Kategorie: Bildung

Nachdenken über Utopien

Der Text versteht Utopie nicht als unrealistische Zukunftsphantasie, sondern als kritische Denkform, die Erinnerung, Erfahrung und Hoffnung verbindet. Bildung erscheint dabei als Raum gesellschaftlicher Selbstaufklärung, in dem Alternativen zur bestehenden Ordnung denkbar und Gesellschaft veränderbar werden. Eingebunden: Vorträge von Oskar Negt und Paul Bartsch sowie ein Radio-Gespräch zwischen Theodor W. Adorno und Ernst Bloch aus dem Jahr 1964.

Medienbildung als Reflexion medialer Weltaneignung

Wagner und endeward verstehen Medienbildung nicht als Technikschulung, sondern als Reflexion medialer Weltaneignung. Im Mittelpunkt stehen Kulturtechniken wie Messen, Visualisieren oder Kommunizieren sowie die Einsicht, dass Wissen und Wirklichkeit stets medial konstruiert und vermittelt sind.

Ökologische Kompetenz

Ökologische Kompetenz ist als verantwortungsvollen Umgang mit Natur, Menschen und sich selbst zu verstehen. Arbeit erscheint dabei als Stoffwechselprozess zwischen Mensch und Natur, der durch kapitalistische Produktionsweisen entfremdet und zerstörerisch geprägt wird. Bildung soll befähigen, diese Zusammenhänge kritisch zu erkennen und demokratisch zu verändern.

Warum wir vom Kapitalismus sprechen müssen

Der Beitrag zeigt, warum der Begriff Kapitalismus notwendig ist, um gesellschaftliche Ungleichheit, Krisen, Konkurrenz und Machtverhältnisse zu verstehen. Er kritisiert eine entpolitisierte Wirtschaftssprache und verdeutlicht, dass politisch-ökonomische Prozesse historisch gewachsene gesellschaftliche Verhältnisse sind.

Zwischen Leinwand und Gesellschaft: Kapitalismus im 20. Jahrhundert

Der Beitrag beschreibt die Bedeutung kapitalismuskritischer Perspektiven für die Lernwerkstatt zu Film und Geschichte. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie historische Bildungsarbeit gesellschaftliche Macht-, Eigentums- und Produktionsverhältnisse sichtbar machen und zur demokratischen Reflexion beitragen kann.

Alles Kompetenzen – oder was?

Der inflationäre Gebrauch des Kompetenzbegriffs verwischt zentrale Ebenen von Bildung: Gesellschaftliche Orientierung, pädagogische Prozesse und berufliche Anforderungen werden ununterscheidbar. Der Beitrag zeigt, warum diese Vermischung zur Entpolitisierung führt – und weshalb klare inhaltliche Bestimmungen unverzichtbar sind.