Verschlagwortet: Alltagskultur

30 Jahre Faust (1990-1997)

30 Jahre Faust (1990-1997)

Zur Filmsammlung 30 Jahre Faust – Im Rahmen des Jubiläums präsentiert das Kulturzentrum Faust Videos aus vergangenen Zeiten. Die Aufnahmen bieten einen Einblick in die Entstehungszeit der Veranstaltungsräume und die Umnutzung des Geländes in...

Freizeit sinnvoll nutzen

Nach verlorenem Weltkrieg galt der Mensch als besonders wichtiges „Kapital“, in das „investiert“ werden müsse, vor allem in Jugendliche. Gesundheit und Lebenstüchtigkeit standen auf dem Spiel, so argumentierten bürgerliche Sozialreformer und -reformerinnen.

,,Wer kann das bezahlen?“

Kommerzialisierte Freizeitangebote hatten ihren Preis, schließlich handelte es sich dabei um Waren oder Dienstleistungen. Für einen Filmbesuch beispielsweise mußten ungefähr 60 Pfennige bis eine Mark bezahlt werden, die Preise für eine Abendvorstellung im Zirkus wiesen eine Spannweite von 30 Pfennige bis 3 RM auf; wer am Eilenriede Motorradrennen teilnehmen wollte, hatte 1 – 1.50 RM bereitzuhalten.

Zeit ist Mangelware

Für das Gros der arbeitenden Bevölkerung war das Zeitbudget in den l920er Jahren recht knapp bemessen. Zwar hatte die Revolution von l9l8/19 als große Errungenschaft den 8-Stunden-Tag gebracht, doch schon ab 192321 wurden wieder längere Arbeitszeiten zugelassen.

Wochenend und schöner Schein

Die ,,folgenreichste Kreation“ des modernen Großstadtlebens ist „das Freizeit-Individuum,
der Wochenend-Mensch“, der Wochenend-Mensch, der die Behaglichkeit in der Entfremdung und den Komfort im Doppelleben entdeckt hat.

Urlaubsreisen – Ausflüge

Regelmäßige Urlaubsreisen, manchmal auch ins Ausland, und die Benutzung von Hotels und Pensionen in deutschen See- und Kurorten blieben den wohlhabenden bürgerlichen Schichten vorbehalten. Die breite Masse der Arbeiterschaft musste sich mit Ausflügen in die Umgebung begnügen.

Volksbildung

Volksbildung

  Im Zuge der Demokratisierungstendenzen im Bildungsbereich nach 1918 wurden in zahlreichen Städten Volkshochschulen gegründet. Auch in Hannover engagierte sich ein Verein für diese Idee. Freie Volkshochschule Hannover-Linden „So kam es am 10. Februar...

Tiere, Exotik, Sensationen

Nach dem Ersten Weltkrieg fehlte es an Geld, die Tiere mussten verkauft werden. Der Zoo wurrde geschlossen und sollte zeitweise sogar für andere Zwecke genutzt werden.
Nach öffentlichen Protesten entstand er ,,wie ein Phönix aus der Asche“ mit veränderter Anlage 1924 neu.