Schlagwörter: Politik

Wenn Krieg zum Geschäftsmodell wird

Der Beitrag nimmt die Analyse von Elke Schwarz zum Rüstungsboom im Silicon Valley zum Ausgangspunkt und verbindet sie mit Varoufakis’ Technofeudalismus, dem politischen Programm von Karp/Zamiska, Thiels Demokratiekritik und Trumps Politik. Die Spuren ergeben ein beunruhigendes Muster: Technologische, ökonomische, staatliche und militärische Macht verstärken sich wechselseitig – ein Warnruf, diese Entwicklung demokratisch zu begrenzen.

Wenn Krankheit und Pflege sich rechnen müssen

Die aktuellen Recherchen zu Reha und Pflege verweisen über einzelne Missstände hinaus auf ein strukturelles Problem: Wo Gesundheitsversorgung privatisiert und zum Anlagefeld für Kapital wird, gerät die Gesundheitslogik unter die Verwertungslogik. Gesellschaftskompetenz heißt, diese Zusammenhänge zu erkennen, Eigentums- und Machtfragen zu stellen – und sich im Konflikt zwischen Versorgung und Profit zu positionieren.

Wirtschaft ist kein Naturgesetz, sondern ein demokratisch gestaltbarer Gesellschaftsbereich

Wirtschaft ist kein Naturgesetz, sondern ein demokratisch gestaltbarer Gesellschaftsbereich

Eine demokratisierte Ökonomie erweitert Demokratie über den politischen Raum hinaus. Ökonomische Kompetenz befähigt Menschen, Wirtschaft nicht nur als gegebenes System zu verstehen, sondern als gesellschaftlich gestaltbaren Bereich, in dem Fragen von Macht, Eigentum, Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit entschieden werden.

Politische Kompetenz

Demokratiekompetenz beschreibt die Fähigkeit, sich innerhalb einer demokratischen Ordnung zu orientieren und zu handeln. Der „politische Mensch“ (O. Negt) fragt hingegen nach den gesellschaftlichen Voraussetzungen, unter denen Demokratie überhaupt möglich ist oder gefährdet wird. Deshalb gehören im Konzept der Gesellschaftskompetenzen die Analyse von Arbeit, Kapital, Eigentum, Staat, Öffentlichkeit, Medien und Macht nicht an den Rand der politischen Kompetenz, sondern in ihr Zentrum. Dadurch unterscheidet sich dieser Ansatz grundlegend von Kompetenzmodellen, die politische Bildung primär als Vermittlung demokratischer Werte, Einstellungen und Partizipationsfähigkeiten verstehen.

Ökonomische Interessen und geostrategische Kriegsziele Deutschlands

Die politische und militärische Elite wollte die politische Vormacht in Europa und die führenden Bankiers und Industriellen sowie die Manager der großen Unternehmen wollten die ökonomische Vormacht in Europa. Lediglich im Detail unterschieden sich die konkreten Interesse verschiedener Wirtschaftszweige. Das Interesse an Annexionen war in der Montanindustrie am größten, aber auch in den anderen Wirtschaftszweigen vorhanden.

Operation Wunderland

Operation Wunderland‘ enthüllt wie die USA sich nach dem Krieg Westdeutschland nach ihren Wünschen gestalteten. Die drei Folgen erzählen von den drei wesentlichen Etappen der Neuorientierung der Köpfe: von der Umerziehung zur Demokratie (Teil 1), von der Einübung in die Marktwirtschaft (Teil 2) und von der Einbindung in den Westen (Teil 3).

Literatur zu Politik und Ökonomie am Ende der Weimarer Republik

Ausgewählte Autoren/innen: Elmar Altvater, Alfred Sohn-Rethel, Karl-Dietrich Bracher, Dirk Stegmann, John Kenneth Galbraith, Kurt Gossweiler, GeorgeW.F. Hallgarten, Joachim Radkau, Eike Henning, Harold Kames, Niels Kadritzke, Jürgen Kuczynski, Reinhard Kühnl, Dieter Petzina, Kart´sten Heinz Schönbach. Bernd Weisbrod u.a.

Revolution wird nicht geduldet

Die in den „Antifas“ formulierten politischen Vorstellungen trafen auf wenig Gegenliebe bei den westalliierten Besatzungsmächten, insbesondere der USA. Die „Antifas“ scheiterten von daher schnell an den Besatzungsmächten. Ähnlich  wie den „Antifas“ erging es den Gewerkschaften und auch den Parteien, deren lokale Gründungen erst ab August/September lizensiert wurden.