Kategorie: Politik

Hanomags letzter Akt: Horst-Dieter Esch und die IBH

Der 1982 ausdrücklich „vorläufig letzte Akt“ führt Hanomag zu Horst-Dieter Esch und der IBH. Ein neues Werk und 3.000 Arbeitsplätze werden versprochen, während Stadt und Land Millionen bereitstellen und Risiken übernehmen sollen. Die Broschüre verfolgt, wer finanziert, wer entscheidet und wer abhängig bleibt – und endet bewusst offen: „Das holt er sich von anderen.“

Das Zwischenspiel

1974 erscheint Massey-Ferguson als Retter der Hanomag: staatliche Zuschüsse, neue Produktionslinien und bis zu 2.000 zusätzliche Arbeitsplätze werden angekündigt. Einige Investitionen und Einstellungen folgen tatsächlich. Doch schon wenige Jahre später kippt die Entwicklung. Kurzarbeit, Produktionsverlagerungen und Entlassungen leiten den nächsten Akt der Hanomag-Krise ein.

Wirtschaft ist kein Naturgesetz, sondern ein demokratisch gestaltbarer Gesellschaftsbereich

Wirtschaft ist kein Naturgesetz, sondern ein demokratisch gestaltbarer Gesellschaftsbereich

Eine demokratisierte Ökonomie erweitert Demokratie über den politischen Raum hinaus. Ökonomische Kompetenz befähigt Menschen, Wirtschaft nicht nur als gegebenes System zu verstehen, sondern als gesellschaftlich gestaltbaren Bereich, in dem Fragen von Macht, Eigentum, Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit entschieden werden.

Politische Kompetenz

Demokratiekompetenz beschreibt die Fähigkeit, sich innerhalb einer demokratischen Ordnung zu orientieren und zu handeln. Der „politische Mensch“ (O. Negt) fragt hingegen nach den gesellschaftlichen Voraussetzungen, unter denen Demokratie überhaupt möglich ist oder gefährdet wird. Deshalb gehören im Konzept der Gesellschaftskompetenzen die Analyse von Arbeit, Kapital, Eigentum, Staat, Öffentlichkeit, Medien und Macht nicht an den Rand der politischen Kompetenz, sondern in ihr Zentrum. Dadurch unterscheidet sich dieser Ansatz grundlegend von Kompetenzmodellen, die politische Bildung primär als Vermittlung demokratischer Werte, Einstellungen und Partizipationsfähigkeiten verstehen.

„Mitläufer“ im Faschismus

Der Text beschreibt Mitläufertum als strukturelles Element faschistischer Herrschaft. Er zeigt, wie Anpassung, Alltagslogik und soziale Motive autoritäre Systeme stabilisieren und verbindet psychologische, kulturelle und institutionelle Perspektiven.

Kriegspropaganda

Kriegspropaganda dient der gezielten Beeinflussung von Meinungen, Einstellungen und Verhalten, um einen Krieg zu rechtfertigen, zu unterstützen und durchzuhalten.
Sie richtet sich sowohl an die eigene Bevölkerung (nach innen) als auch an ausländische Staaten und Gesellschaften (nach außen).

Film im Ersten Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg war nicht nur der erste industrialisierte Volkskrieg, er war auch der erste umfassende Medienkrieg des 20. Jahrhunderts. In allen kriegführenden Ländern entstanden neue mediale Ausdrucksformen, Kriegführung und Propaganda „durchdrangen“ sich zusehends, staatliche Kontrolle und Zensur gewannen eine nie zuvor erlangte Bedeutung.

Vergleich: Inhaltliche Strukturen von Webdarstellungen zum Ende der Weimarer Republik

Der folgende Vergleich von Web-Darstellungen zum Ende der Weimarer Republik auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung mit denvorliegenden Themenbereichen der Lernwerkstatt soll dazu dienen, die unterschiedliche n inhaltlichen Akzentuierungen zu reflektieren und darüber nachzudenken, was die jeweilige Darstellung für die historisch-politische Bildung bedeutet.

Werbefilme für Kriegsanleihen

Aufgrund der enormen Bedeutung der Anleihen für die Finanzierung des Krieges wurden sie mit entsprechend großem Aufwand beworben. Werbeplakate waren in den Straßen der größeren Städte allgegenwärtig und auch der Film wurd in die Werbung einbezogen. Diese Werbung sollte insbesondere dazu beitragen, den moralische Druck bis zum Ende des Krieges hochzuhalten, das Zeichnen von Kriegsanleihen als Pflicht gegenüber dem Vaterland zu betrachten.

Bedingungen und Ursachen des Ersten Weltkriegs

Der Erste Weltkrieg erwuchs aus den inneren Widersprüchen des Imperialismus und war die Folge der seit der Jahrhundertwende betriebenen zielstrebigen Vorbereitungen der Imperialisten aller Länder, ihre Expansionsinteressen mit Hilfe eines Krieges durchzusetzen. Er war kein Verteidigungskrieg, sondern allseitig ein „kapitalistischer Angriffs- und Eroberungskrieg“

Filmzensur in der Weimarer Republik

Die Weimarer Verfassung garantierte zwar Pressefreiheit, doch das Lichtspielgesetz von 1920 führte eine Filmzensur ein. Zwei Prüfstellen in Berlin und München kontrollierten Filme, Titel und Werbematerial1. Ursprünglich gegen „Schmutz- und Schundfilme“ gedacht, wurde die Zensur zunehmend politisch genutzt

Konservative und nationalistisch-völkische Parteien

Die politische Rechte der Weimarer Republik war vielschichtig, aber in zentralen Punkten geeint: Ablehnung der Republik, des Versailler Vertrags und der Demokratie, Kampf gegen die Organisationen der Arbeiterbewegung und deren soziale Errungenschaften, Unterstützung von Unternehmensinteressen und der Anliegen von Großagrariern.