Schlagwörter: Gesellschaftskompetenz
VW geht vorweg – Was geschieht gegenwärtig mit unserer Gesellschaft? Detlef Endeward (25.10.2026) Viele Entwicklungen – eine gesellschaftliche Richtung? Volkswagen ist nicht irgendein Unternehmen. Der Konzern gehört zu den Schlüsselunternehmen der deutschen Automobilindustrie – einer Branche, die für die wirtschaftliche...
Die Rentenfrage betrifft alle Generationen. Doch die öffentliche Debatte verengt sie häufig auf Demografie, Kosten und private Vorsorge. Diese Rubrik untersucht die wirtschaftlichen Ursachen unsicherer Alterssicherung, prüft politische und mediale Erzählungen und erschließt Informationsangebote sowie Gegenpositionen – als Material für eine kritische Auseinandersetzung mit der Zukunft des Sozialstaats.
Wie kann Bildung Identität stärken, ohne Menschen lediglich an gesellschaftliche Zumutungen anzupassen? Der Beitrag verbindet Negts Identitätskompetenz mit Resilienz, Resonanzpädagogik und Zukunftsgestaltung. Im Mittelpunkt stehen Eigensinn, soziale Beziehungen und solidarische Handlungsfähigkeit.
Mit zehn Euro monatlich macht der Staat Kinder zu kleinen Kapitalanlegern. Eltern und Großeltern sollen kräftig dazuzahlen, die Börse für die Altersvorsorge sorgen. Wer kein Geld hat, lernt früh, was Chancengleichheit am Kapitalmarkt bedeutet. Eine politische Glosse über wundersame Renditeversprechen, finanzielle Früherziehung und die schleichende Privatisierung sozialer Verantwortung.
Wahlen, Umfragen und ihre öffentlichen Deutungen sind Ausgangspunkte für eine weitergehende Auseinandersetzung mit Demokratie. Die Beiträge fragen nach gesellschaftlichen Interessen, Machtverhältnissen und politischen Handlungsmöglichkeiten. Sie verbinden aktuelle Entwicklungen mit historischen Erfahrungen und grundsätzlichen Überlegungen zu Demokratie als Verhaltensweise, Lebensform und Staatsform.
Gesellschaftliche Infrastruktur sichert die Grundlagen unseres Alltags: Mobilität, Energie, Wasser und Wohnraum. Die Bildcollage verbindet diese Bereiche und verweist auf die politischen Fragen dahinter: Wem gehört, was alle brauchen? Wer entscheidet über Ausbau, Preise und Zugang? Und wie lassen sich öffentliche Daseinsvorsorge und gesellschaftliche Bedürfnisse miteinander verbinden?
„Kriegstüchtigkeit“ und Aufrüstung prägen zunehmend die deutsche Politik. Doch wer entscheidet über militärische Prioritäten, wer profitiert und wer trägt die Kosten? Die Beiträge untersuchen politische und ökonomische Interessen, historische Zusammenhänge und gesellschaftliche Folgen. Sie hinterfragen vorherrschende Deutungsmuster und eröffnen Perspektiven auf Sicherheit, Frieden und mögliche Alternativen.
Osnabrück und Münster stehen wie kaum andere Städte für die historische Erfahrung, dass selbst lang andauernde Kriege durch Verhandlungen beendet werden können. 378 Jahre später wird in Osnabrück die Umwandlung ziviler Industrieproduktion für militärische Zwecke vorbereitet, während in Münster die NATO den Westfälischen Friedenspreis erhält. Eine bewusst provokante Gegenüberstellung – nicht als historische Gleichsetzung, sondern als Anlass zu fragen, wie sich Vorstellungen von Frieden, Sicherheit und gesellschaftlich legitimer Konfliktbearbeitung verändern.
Während Volkswagen von den Beschäftigten weitere Einsparungen verlangt, fordert die Konzernleitung zugleich staatliche Unterstützung für die Automobilindustrie. Die Entwicklungen in Neckarsulm, Hannover, Emden, Zwickau und Osnabrück zeigen: Standortkosten und Beschäftigungsperspektiven hängen auch von konzernstrategischen Entscheidungen ab. Wer verfügt über die industrielle Zukunft – und wer trägt die Folgen?
Der ARD-DeutschlandTrend zum Sozialstaat zeigt ein grundlegendes Problem politischer Umfragen: Nicht erst die Interpretation der Ergebnisse, bereits die Fragen strukturieren den Raum möglicher Antworten. Besonders aufschlussreich ist, dass dabei ein Deutungsrahmen sichtbar wird, der offenbar so selbstverständlich geworden ist, dass Alternativen kaum noch als Fragen erscheinen: Der Sozialstaat hat ein Finanzierungsproblem, Einschnitte sind notwendig, strittig sind vor allem ihre Verteilung und ihre politische Vermittlung.
Der Beitrag untersucht am Beispiel des Ukrainekrieges, wie Moralisierung, Expertenauswahl und journalistische Routinen den Raum legitimer politischer Kontroversen strukturieren und verengen können. Empirische Studien zur Medienberichterstattung und zur Auswahl von Talkshowgästen werden mit Hallins Modell der „Sphären“ öffentlicher Kommunikation verbunden. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der diskursive Status von Positionen verändert – und was geschieht, wenn zur Moralisierung die Doppelmoral tritt.
Die Auswahl verbindet plurale ökonomische Forschung, gewerkschaftsnahe Analysen, marxistisch orientierte politische Ökonomie und Entwürfe solidarischen Wirtschaftens. Die Kurzannotationen zeigen, wofür sich die Angebote bei der Recherche und für Materialien der Lernwerkstatt eignen. Wir machen uns ihre Positionen nicht pauschal zu eigen. Die Auseinandersetzung mit ihnen hilft uns, die eigene Position zu schärfen und das Spektrum politisch-ökonomischer Bildung über den wirtschaftspolitischen Mainstream hinaus zu öffnen.