Aki Aktualitäten Kino

Ernst-August-Platz 1 (im Hauptbahnhof)
Betreiber: AKI-Aktualitäten-Kino Betriebs-GmbH Frankfurt/Main
Architekten: Bartels & Schweitzer, Braunschweig/Frankfurt/Main
Eröffnet am 28.9.1951
Sitzplätze: 480 + Stehplätze
Umstellung auf Cinemascope 1955
Geschlossen 1996, heute Fastfood-Kette

Als dritte Stadt in Deutschland bekommt Hannover im Hauptbahnhof ein »Aktualitätenkino«.

Unter dem Slogan »In 50 Minuten um die Welt« zeigt das Aki vom frühen Morgen bis zum späten Abend anstelle von Spielfilmen Nachrichten aus aller Welt, Neuigkeiten aus dem aktuellen Kultur- und Sportgeschehen und kurzweilige Unterhaltung: ein Dauerprogramm aus vier Wochenschauen, ein bis zwei Kulturfilmen und einem Zeichentrickfilm, das den Bahnreisenden informativ und unterhaltsam die Wartezeit auf ihren Anschlusszug verkürzen soll. Nach einer Stunde beginnt die Vorstellung von Neuem.

Neben der Leinwand hängt eine kleinere Bildfläche für besondere Mitteilungen wie Informationen über Zugverspätungen und eine deutlich erkennbare Uhr, die die Bahnreisenden an ihre Fahrzeiten erinnert. Als sich die Umsteigezeiten verkürzen und immer mehr Haushalte über ein Fernsehgerät verfügen, mit dem man die aktuellere Tagesschau sehen kann, rentiert sich das Aki nicht mehr. Ab 1970 gibt es hier Sex and Crime zu sehen, 1981 wird das Aki in drei Kinos geteilt: Attraktion 1, 2 und 3, 1996 wird es geschlossen.


Literatur:

»AKI« mit zweifacher Leinwand. Kino im Bahnhof mit Sitz- und Stehplätzen / 30 Minuten Wochenschau, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 28.9.1951

Der neue Film 78/1955

Die Filmwoche 40/1955

In 50 Minuten um die Welt. Zum zehnjährigen »aki«-Jubiläum, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 10.6.1960

Mickymaus weicht der harten Welle. Aktualitäten-Kino im Hauptbahnhof wird am 1. Januar Spielfilmtheater, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 30.12.1969

Mickymaus erobert den Bahnhof zurück. Das traditionsreiche »Aki« wird ein Kinocenter / Künftig auch jugendfreies Programm, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 13.1.1981

Björn Hartmann: Erst Schlangen zur Krönung, dann Sex und Kung Fu. Im kahlen Kino: Die Aki-Ruine im Hauptbahnhof erinnert an ferne, schöne Lichtspielzeiten, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 1.3.1997

 

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