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Von der sozialen Lage zur Klassenformation

Von der sozialen Lage zur Klassenformation

Vorläufige Textskizze (05/20262) Im marxistischen Sinn ist das Proletariat zunächst eine „Klasse an sich“: eine durch gleiche Lebenslage (Lohnarbeit, Eigentumslosigkeit, Abhängigkeit vom Arbeitsmarkt) definierte Struktur. Erst im Verlauf der Industrialisierung, insbesondere in den Zentren von Bergbau, Stahlindustrie und Maschinenbau, wird...

Der Staat als Klassenstaat

Der Staat als Klassenstaat

Textskizze (05/2026) Verfassung und Staat Das Kaiserreich war formal ein Bundesstaat, tatsächlich aber ein von Preußen dominierter Obrigkeitsstaat. Der Reichstag wurde zwar gewählt, besaß aber nur begrenzte Kompetenzen. Die eigentliche Macht lag bei Kaiser, Reichskanzler und Militär. Im Staat wurden...

Globalisierung und die Einbindung des Kaiserreichs in die Weltwirtschaft

Globalisierung und die Einbindung des Kaiserreichs in die Weltwirtschaft

Textskizze (05/2026) Die industrielle Expansion Deutschlands vollzog sich nicht im nationalen Vakuum, sondern war eng mit den Prozessen der ökonomischen Globalisierung verknüpft. Zwischen 1870 und 1914 intensivierten sich weltweit Handels-, Kapital- und Migrationsströme – eine Entwicklung, die Jürgen Osterhammel als...

Kontinuität im Agrarsektor

Kontinuität im Agrarsektor

Junkertum und politische Macht (Textskizze 05/2026) Trotz des industriellen Aufstiegs blieb die Landwirtschaft im Kaiserreich ökonomisch und politisch bedeutsam, vor allem in den ostelbischen Regionen. Der ostelbische Großgrundbesitz, dominiert vom preußischen Junkertum, konnte seine Macht durch gezielte politische Maßnahmen sichern....

Die zweite industrielle Revolution und die Durchsetzung des Industriekapitalismus

Die industrielle Entwicklung im Deutschen Kaiserreich zwischen 1870 und 1914 stellt keinen linearen Modernisierungsprozess dar, sondern eine hochverdichtete Phase kapitalistischer Transformation, in der wirtschaftliches Wachstum, staatliche Strukturpolitik und soziale Umbrüche eng miteinander verschränkt waren. In der Forschung wird diese Phase häufig als „Hochindustrialisierung“ bezeichnet und als Schlüsselperiode für die Herausbildung des modernen Industriekapitalismus in Deutschland analysiert

Das Problem der Anschlussfähigkeit an vorhandene Bildungsstrukturen

Das Problem der Anschlussfähigkeit an vorhandene Bildungsstrukturen

Eine strukturtheoretische Einordnung Detlef Endeward (04/2026) Das Konzept der Gesellschaftskompetenzen zielt – in Anschluss an kritisch-emanzipatorische Bildungstraditionen – auf die Fähigkeit, gesellschaftliche Verhältnisse zu analysieren, zu reflektieren und potenziell zu verändern. Es geht damit über klassische Kompetenzmodelle hinaus, die primär...

Literatur zu Film und Erinnerungskultur

Literatur zu Film und Erinnerungskultur

Assmann, Aleida (2006): Der lange Schatten der Vergangenheit. Erinnerungskultur und Geschichtspolitik. München: C.H. Beck. Erll, Astrid; Wodianka, Stephanie (Hg.) (2008): Film und kulturelle Erinnerung. Plurimediale Konstellationen. Berlin/New York: de Gruyter. Ebbrecht-Hartmann, Tobias (2021): „Dokumentarischer Film und Erinnerung“. In: Geimer, Alexander;...

Rudolf Hilferding: Das Finanzkapital (1910)

Hilferding beschreibt, wie das Finanzkapital den liberalen Glauben an Frieden und Freihandel zerstört. Konkurrenz wird zum politischen Machtkampf, der Nationalgedanke zur Ideologie der Überlegenheit. So entsteht aus ökonomischem Expansionszwang ein imperialistisches Herrschaftssystem, das Krieg strukturell hervorbringt.

Bau des neuen Rathauses

Bau des neuen Rathauses

12 Jahre Bauzeit – 10 Millionen Mark an Kosten Zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert entstand am Marktplatz die Baugruppe des Altstädter Rathauses, die über Jahrhunderte das politische Zentrum Hannovers blieb. Doch mit der Ausdehnung der Stadt im 19....

Bode & Troue

Bode & Troue

Hannovers Aufstieg zur Tresorindustrie (1858–1918) Die 1858 von Louis Bode und Heinrich Troue in Hannover gegründete Firma Bode & Troue war die erste deutsche Spezialfabrik für Panzerkassen sowie feuer- und einbruchsichere Stahlkammern. Aus einer kleinen Werkstatt für schmiedeeiserne Herde entwickelte...

Der Kalte Krieg als hegemoniale Ordnung

Der Kalte Krieg als hegemoniale Ordnung

Der Kalte Krieg erscheint als dynamische, hegemonial strukturierte Ordnung zwischen Vereinigte Staaten und Sowjetunion. Europa, insbesondere Deutschland, bildete das Zentrum der Systemkonkurrenz. Die Entwicklung verlief in Phasen von Konfrontation und Entspannung und endete mit der Krise des Ostblocks.