Kategorie: DEFA

Kurt Maetzig über seinen Film ‚Rat der Götter‘

Kurt Maetzig blickt auf seinen Film Der Rat der Götter (1950) zurück: auf den Anspruch, die Verflechtung von IG Farben, Nationalsozialismus und Krieg sichtbar zu machen, auf die Arbeit mit historischen Dokumenten und Hanns Eislers Musik. Seine Äußerungen verbinden das Bekenntnis zur politischen Parteilichkeit mit Überlegungen zur filmischen Gestaltung und späterer Selbstkritik. Der Beitrag stellt Maetzigs eigene Aussagen vor und fragt nach dem Verhältnis von historischem Aufklärungsanspruch, politischer Aussage und künstlerischer Form.

Über Parteilichkeit in der Spielfilmregie

Kurt Maetzig begründete 1951 die Parteilichkeit im Spielfilm als notwendige Konsequenz jeder künstlerischen Deutung gesellschaftlicher Wirklichkeit. Sein Wahrheitsanspruch war vom orthodoxen Marxismus-Leninismus der frühen DDR geprägt. Zugleich warnte er vor Schematismus und politischer Belehrung. Der Beitrag untersucht diese Widersprüche und fragt, wodurch sich offen erklärte Parteilichkeit von Propaganda unterscheidet: durch Transparenz der Absichten, Überprüfbarkeit der Aussagen und die Möglichkeit eigenständiger Urteilsbildung.

Professor Mamlock (1961)

Professor Mamlock (1961) ist ein DEFA-Film von Konrad Wolf, basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück von Friedrich Wolf. Er erzählt die Geschichte eines jüdischen Chirurgen, der an die Stabilität der Weimarer Republik glaubt, aber nach Hitlers Machtübernahme seine Arbeit verliert. Sein Schicksal zeigt die Gefahren politischer Passivität.

Der Kahn der fröhlichen Leute (1950)

Kahn der fröhlichen Leute ist ein DEFA-Film aus dem Jahr 1950. Die Geschichte spielt auf einem Lastkahn, der die Elbe entlangfährt, und erzählt vom Leben und den Beziehungen der Menschen an Bord. Im Mittelpunkt steht die Gemeinschaft, die trotz kleinerer Konflikte und Herausforderungen zusammenhält.

Die Defa-Austauschfilme vor dem politischen Hintergrund in Westdeutschland 1949/50

Wenn die Auswertungsbedingungen für neue westdeutsche Spielfilme ab 1949/50 schwieriger wurden, so gilt dies in noch stärkerer Weise für die Defa-Austauschfilme, die die JFU bzw. die von ihr ermächtigten Verleihe in der britischen Zone und dem britischen Sektor von Berlin auswerten konnten.

Bericht vom Ersten Deutschen Film-Autoren-Kongress vom 6. bis 9. Juni 1947 in Berlin

Fragen – Forderungen – Aussichten Vom 6. bis 9. Juni 1947 fand in Berlin auf Einladung der DEFA der Erste Deutsch Filmautoren.Kongress statt. Die Tagung, deren Vorsitz der damalige Chefredakteur der kulturpolitischen Monatsschrift Aufbau, Klaus Gysi führte, wurde mit einer ersten...

Die Kuckucks (1949)

Die Kuckucks (1949) ist ein DEFA-Film von Hans Deppe über fünf Waisenkinder, die sich gegen Behörden und Wohnungsnot behaupten. Sie finden eine verfallene Villa, renovieren sie und kämpfen um ihr neues Zuhause. Der Film verbindet humorvolle Leichtigkeit mit ernsten Nachkriegsthemen und zeigt Optimismus.

Und wieder ’48

Der DEFA-Film „Und wieder 48“ (1948) von Gustav von Wangenheim thematisiert die Revolutionsjahre 1848 und die Nachkriegszeit. Studenten streiten über die Bedeutung der Revolution, während persönliche Konflikte und historische Reflexionen ihre Haltung prägen. Ein Drama über Demokratie und Neuanfang.

Chemie und Liebe (1948)

Der DEFA-Film „Chemie und Liebe“ (1948) von Arthur Maria Rabenalt ist eine antikapitalistische Komödie. Dr. Alland erfindet Butter aus Gras, wird von Konzernen umworben, erkennt jedoch wahre Liebe in seiner Assistentin. Der Film kritisiert Kapitalismus mit satirischem Humor und surrealen Elementen.
„Chemie und Liebe“ ist der erste Science-Fiction-Film der DEFA.

1-2-3 Corona (1948)

Der DEFA-Film „1-2-3 Corona“ (1948) von Hans Müller spielt im zerstörten Berlin. Straßenkinder helfen der verletzten Zirkusartistin Corona und gründen mit ihr einen kleinen Zirkus. Ein Zirkusdirektor entdeckt sie und bietet allen eine Zukunft. Ein optimistischer Trümmerfilm über Hoffnung und Gemeinschaft.

Grube Morgenrot (1948)

Der DEFA-Film „Grube Morgenrot“ (1948) von Erich Freund und Wolfgang Schleif thematisiert den Kampf von Bergarbeitern um den Erhalt ihrer Kohlegrube während der Weltwirtschaftskrise. Trotz Rückschlägen und Opfern zeigt der Film Solidarität und den Wunsch nach einem Neuanfang in der Nachkriegszeit.