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Die verdeckten Spuren des Kalten Krieges im deutschen Unterhaltungsfilm

Irmgard Wilharm analysiert, wie der Kalte Krieg im deutschen Unterhaltungsfilm indirekt wirkte: Ost und West konstruierten Feindbilder, Opfer- und Heldenrollen. Filme dienten der Systemstabilisierung, spiegelten kollektives Bewusstsein und verdrängten Täterrollen durch komplementäre Ausblendungen.

City-Plätze in Hannover

Anhand der zentralen Plätze und der Hauptgeschäftsstraßen im Innenstadtbereich wird der Prozess der City-Bildung verdeutlicht. Bis die City mit ihren Plätzen und den sie verbindenden Straßen ihre heutige Funktion und Physiognomie erhielt, hat sie ihr Aussehen ständig verändert. Die Ursachen für diese Veränderungen sind vielfältig.

Geschichte im Film

Der Beitrag von Irmgard Wilharm (1986) untersucht, wie historische Filme das öffentliche Geschichtsbewusstsein prägen. Sie zeigt, dass Spielfilme nicht nur historische Ereignisse darstellen, sondern auch zeitgenössische Mentalitäten und gesellschaftliche Perspektiven widerspiegeln. Der Film wird als Quelle seiner Entstehungszeit betrachtet und als Medium zur Vermittlung kollektiver Einstellungen analysiert. Kritische Filmanalyse wird als zentral für historisches Lernen betont.

Die Csardasfürstin (1951)

Opulente Operettenverfilmung der frühen BRD, die mit Stars, Musik und nostalgischer Ausstattung eskapistische Unterhaltung bietet. Der Film markiert die Hinwendung der Junge Film‑Union zu großformatigen, unpolitischen Publikumsstoffen der Adenauerzeit.

Materialien zur City-Bildung in Hannover

Obwohl die City-Bildung jede größere Stadt betraf,  waren Tempo und Intensität des Prozesses verschieden. Außerdem gab es stets stadteigene Spezifika, welche die Entwicklung prägten. In Hannover bildete sich das Zentrum am Rande der Altstadt heraus.

Der Holocaust im deutschen Nachkriegsspielfilm

In den ersten Jahren nach Ende des Zweiten Weltkriegs sind in Deutschland bis 1950 75 Spielfilme produziert worden. Darunter waren auch einige Filme, die sich mit der Verfolgung und Vernichtung der Jüdinnen und Juden in Europa befassten und in diesem Kontext von jüdischer Erfahrung erzählten. Sie taten dies aus sehr unterschiedlichen Perspektiven und mit verschiedenen Erzählweisen. Die Reaktionen des Kinopublikums waren dagegen selten positiv.

Dramaturgie der Annäherung

Die didaktische Qualität eines Films für die Bildungsarbeit liegt dann folgerichtig auch nicht in einer vordergründigen, auf ”korrekte” Faktenschilderung orientierten Darstellung, sondern in der Tiefe und Komplexität, mit der die jeweilige Grundproblematik ausgeführt wird, statt nur als Aufhänger zu fungieren.

Reorganisation des Bildungswesens

Bei der Wiederaufnahme des Schulunterrichts ist in den Westzonen inhaltlich und strukturell ziemlich bruchlos an die Traditionen aus der Weimarer Zeit angeknüpft worden, ohne den Versuch zu machen, ein neues Bildungssystem aufzubauen. Nur wenige führende Politiker sahen die Notwendigkeit für eine tiefgreifende Reform.