Kategorie: Wolfgang Staudte

Satire, Komödie und Milieubilder erzeugten argumentative Reichweite

Vergleich der Filme Wir Wunderkinder (1958) und Rosen für den Staatsanwalt (1959) als kritische Auseinandersetzung mit Kontinuitäten von NS-Zeit zur BRD. Analyse von Erzählformen, Figuren und Produktionskontext, die das Fortwirken nicht aufgearbeiteter Strukturen sichtbar machen

Kirmes (1960)

Wolfgang Staudtes „Kirmes“ (1960) verwebt die Ereignisse um einen 1944 in seinem Heimatdorf gescheiterten Wehrmachtsdeserteur mit der westdeutschen Gegenwart von 1959. Das Drama entlarvt kollektives Schweigen und Mitläufertum und stellt unbequeme Fragen an die Nachkriegsgesellschaft.

Herrenpartie (1964)

Ein westdeutscher Männerchor gerät in ein jugoslawisches Frauendorf – Überlebende eines NS-Massakers konfrontieren die Besucher. Staudte inszeniert ein moralisches Experiment über Schuld, Verdrängung und Gruppendruck – ohne Gewaltschau, mit nachhaltiger Wucht.

Die Mörder sind unter uns (1946)

Wolfgang Staudtes Die Mörder sind unter uns (1946) ist der erste deutsche Nachkriegsfilm. In den Trümmern Berlins ringt ein traumatisierter Arzt mit Schuld und Gerechtigkeit. Der Film thematisiert NS-Verbrechen, moralische Verantwortung und den Neuanfang – eindringlich, mutig und historisch wegweisend