiert Filme als Spiegel gesellschaftlicher Mentalitäten und als Instrument kultureller Hegemonie. Durch Kracauer und Gramsci wird gezeigt, wie Kino autoritäre Muster vorbereitet und Zustimmung zur Herrschaft durch kulturelle Praktiken erzeugt

Satire, Komödie und Milieubilder erzeugten argumentative Reichweite

Vergleich der Filme Wir Wunderkinder (1958) und Rosen für den Staatsanwalt (1959) als kritische Auseinandersetzung mit Kontinuitäten von NS-Zeit zur BRD. Analyse von Erzählformen, Figuren und Produktionskontext, die das Fortwirken nicht aufgearbeiteter Strukturen sichtbar machen

Proletarischer Film

Der proletarische Film der späten Weimarer Republik (1920er/30er) war politisches Werkzeug der Arbeiterbewegung. KPD-nahe Produktionen wie Mutter Krausens Fahrt ins Glück oder Kuhle Wampe zeigten realistisch Armut, Klassenkampf und Solidarität – künstlerisch wie agitatorisch wirksam.