Kategorie: Filmgeschichte

VW im Film

Filme als Spuren in die Vergangenheit und zur Gegenwart des Volkswagen-Konzerns Detlef Endeward (08/2026) Die Geschichte von Volkswagen ist auch eine Geschichte seiner Bilder. Sie beginnt mit den nationalsozialistischen Wochenschauen, die den Bau des Volkswagenwerkes und den KdF-Wagen als Versprechen...

Der VW-Komplex (1989/90)

Hartmut Bitomskys Filmessay „Der VW-Komplex“ folgt der Produktion eines VW Golf durch das Wolfsburger Werk und verbindet diesen Weg mit einer Spurensuche durch die Geschichte des Konzerns und der Stadt. Arbeit und Automatisierung, Menschen und Maschinen, NS-Vergangenheit und bundesrepublikanische Gegenwart verdichten sich zu einem ebenso materiellen wie gesellschaftlichen „Komplex“.

Die Stadt – Das Auto – Der Film

Die Stadt – Das Auto – Der Film

Susanne Fuhrmann untersucht in ihrem Beitrag die filmische Fremd- und Selbstdarstellung von Wolfsburg und Volkswagen. Anhand von PR-Filmen, Dokumentationen und Spielfilmen zeigt sie, wie sich Unternehmensgeschichte, Stadtbild, Arbeitswelt und gesellschaftliche Entwicklung in unterschiedlichen filmischen Deutungen spiegeln – von der nationalsozialistischen Gründung über das „Wirtschaftswunder“ bis zu Rationalisierung, Migration und Ökologie.

Im „Inneren“: Von Mensch zu Mensch

Im „Inneren“: Von Mensch zu Mensch

Im „Inneren“ der Nachkriegsgesellschaft zeigen die Filme Heimkehr, Verletzung und Fremdheit vor allem in persönlichen Beziehungen. Kriegsbeschädigte Männer suchen Halt, Frauen werden zu Helferinnen, während Generationenkonflikte, verdrängte Schuld und gestörte Familienordnungen die Schwierigkeiten des Neubeginns sichtbar machen.

Erstaunte Blicke in eine fremd gewordene Welt

Ausgehend vom Leitmotiv in UND ÜBER UNS DER HIMMEL untersucht Bettina Greffrath die Gegenwartsbilder des frühen deutschen Nachkriegsfilms. Im Zentrum stehen Gefühle von Ohnmacht, Fremdheit und Orientierungslosigkeit sowie die Suche nach neuer Identität, Halt und Zukunft in einer materiell wie mental zerstörten Gesellschaft.

Flucht ohne Zukunft

Flucht ohne Zukunft

Die Flucht aus der „Erdenschwere“ der Nachkriegswirklichkeit misslingt. Selbst zeit- und ortsferne Filme bleiben an Schuld, Ohnmacht und unbewältigte Vergangenheit gebunden. Damit fehlt ihren Phantasien jene Kraft zur Transzendenz, die für einen gesellschaftlichen Neubeginn und alternative Zukunftsentwürfe notwendig wäre.

Im Niemandsland

Im Niemandsland

Der Herr vom andern Stern entwirft eine Satire auf Bürokratie, Militarismus, politische Demagogie und gesellschaftlichen Konformismus. Doch das humanistische Gegenmodell bleibt ort- und folgenlos. Heinrichs Rückkehr ins All verweist auf Resignation: Die Utopie einer freien und friedlichen Gesellschaft wird ins Erdenferne verbannt.

Fluchtpunkt Land

Fluchtpunkt Land

Schuld allein ist der Wein entwirft das Land als Fluchtpunkt aus der bedrückenden Nachkriegswirklichkeit: Tradition, Gemeinschaft und Heimat versprechen Ordnung und Sicherheit. Doch unter der schwankhaften Idylle wirkt die Gegenwart fort. Im Zentrum steht die modellhafte Bagatellisierung von Schuld durch Aufdeckung, Vergebung und Vergessen.

Verkleinerungen: Der bestrafte Blick in den Spiegel

Verkleinerungen: Der bestrafte Blick in den Spiegel

Träum nicht, Annette! verlagert die Nachkriegswirklichkeit in eine Welt der Träume. Wünsche nach Liebe, Anerkennung und sozialer Erhöhung verkehren sich dabei in Erniedrigung und Bestrafung. Im Wechsel von Größenphantasie und Verkleinerung erscheint ein verunsichertes, gekränktes Selbst.

Erdenschwere: Vom Misslingen eskapistischer Phantasien

Erdenschwere: Vom Misslingen eskapistischer Phantasien

Die „Erdenschwere“ der unmittelbaren Nachkriegszeit prägt zunächst auch den Spielfilm. Seit 1948 mehren sich jedoch Versuche, Trümmer, Not und gesellschaftliche Konflikte durch zeitferne Schauplätze und „überzeitliche“ Stoffe hinter sich zu lassen. Eskapismus erweist sich dabei selbst als zeittypische Reaktion auf die belastende Gegenwart.