Kategorie: Faschismus

Geschichte der faschistischen Bewegung in der Weimarer Republik und die faschistische Diktatur bis 1945

Zur Frage der Finanzierung der NSDAP durch die Großindustrie

Die Analyse kritisiert die verengte „Lehrmeinung“, die Großindustrie habe den NS-Aufstieg kaum finanziert. Schlechte Quellenlage, verdeckte Geldflüsse und strukturelle Interessenlagen sprechen für ein komplexeres Verhältnis: punktuelle, indirekte und strategische Unterstützung bleibt plausibel.

Strukturtheoretisch-empirisches Modell der faschistischen Krisenlösung

Strukturtheoretisch-empirisches Modell der faschistischen Krisenlösung

Der Beitrag stellt ein Analysemodell zum Faschismus als spezifische Form kapitalistischer Krisenbewältigung vor: Er entsteht aus der Verschränkung struktureller Instabilität und akteursgebundener Machtentscheidungen. Faschistische Herrschaft erscheint so als autoritäre Reorganisation gesellschaftlicher Kräfteverhältnisse.

„Mitläufer“ im Faschismus

Der Text beschreibt Mitläufertum als strukturelles Element faschistischer Herrschaft. Er zeigt, wie Anpassung, Alltagslogik und soziale Motive autoritäre Systeme stabilisieren und verbindet psychologische, kulturelle und institutionelle Perspektiven.

Ökonomie, Hegemonie und Zustimmung im Nationalsozialismus

Der Text analysiert den Nationalsozialismus aus materialistischer Perspektive als Einheit von Ökonomie, politischer Gewalt und kultureller Hegemonie. Besonderes Augenmerk gilt dem Film als Massenmedium, das durch Ästhetik und Unterhaltung Zustimmung erzeugte, soziale Widersprüche verdeckte und Herrschaft normalisierte.

Warum sprechen wir von Faschismus und nicht von Nationalsozialismus?

Weil wir den Faschismus als eine Form der Macht- und Herrschaftsausübung im Kapitalismus begreifen. Daraus folgt, dass es notwendig ist, nicht nur die zwölf Jahre der faschistischen Herrschaft zu betrachten, sondern auch deren gesellschaftliche und politische Voraussetzungen sowie die Kontinuitäten danach.

Nicht zuletzt vermeiden wir bewusst die Übernahme der ideologischen Selbstbezeichnung der Faschisten. Dieser Aspekt ist auch in der aktuellen Diskussion relevant, in der nicht wenige politische Akteure versuchen, eine Nähe oder gar Gleichsetzung von Faschismus und Sozialismus zu suggerieren.

Professor Mamlock (1961)

Professor Mamlock (1961) ist ein DEFA-Film von Konrad Wolf, basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück von Friedrich Wolf. Er erzählt die Geschichte eines jüdischen Chirurgen, der an die Stabilität der Weimarer Republik glaubt, aber nach Hitlers Machtübernahme seine Arbeit verliert. Sein Schicksal zeigt die Gefahren politischer Passivität.

Kontinuität in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 wurde lange Zeit als demokratischer Neuanfang gefeiert – als Abkehr vom Faschismus und Beginn einer freiheitlichen Ordnung. Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass die junge Republik in vielerlei Hinsicht auf alten Fundamenten errichtet wurde.

Unsichtbare Finanzströme, sichtbare Effekte

Der Beitrag betont, dass die Finanzierung des NS‑Aufstiegs nicht allein über nachweisbare Spenden zu verstehen ist. Entscheidender waren verdeckte Finanzströme, bereitgestellte Infrastruktur und situative Allianzen wirtschaftlicher Eliten. Drei Fallstudien zeigen, wie materielle Ressourcen, Netzwerke und strategische Unterstützung die Organisationsmacht der NSDAP wesentlich stärkten.