Kategorie: Medienkompetenz

Von der Medienkompetenz als Leitbegriff der Medienbildung zur Dimension der Gesellschaftskompetenz

Die hier versammelten – teilweise mehr als zwanzig Jahre alten – Texte dokumentieren die Entwicklung eines Medienkompetenzverständnisses, das auf langjähriger theoretischer und praktischer Arbeit im Kontext medienpädagogischer Beratungs- und Unterstützungssysteme beruht und heute als eigenständige Dimension des umfassenderen Konzepts der Gesellschaftskompetenzen weitergeführt wird.

Dokumente der Vergangenheit – Bausteine einer neuen Erzählung

Der Rat der Götter integriert historisches Film- und Wochenschaumaterial in die Spielfilmhandlung. Doch dokumentarische Bilder sprechen nicht für sich. Auswahl, Reihenfolge, Montage, Bewegungsrichtung, Sprache, Geräusche und Musik stellen neue Zusammenhänge her. Der Lernweg untersucht exemplarisch, wie aus historischen Aufnahmen eine filmische Argumentation entsteht und fragt, ob die Dokumentarsequenzen innerhalb des Spielfilms eine eigene Geschichte von Aufrüstung, Krieg, Vernichtung, Niederlage und Nachkriegsordnung erzählen.

Im Westen wieder nichts Neues? Edward Bergers Neuverfilmung von 2022

Beobachtungen zu Film und Rezeption und offene Fragen für einen noch ausstehenden Vergleich mit Lewis Milestones Film von 1930 Detlef Endeward (09/2026) Eine erste Annäherung – noch keine Filmanalyse Was erzählt ein Film 1930 über den Krieg – und was...

Wenn alle das Gleiche denken, wird nicht viel nachgedacht

Der Beitrag untersucht am Beispiel des Ukrainekrieges, wie Moralisierung, Expertenauswahl und journalistische Routinen den Raum legitimer politischer Kontroversen strukturieren und verengen können. Empirische Studien zur Medienberichterstattung und zur Auswahl von Talkshowgästen werden mit Hallins Modell der „Sphären“ öffentlicher Kommunikation verbunden. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der diskursive Status von Positionen verändert – und was geschieht, wenn zur Moralisierung die Doppelmoral tritt.

Zwei Wege durch die Rentenberichterstattung der tagesschau

Auch ‚Links‘ erzählen Geschichten Beitrag von Detlef Endeward (27.09.2026) Die folgende Übersicht macht die von Ihnen recherchierten Verknüpfungen lesbar. Ebene 1 bezeichnet Beiträge, die Sie vom jeweiligen Ausgangsbeitrag aus erfasst haben; Ebene 2 die von dort aus erreichten Beiträge. Wo...

Die Krise erzählen

Die Krise erzählen

Wie Medien aus einem Interessen- und Verteilungskonflikt ein Sachproblem machen Beitrag von Detlef Endeward (09/2026) Volkswagen steckt in der Krise. Die Kosten sind zu hoch. Die deutschen Werke sind nicht wettbewerbsfähig. Es gibt Überkapazitäten. In China wächst die Konkurrenz. Die...

6. September 2026: In Sachsen-Anhalt wurde gewählt

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist Anlass für eine fortlaufende Analyse, die über Wahlergebnisse und Parteien hinausfragt. Im Mittelpunkt stehen gesellschaftliche Erfahrungen, politische und mediale Deutungen sowie die Frage, ob sich in den Wahlergebnissen Risse einer bisherigen kulturellen Hegemonie zeigen – und welche neuen Erzählungen an ihre Stelle treten könnten.

Die Wahl ist vorbei – die Erklärungen waren schon vorher da

Noch bevor das Wahlergebnis vollständig verarbeitet ist, stehen die Erklärungen bereit. Politiker, Tagesschau und alternative Medien ordnen die Wahl jeweils in ihre eigenen Deutungsmuster ein. Der Kommentar fragt deshalb nicht zuerst, warum Menschen AfD gewählt haben, sondern nach dem Zusammenhang von gesellschaftlicher Erfahrung, politischer Deutung und Wahlentscheidung – und macht dabei auch das eigene Paradigma zum Gegenstand der Kritik.

Wenn die alte Erzählung nicht mehr trägt

Die Wahl in Sachsen-Anhalt wird als Moment einer Entwicklung betrachtet, die weit über das Land hinausweist. Wenn die bisher hegemoniale Erzählung von Wachstum, Wettbewerb, Eigenverantwortung und politischen Sachzwängen immer weniger mit gesellschaftlichen Erfahrungen übereinstimmt, entstehen Risse. Mit Negt und Freire fragt der Beitrag, warum davon gegenwärtig eher autoritäre Versprechen von Sicherheit und Ordnung profitieren als emanzipatorische Zukunftsentwürfe.

Wahlabend in Sachsen-Anhalt

Noch ist der Wahlabend nicht vorbei, das endgültige Ergebnis steht nicht fest. Trotzdem werden bereits Ursachen benannt, Wähler erklärt und politische Konsequenzen verkündet. Dieser Beitrag verweigert sich der vorschnellen Gewissheit. Er hält inne, formuliert Fragen und erste Hypothesen. Die eigentliche Analyse folgt, wenn es etwas zu analysieren gibt.

Die VW-Krise in aktuellen TV-Dokumentationen

Innerhalb weniger Wochen widmeten sich ARD und NDR 2024 in zwei längeren Dokumentationen der Krise bei Volkswagen. Sie erweitern die Nachrichtenberichterstattung um Menschen, Orte und soziale Erfahrungen. Doch verändert sich damit auch die Erklärung der Krise? Die Filme werden zu Zeitzeugnissen dafür, wie öffentlich-rechtliches Fernsehen die VW-Krise wahrnimmt, deutet und erzählbar macht.

Die 50.000 – eine Zahl mit politischer Wirkung

50.000 Stellen weniger – aber möglichst sozialverträglich. Was beruhigend klingt, hat „kleine“ Nebenwirkungen: Frühverrentung entlastet Unternehmen, während zugleich vor steigenden Rentenlasten gewarnt wird. Nichtbesetzung verhindert Kündigungen, verschließt aber Jüngeren den Zugang zu guter Industriearbeit. Und über bedrohten Werken bleibt das Damoklesschwert betriebsbedingter Kündigungen hängen.