Kategorie: Gesellschaftskompetenzen
VW geht vorweg – Was geschieht gegenwärtig mit unserer Gesellschaft? Detlef Endeward (25.10.2026) Viele Entwicklungen – eine gesellschaftliche Richtung? Volkswagen ist nicht irgendein Unternehmen. Der Konzern gehört zu den Schlüsselunternehmen der deutschen Automobilindustrie – einer Branche, die für die wirtschaftliche...
Nach Karl Marx ist Kapital kein bloßes Geldvermögen oder Produktionsmittel, sondern ein gesellschaftliches Verhältnis, in dem Wert zur Vermehrung von Wert eingesetzt wird. Kapital ist sich verwertender Wert und vollzieht sich als Prozess G – W – G′ (Geld – Ware – mehr Geld). Grundlage der Kapitalverwertung ist die Aneignung des Mehrwerts, den Lohnabhängige durch ihre Arbeit über den Wert ihrer Arbeitskraft hinaus schaffen. Kapital bezeichnet damit zugleich ein gesellschaftliches Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnis.
Wie werden politische Entscheidungen zu scheinbaren Sachzwängen? Am Beispiel der Sozialstaatsdebatte untersucht dieser Arbeitsbereich das Zusammenspiel von Politik, Thinktanks und Medien. Konkrete Analysen zeigen, wie Deutungsrahmen Zustimmung organisieren, Interessen verdecken und Alternativen ausgrenzen – und wo Alltagserfahrungen und Gegenpositionen diese kulturelle Hegemonie aufbrechen.
Die Rentenfrage betrifft alle Generationen. Doch die öffentliche Debatte verengt sie häufig auf Demografie, Kosten und private Vorsorge. Diese Rubrik untersucht die wirtschaftlichen Ursachen unsicherer Alterssicherung, prüft politische und mediale Erzählungen und erschließt Informationsangebote sowie Gegenpositionen – als Material für eine kritische Auseinandersetzung mit der Zukunft des Sozialstaats.
Wie kann Bildung Identität stärken, ohne Menschen lediglich an gesellschaftliche Zumutungen anzupassen? Der Beitrag verbindet Negts Identitätskompetenz mit Resilienz, Resonanzpädagogik und Zukunftsgestaltung. Im Mittelpunkt stehen Eigensinn, soziale Beziehungen und solidarische Handlungsfähigkeit.
Soziale Kompetenz ist mehr als angepasstes Verhalten. Identität entsteht in gesellschaftlichen Beziehungen und wird durch Fragmentierung, Konkurrenz und Ausgrenzung gefährdet. Eigensinn, Anerkennung und Solidarität eröffnen Wege zu individueller Selbstbestimmung und gemeinsamer gesellschaftlicher Handlungsfähigkeit.
Kulturelle Bildung ist mehr als die Begegnung mit Kunst oder die Förderung kreativer Fähigkeiten. Sie bezeichnet einen offenen Prozess, in dem Menschen ihre Wahrnehmungen und Erfahrungen kulturell verarbeiten, gesellschaftliche Deutungsmuster kritisch hinterfragen und eigene Ausdrucks- und Handlungsmöglichkeiten entwickeln. So entsteht kulturelle Kompetenz im Zusammenhang gesellschaftlicher Bildung und Praxis.
Annotation: Kulturelle Kompetenz bezeichnet die Fähigkeit, gesellschaftlich hervorgebrachte Formen der Wahrnehmung, Erfahrungsverarbeitung und Bedeutungsproduktion zu verstehen und kritisch zu reflektieren. Sie erschließt Kultur als Grundlage individueller und kollektiver Orientierung, als Feld gesellschaftlicher Hegemonie und als Möglichkeit, Wirklichkeit anders zu denken und zu gestalten.
Die neue Sparoffensive bei Volkswagen reicht weit über die deutschen Werke hinaus. Weltweit sollen Lohnsteigerungen begrenzt, soziale Leistungen eingeschränkt und Personalkosten gesenkt werden. Der Beitrag untersucht die Folgen für Beschäftigte und ihre Rechte sowie die ungleiche Verteilung wirtschaftlicher Macht: Wer entscheidet über Investitionen, Standorte und Renditeziele – und wer trägt die sozialen Kosten?
Die hier versammelten – teilweise mehr als zwanzig Jahre alten – Texte dokumentieren die Entwicklung eines Medienkompetenzverständnisses, das auf langjähriger theoretischer und praktischer Arbeit im Kontext medienpädagogischer Beratungs- und Unterstützungssysteme beruht und heute als eigenständige Dimension des umfassenderen Konzepts der Gesellschaftskompetenzen weitergeführt wird.
Historytainment macht Vergangenheit anschaulich und unterhaltsam. Doch wie prägen Personalisierung, Emotionalisierung und inszenierte Authentizität unsere Geschichtsbilder? Das Themenfeld untersucht Entwicklung und Darstellungsweisen des Formats anhand konkreter Fernsehbeiträge und Serien – und fragt nach Möglichkeiten und Grenzen historischen Lernens.
Mit zehn Euro monatlich macht der Staat Kinder zu kleinen Kapitalanlegern. Eltern und Großeltern sollen kräftig dazuzahlen, die Börse für die Altersvorsorge sorgen. Wer kein Geld hat, lernt früh, was Chancengleichheit am Kapitalmarkt bedeutet. Eine politische Glosse über wundersame Renditeversprechen, finanzielle Früherziehung und die schleichende Privatisierung sozialer Verantwortung.