Kategorie: Filmproduktion

Deutsche Filmproduktionsfirmen und -ateliers im 20. Jahrhundert

Britische Filmpolitik und westdeutscher Nachkriegsfilm am Beispiel der JFU

Welche Filme konnten in der britischen Besatzungszone entstehen – und welchen Einfluss nahmen die britischen Kontrollbehörden auf die Auswahl der Stoffe? Peter Stettner rekonstruiert am Beispiel der Jungen Film-Union (JFU), wie Rohfilmmangel, Vorzensur und Reeducation-Vorstellungen die ersten Filmprojekte beeinflussten. Dabei werden auch die Entstehungsbedingungen von Menschen in Gottes Hand, Wege im Zwielicht und Die Söhne des Herrn Gaspary sichtbar.

Der VW-Komplex (1989/90)

Hartmut Bitomskys Filmessay „Der VW-Komplex“ folgt der Produktion eines VW Golf durch das Wolfsburger Werk und verbindet diesen Weg mit einer Spurensuche durch die Geschichte des Konzerns und der Stadt. Arbeit und Automatisierung, Menschen und Maschinen, NS-Vergangenheit und bundesrepublikanische Gegenwart verdichten sich zu einem ebenso materiellen wie gesellschaftlichen „Komplex“.

Du sollst dich nie vor einem lebenden Menschen bücken! – Willi Bleicher (1978)

Der Dokumentarfilm porträtiert den Gewerkschafter Willi Bleicher (1907–1981) als antifaschistischen Widerstandskämpfer und prägenden Vertreter der Arbeiterbewegung. In persönlichen Erinnerungen und Redenausschnitten verbindet er seine Lebensgeschichte mit zentralen Erfahrungen deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Zwischen Wirtschaftswunderkino und verdrängter Moderne

Das Filmschaffen in der BRD der 50er und frühen 60er Jahre wird bis heute gemeinhin als eher unbedeutend und künstlerisch wenig anspruchsvoll bewertet. Dieser verengte Blick auf die dominierenden Genres des bundesdeutschen Kinos verstellt aber den Zugang zu seiner tatsächlichen Vielfalt. Er verdeckt nicht nur die breite Palette an Formen und Erzählweisen, sondern auch die kulturelle Bedeutung dieser Filme als Ausdruck einer Gesellschaft,

Frauen in den TV-Krimis der 90er Jahre – Bella Block und andere

Der Beitrag analysiert die Darstellung von Frauen in TV-Krimis der 1990er-Jahre und zeigt, wie weibliche Ermittlerinnen zwischen Emanzipation und Klischees inszeniert wurden. Er lädt zur kritischen Reflexion über Geschlechterrollen, Medienbilder und gesellschaftliche Machtverhältnisse ein.

Alexandra Schatz Filmproduktion

Alexandra Schatz ist seit 1986 als Regisseurin und Produzentin tätig, spezialisiert auf künstlerische Animationsfilme für Kinder. Ihre vielfach ausgezeichneten Werke, u. a. für „Luzie taucht unter“, entstehen oft in Handarbeit und spiegeln ihre kreative Handschrift wider.

„Oscar“-Gewinner aus Hildesheim

Die Website porträtiert die Zwillingsbrüder Christoph und Wolfgang Lauenstein aus Hildesheim, die mit ihrem Kurzfilm Balance (1990) einen Oscar gewannen. Sie zeigt ihren Werdegang vom Kellerstudio bis zur internationalen Anerkennung und beleuchtet die Entstehung ihres preisgekrönten Animationsfilms.

anigraf – Filmproduktion Gockell & Winter GbR

Die Website dokumentiert die Arbeit des Animationsfilmstudios von Gerd Gockell und Kirsten Winter. Seit 1990 entstanden dort künstlerische Trickfilme, Festivaltrailer und Printmedien – geprägt von experimentellen Techniken und individueller Handschrift.

Professor Mamlock (1961)

Professor Mamlock (1961) ist ein DEFA-Film von Konrad Wolf, basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück von Friedrich Wolf. Er erzählt die Geschichte eines jüdischen Chirurgen, der an die Stabilität der Weimarer Republik glaubt, aber nach Hitlers Machtübernahme seine Arbeit verliert. Sein Schicksal zeigt die Gefahren politischer Passivität.

Filme über die EXPO 2000 in Hannover

Im Februar 2025 hat das Filminstitut Hannover an der Fakultät III 25 Jahre nach der Expo 2000 den Filmbestand über die Weltausstellung in Hannover übernommen.

Das Archiv umfasst etwa 100 Regalmeter Betacam SP und Digital und wurde vom Exposeeum Hannover übernommen. Wir dokumentieren in der nächsten Zeit ausgewählte Filmdokumente aus dem Archiv

Geständnis unter vier Augen (1954)

Der Kriminalfilm „Geständnis unter vier Augen“ (BRD 1954) in der Regie von Werner Klinger erzählt von Schuld, Liebe und moralischer Entscheidung im Nachkriegsdeutschland. Eine Journalistin entdeckt die dunkle Vergangenheit ihres Geliebten. Stilistisch zurückhaltend, thematisiert der Film Verdrängung und persönliche Verantwortung.