Kategorie: Spielfilm

Liebe 47 (1948/1949)

Der Film „Liebe 47“ (1949) von Wolfgang Liebeneiner basiert auf Wolfgang Borcherts Stück Draußen vor der Tür. Kriegsheimkehrer Beckmann und die Witwe Anna begegnen sich in ihrer Verzweiflung. Ihre Gespräche über Verlust und Hoffnung führen zu einem zarten Neuanfang. Ein – nicht für viele Zuschauer – bewegendes Nachkriegsdrama.

Der Rat der Götter – wer macht Geschichte?

Der Lernweg zu Der Rat der Götter (Kurt Maetzig, 1950) erschließt den Film schrittweise als historische Quelle und Deutungsangebot. Ausgangspunkt ist nicht eine vorgegebene Einordnung als DEFA- oder DDR-Film, sondern die Filmrealität selbst. Über Filmanalyse und historische Recherche führt der Weg von der erzählten Geschichte und ihrer Bezugsrealität zur Frage nach den gesellschaftlichen Bedingungen ihrer Entstehung und ihrer unterschiedlichen Wahrnehmung. Im Zentrum stehen wirtschaftliche Macht, IG Farben, Krieg und Aufrüstung sowie individuelles Handeln und Verantwortung. Der Lernweg folgt dem Modell Filmrealität – Bezugsrealität – Bedingungsrealität – Wirkungsrealität und führt am Ende mit verändertem Blick zum Film zurück.

Professor Mamlock (1961)

Professor Mamlock (1961) ist ein DEFA-Film von Konrad Wolf, basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück von Friedrich Wolf. Er erzählt die Geschichte eines jüdischen Chirurgen, der an die Stabilität der Weimarer Republik glaubt, aber nach Hitlers Machtübernahme seine Arbeit verliert. Sein Schicksal zeigt die Gefahren politischer Passivität.

Geständnis unter vier Augen (1954)

Der Kriminalfilm „Geständnis unter vier Augen“ (BRD 1954) in der Regie von Werner Klinger erzählt von Schuld, Liebe und moralischer Entscheidung im Nachkriegsdeutschland. Eine Journalistin entdeckt die dunkle Vergangenheit ihres Geliebten. Stilistisch zurückhaltend, thematisiert der Film Verdrängung und persönliche Verantwortung.

Der Kahn der fröhlichen Leute (1950)

Kahn der fröhlichen Leute ist ein DEFA-Film aus dem Jahr 1950. Die Geschichte spielt auf einem Lastkahn, der die Elbe entlangfährt, und erzählt vom Leben und den Beziehungen der Menschen an Bord. Im Mittelpunkt steht die Gemeinschaft, die trotz kleinerer Konflikte und Herausforderungen zusammenhält.

Haie und kleine Fische (1957)

Der Kriegsfilm „Haie und kleine Fische“ (1957) von Frank Wisbar basiert auf Wolfgang Otts Roman. Er zeigt das Leben junger Seekadetten im Zweiten Weltkrieg, ihre Kämpfe, Verluste und moralischen Konflikte. Der Film thematisiert die Härte des Krieges und die Machtverhältnisse zwischen „Haien“ und „kleinen Fischen“.

Nacht fiel über Gotenhafen (1960)

Deutschland, kurz vor Kriegsende. Die Berlinerin Maria flüchtet vor den Bombenangriffen der Alliierten zu einer Freundin nach Ostpreussen. Als die Ostfront zusammenbricht, muss sie panikartig ihre Bleibe verlassen und vor der Roten Armee fliehen. Im letzten Moment kann sie sich auf das Schiff „Wilhelm Gustloff“ retten. Maria glaubt sich in Sicherheit, doch das völlig überladene Transportschiff mit 6.000 Flüchtlingen wird von einem sowjetischen U-Boot torpediert und sinkt. Nur etwa 900 Menschen können sich retten…

Die Kuckucks (1949)

Die Kuckucks (1949) ist ein DEFA-Film von Hans Deppe über fünf Waisenkinder, die sich gegen Behörden und Wohnungsnot behaupten. Sie finden eine verfallene Villa, renovieren sie und kämpfen um ihr neues Zuhause. Der Film verbindet humorvolle Leichtigkeit mit ernsten Nachkriegsthemen und zeigt Optimismus.

Mädchen hinter Gittern (1949)

Unter dem Verdacht des versuchten Raubmords wird ein Mädchen in eine Fürsorgeanstalt eingeliefert, wo es an den Rand des Selbstmords gerät. Schließlich kommt seine Unschuld an den Tag. Psychologisch-pädagogische Krimistudie mit dem Schwerpunkt auf Milieuschilderung und Charakterzeichnung. (Filmdienst)