Kategorie: 50er Jahre

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – Zu teuer für die Wirtschaft?“

Die „Mutigen 56“ kämpften dafür, dass Krankheit nicht zur Armutsfalle wird. Wer heute den Sozialstaat unter den Vorbehalt stellt, man könne ihn sich nicht mehr leisten, sollte sich erinnern: Auch die Rechte von gestern galten einst als unbezahlbar. Gerade deshalb brauchte es Menschen, die den Mut hatten, ihnen eine andere Zukunft abzuringen.

„Samstags gehört Vati mir“ – und heute?

Das „Wirtschaftswunder“ war nicht nur eine Geschichte steigenden Wohlstands, sondern auch eine Geschichte harter Arbeit, langer Arbeitszeiten und gesellschaftlicher Konflikte. Der freie Samstag und die 40-Stunden-Woche fielen nicht vom Himmel. Sie wurden von Gewerkschaften gegen massive Widerstände erkämpft. Eine historisch-materialistische Perspektive zeigt: Hinter der Frage der Arbeitszeit verbirgt sich immer auch die Frage, wem die gesellschaftlich erzeugte Zeit gehört – dem Kapital oder den Menschen

Masse statt Klasse macht Kasse – aber nicht nur?

Masse statt Klasse macht Kasse – aber nicht nur?

Das Filmschaffen in der BRD der 50er und frühen 60er Jahre wird bis heute gemeinhin als eher unbedeutend und künstlerisch wenig anspruchsvoll bewertet. Dieser verengte Blick auf die dominierenden Genres des bundesdeutschen Kinos verstellt aber den Zugang zu seiner tatsächlichen Vielfalt. Er verdeckt nicht nur die breite Palette an Formen und Erzählweisen, sondern auch die kulturelle Bedeutung dieser Filme als Ausdruck einer Gesellschaft,

Gründungsmythen der Bundesrepublik und ihre identitätsstiftende Funktion bis in die Gegenwart

Der Text zeigt, wie politische Mythen nach 1945 halfen, Legitimität, Identität und Abgrenzung der jungen Bundesrepublik zu formen. Narrative wie Währungsreform, Luftbrücke, Marshallplan oder Antikommunismus stabilisierten Ordnung, verschleierten Kontinuitäten und wirken bis heute diskursprägend.

Remilitarisierung der BRD nach 1945 und gesellschaftlicher Widerstand

Der Beitrag beleuchtet die Remilitarisierung der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und zeigt politische, gesellschaftliche und gewerkschaftliche Gegenbewegungen. Im Zentrum stehen Konflikte um Aufrüstung, Souveränität und demokratische Kontrolle im Kontext des Kalten Krieges.

Hunde, wollt ihr ewig Leben (1959)

Kriegswinter 1942/43: Die 6. Armee harrt eingekesselt in Stalingrad aus. Oberleutnant Wisse (Joachim Hansen), bisher ein treuer Diener der faschistischen Kriegspolitik, kommen Zweifel. Niemand glaubt noch an den „Endsieg“. Nur der fanatische Major Linkmann (Wolfgang Preiss) – aber der befehligt vom sicheren Bunker aus. Kurz vor dem Angriff der Russen will er sich absetzen…

Für die Lernwerkstatt ausgewählte Spielfilme aus den 50er und frühen 60er Jahren

Film in der BRD der 50er und frühen 60er Jahre Die für die Lernwerkstatt ausgewählten Filme Frühe Kommödien: Abschied von den Trümmern der Vergangenheit Der Heimatfilm: Sehnsucht nach Geborgenheit Der Kriegsfilm: Entlastung der Wehrmacht und moralische Vorbereitung auf das neue...

Ausklang des Kinobooms Ende der fünfziger Jahre

Das nur zwei Jahre später ebenfalls unter dem Straßenniveau installierte City-Theater könnte kaum unterschiedlicher gestaltet sein, keine vergleichbar sprechende Lichtwerbung lockt hier das Publikum. Das Kino gegenüber dem Bahnhof erreicht man durch eine Passage, lediglich bizarr geformte Leuchten erhellen hier das organisch geschwungene Treppenhaus. Dafür gestaltet Architekt Ernst Friedrich Brockmann 1955 den ovalen Zuschauerraum sehr eigenwillig als »Schauraum«, der vom üblichen Aussehen der Theaterräume völlig abweicht.