Schlagwörter: Politische Bildung

Wenn Krieg zum Geschäftsmodell wird

Der Beitrag nimmt die Analyse von Elke Schwarz zum Rüstungsboom im Silicon Valley zum Ausgangspunkt und verbindet sie mit Varoufakis’ Technofeudalismus, dem politischen Programm von Karp/Zamiska, Thiels Demokratiekritik und Trumps Politik. Die Spuren ergeben ein beunruhigendes Muster: Technologische, ökonomische, staatliche und militärische Macht verstärken sich wechselseitig – ein Warnruf, diese Entwicklung demokratisch zu begrenzen.

25 Jahre Bundesrepublik – 50 Jahre später wieder gelesen

1974 deutete Alexander von Brünneck 25 Jahre Bundesrepublik aus einer linkssozialistischen Perspektive. 50 Jahre später wird der Text selbst zur historischen Spur: Was und wie erzählt er Geschichte, wie rahmt Peter von Oertzen diese Deutung als Gegenstand kritischer Bildungsarbeit – und welche Fragen bleiben für Gesellschaftskompetenz heute aktuell?

Das Grundgesetz als politisches Handlungsfeld

Der Jungsozialisten-Text von 1976 erscheint fünfzig Jahre später als Dokument einer ausgeprägten politischen Bildungs- und Diskussionskultur. Seine Aktualität liegt weniger in den damaligen Antworten als in der Verbindung von Verfassung, gesellschaftlichen Machtverhältnissen und politischer Praxis. Neu gelesen eröffnet er damit bemerkenswerte Zugänge zur Gesellschaftskompetenz.

Historisch-politische Bildung wieder gelesen

Beiträge zur historisch-politischen Bildung aus den 1970er bis 1990er Jahren werden als Spuren ihrer Zeit wieder gelesen. Gefragt wird nach damaligen Deutungen, Konflikten und Bildungsansätzen – und danach, welche Bedeutung sie heute für historisch-politische Bildung und Gesellschaftskompetenz gewinnen können.

Politische Bildung zwischen kritischer Urteilsfähigkeit und gesellschaftlicher Bestandssicherung

Politische Bildung schützt Demokratie nicht dadurch, dass sie Menschen auf die bestehende Ordnung verpflichtet. Sie stärkt Demokratie, indem sie Menschen befähigt, gesellschaftliche Verhältnisse einschließlich ihrer Macht-, Herrschafts- und Eigentumsverhältnisse kritisch zu verstehen, begründet zu beurteilen und demokratisch handelnd zu verändern.

Film nicht nur sehen – Film machen

Aktive Film- und Videoarbeit macht kulturelle und mediale Gestaltung praktisch erfahrbar. Wer selbst filmt, wählt aus, gestaltet und erzeugt Bedeutungen. Im Zusammenspiel von Wahrnehmung, Erfahrung, Produktion, Öffentlichkeit und Reflexion wird Filmpraxis zu einem besonderen Feld kultureller und demokratischer Bildung.

Demokratie: Gesellschaftsverhältnis – Lebensweise – Verhaltensweise

Demokratie als Verhaltensweise setzt bei Beziehungen, Konflikten und Entscheidungen an. Demokratie als Lebensform fragt nach den Bedingungen demokratischer Selbstbestimmung. Gesellschaftskompetenz verbindet beide Ebenen: Demokratie erfahren, Machtverhältnisse verstehen und gesellschaftliche Veränderung gemeinsam gestalten können.

Wirtschaft ist kein Naturgesetz, sondern ein demokratisch gestaltbarer Gesellschaftsbereich

Wirtschaft ist kein Naturgesetz, sondern ein demokratisch gestaltbarer Gesellschaftsbereich

Eine demokratisierte Ökonomie erweitert Demokratie über den politischen Raum hinaus. Ökonomische Kompetenz befähigt Menschen, Wirtschaft nicht nur als gegebenes System zu verstehen, sondern als gesellschaftlich gestaltbaren Bereich, in dem Fragen von Macht, Eigentum, Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit entschieden werden.

Die Bedeutung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für das Konzept der Gesellschaftskompetenzen

Die Bedeutung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für das Konzept der Gesellschaftskompetenzen

Gemeinsamkeiten und Unterschiede Das Konzept der Gesellschaftskompetenzen weist zahlreiche Berührungspunkte mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auf. Beide Ansätze gehen davon aus, dass Bildung Menschen dazu befähigen soll, gesellschaftliche Herausforderungen nicht nur zu verstehen, sondern auch verantwortungsvoll und demokratisch...

Politische Kompetenz

Demokratiekompetenz beschreibt die Fähigkeit, sich innerhalb einer demokratischen Ordnung zu orientieren und zu handeln. Der „politische Mensch“ (O. Negt) fragt hingegen nach den gesellschaftlichen Voraussetzungen, unter denen Demokratie überhaupt möglich ist oder gefährdet wird. Deshalb gehören im Konzept der Gesellschaftskompetenzen die Analyse von Arbeit, Kapital, Eigentum, Staat, Öffentlichkeit, Medien und Macht nicht an den Rand der politischen Kompetenz, sondern in ihr Zentrum. Dadurch unterscheidet sich dieser Ansatz grundlegend von Kompetenzmodellen, die politische Bildung primär als Vermittlung demokratischer Werte, Einstellungen und Partizipationsfähigkeiten verstehen.

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – Zu teuer für die Wirtschaft?“

Die „Mutigen 56“ kämpften dafür, dass Krankheit nicht zur Armutsfalle wird. Wer heute den Sozialstaat unter den Vorbehalt stellt, man könne ihn sich nicht mehr leisten, sollte sich erinnern: Auch die Rechte von gestern galten einst als unbezahlbar. Gerade deshalb brauchte es Menschen, die den Mut hatten, ihnen eine andere Zukunft abzuringen.

„Samstags gehört Vati mir“ – und heute?

Das „Wirtschaftswunder“ war nicht nur eine Geschichte steigenden Wohlstands, sondern auch eine Geschichte harter Arbeit, langer Arbeitszeiten und gesellschaftlicher Konflikte. Der freie Samstag und die 40-Stunden-Woche fielen nicht vom Himmel. Sie wurden von Gewerkschaften gegen massive Widerstände erkämpft. Eine historisch-materialistische Perspektive zeigt: Hinter der Frage der Arbeitszeit verbirgt sich immer auch die Frage, wem die gesellschaftlich erzeugte Zeit gehört – dem Kapital oder den Menschen