Kategorie: Gesellschaftskompetenzen

Wirtschaft ist kein Naturgesetz, sondern ein demokratisch gestaltbarer Gesellschaftsbereich

Wirtschaft ist kein Naturgesetz, sondern ein demokratisch gestaltbarer Gesellschaftsbereich

Eine demokratisierte Ökonomie erweitert Demokratie über den politischen Raum hinaus. Ökonomische Kompetenz befähigt Menschen, Wirtschaft nicht nur als gegebenes System zu verstehen, sondern als gesellschaftlich gestaltbaren Bereich, in dem Fragen von Macht, Eigentum, Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit entschieden werden.

Die Bedeutung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für das Konzept der Gesellschaftskompetenzen

Die Bedeutung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für das Konzept der Gesellschaftskompetenzen

Gemeinsamkeiten und Unterschiede Das Konzept der Gesellschaftskompetenzen weist zahlreiche Berührungspunkte mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auf. Beide Ansätze gehen davon aus, dass Bildung Menschen dazu befähigen soll, gesellschaftliche Herausforderungen nicht nur zu verstehen, sondern auch verantwortungsvoll und demokratisch...

Politische Kompetenz

Demokratiekompetenz beschreibt die Fähigkeit, sich innerhalb einer demokratischen Ordnung zu orientieren und zu handeln. Der „politische Mensch“ (O. Negt) fragt hingegen nach den gesellschaftlichen Voraussetzungen, unter denen Demokratie überhaupt möglich ist oder gefährdet wird. Deshalb gehören im Konzept der Gesellschaftskompetenzen die Analyse von Arbeit, Kapital, Eigentum, Staat, Öffentlichkeit, Medien und Macht nicht an den Rand der politischen Kompetenz, sondern in ihr Zentrum. Dadurch unterscheidet sich dieser Ansatz grundlegend von Kompetenzmodellen, die politische Bildung primär als Vermittlung demokratischer Werte, Einstellungen und Partizipationsfähigkeiten verstehen.

Vom Kerncurriculum zur Kompetenzdimension im Konzept der Gesellschaftskompetenzen

Vom Kerncurriculum zur Kompetenzdimension im Konzept der Gesellschaftskompetenzen

Der Beitrag zeigt die enge Anschlussfähigkeit des Kerncurriculums Werte und Normen an das Konzept der Gesellschaftskompetenzen. Philosophische Kompetenz wird dabei als reflexive Grundlage verstanden, die Werturteilsbildung, ethische Orientierung und gesellschaftliche Handlungsfähigkeit miteinander verbindet.

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – Zu teuer für die Wirtschaft?“

Die „Mutigen 56“ kämpften dafür, dass Krankheit nicht zur Armutsfalle wird. Wer heute den Sozialstaat unter den Vorbehalt stellt, man könne ihn sich nicht mehr leisten, sollte sich erinnern: Auch die Rechte von gestern galten einst als unbezahlbar. Gerade deshalb brauchte es Menschen, die den Mut hatten, ihnen eine andere Zukunft abzuringen.

„Samstags gehört Vati mir“ – und heute?

Das „Wirtschaftswunder“ war nicht nur eine Geschichte steigenden Wohlstands, sondern auch eine Geschichte harter Arbeit, langer Arbeitszeiten und gesellschaftlicher Konflikte. Der freie Samstag und die 40-Stunden-Woche fielen nicht vom Himmel. Sie wurden von Gewerkschaften gegen massive Widerstände erkämpft. Eine historisch-materialistische Perspektive zeigt: Hinter der Frage der Arbeitszeit verbirgt sich immer auch die Frage, wem die gesellschaftlich erzeugte Zeit gehört – dem Kapital oder den Menschen

Nachdenken über Utopien

Der Text versteht Utopie nicht als unrealistische Zukunftsphantasie, sondern als kritische Denkform, die Erinnerung, Erfahrung und Hoffnung verbindet. Bildung erscheint dabei als Raum gesellschaftlicher Selbstaufklärung, in dem Alternativen zur bestehenden Ordnung denkbar und Gesellschaft veränderbar werden. Eingebunden: Vorträge von Oskar Negt und Paul Bartsch sowie ein Radio-Gespräch zwischen Theodor W. Adorno und Ernst Bloch aus dem Jahr 1964.

Medienbildung als Reflexion medialer Weltaneignung

Wagner und endeward verstehen Medienbildung nicht als Technikschulung, sondern als Reflexion medialer Weltaneignung. Im Mittelpunkt stehen Kulturtechniken wie Messen, Visualisieren oder Kommunizieren sowie die Einsicht, dass Wissen und Wirklichkeit stets medial konstruiert und vermittelt sind.

Zur Kritik des Future-Skills-Diskurses

Zur Kritik des Future-Skills-Diskurses

Gesellschaftskompetenzen als gegenhegemonialer Bildungsbegriff Die Diskussion um sogenannte „Future Skills“ gehört inzwischen zu den zentralen Leitdiskursen gegenwärtiger Bildungsdebatten. Im Mittelpunkt stehen dabei Fähigkeiten, die Menschen dazu befähigen sollen, sich in einer digitalisierten, globalisierten und beschleunigten Gesellschaft zurechtzufinden. Häufig genannt werden...

Ökologische Kompetenz

Ökologische Kompetenz ist als verantwortungsvollen Umgang mit Natur, Menschen und sich selbst zu verstehen. Arbeit erscheint dabei als Stoffwechselprozess zwischen Mensch und Natur, der durch kapitalistische Produktionsweisen entfremdet und zerstörerisch geprägt wird. Bildung soll befähigen, diese Zusammenhänge kritisch zu erkennen und demokratisch zu verändern.