Kategorie: Gesellschaftskompetenzen

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – Zu teuer für die Wirtschaft?“

Die „Mutigen 56“ kämpften dafür, dass Krankheit nicht zur Armutsfalle wird. Wer heute den Sozialstaat unter den Vorbehalt stellt, man könne ihn sich nicht mehr leisten, sollte sich erinnern: Auch die Rechte von gestern galten einst als unbezahlbar. Gerade deshalb brauchte es Menschen, die den Mut hatten, ihnen eine andere Zukunft abzuringen.

„Samstags gehört Vati mir“ – und heute?

Das „Wirtschaftswunder“ war nicht nur eine Geschichte steigenden Wohlstands, sondern auch eine Geschichte harter Arbeit, langer Arbeitszeiten und gesellschaftlicher Konflikte. Der freie Samstag und die 40-Stunden-Woche fielen nicht vom Himmel. Sie wurden von Gewerkschaften gegen massive Widerstände erkämpft. Eine historisch-materialistische Perspektive zeigt: Hinter der Frage der Arbeitszeit verbirgt sich immer auch die Frage, wem die gesellschaftlich erzeugte Zeit gehört – dem Kapital oder den Menschen

Nachdenken über Utopien

Der Text versteht Utopie nicht als unrealistische Zukunftsphantasie, sondern als kritische Denkform, die Erinnerung, Erfahrung und Hoffnung verbindet. Bildung erscheint dabei als Raum gesellschaftlicher Selbstaufklärung, in dem Alternativen zur bestehenden Ordnung denkbar und Gesellschaft veränderbar werden. Eingebunden: Vorträge von Oskar Negt und Paul Bartsch sowie ein Radio-Gespräch zwischen Theodor W. Adorno und Ernst Bloch aus dem Jahr 1964.

Medienbildung als Reflexion medialer Weltaneignung

Wagner und endeward verstehen Medienbildung nicht als Technikschulung, sondern als Reflexion medialer Weltaneignung. Im Mittelpunkt stehen Kulturtechniken wie Messen, Visualisieren oder Kommunizieren sowie die Einsicht, dass Wissen und Wirklichkeit stets medial konstruiert und vermittelt sind.

Ökologische Kompetenz

Ökologische Kompetenz ist als verantwortungsvollen Umgang mit Natur, Menschen und sich selbst zu verstehen. Arbeit erscheint dabei als Stoffwechselprozess zwischen Mensch und Natur, der durch kapitalistische Produktionsweisen entfremdet und zerstörerisch geprägt wird. Bildung soll befähigen, diese Zusammenhänge kritisch zu erkennen und demokratisch zu verändern.

Warum wir vom Kapitalismus sprechen müssen

Der Beitrag zeigt, warum der Begriff Kapitalismus notwendig ist, um gesellschaftliche Ungleichheit, Krisen, Konkurrenz und Machtverhältnisse zu verstehen. Er kritisiert eine entpolitisierte Wirtschaftssprache und verdeutlicht, dass politisch-ökonomische Prozesse historisch gewachsene gesellschaftliche Verhältnisse sind.

Alles Kompetenzen – oder was?

Der inflationäre Gebrauch des Kompetenzbegriffs verwischt zentrale Ebenen von Bildung: Gesellschaftliche Orientierung, pädagogische Prozesse und berufliche Anforderungen werden ununterscheidbar. Der Beitrag zeigt, warum diese Vermischung zur Entpolitisierung führt – und weshalb klare inhaltliche Bestimmungen unverzichtbar sind.