Schlagwörter: Gesellschaftskompetenz

Alles Kompetenzen – oder was?

Der inflationäre Gebrauch des Kompetenzbegriffs verwischt zentrale Ebenen von Bildung: Gesellschaftliche Orientierung, pädagogische Prozesse und berufliche Anforderungen werden ununterscheidbar. Der Beitrag zeigt, warum diese Vermischung zur Entpolitisierung führt – und weshalb klare inhaltliche Bestimmungen unverzichtbar sind.

Gesellschaftskritische Bildung und politisches Handeln

Der Beitrag skizziert ein Konzept, das gesellschaftskritische Bildungsansätze und politische Praxis nicht gegeneinander ausspielt, sondern ihre Verschränkungen betont. Im Zentrum stehen Gewerkschaften und Bildung als politische Praxisfelder, um Gegenhegemonie aufzubauen, kollektive Handlungsfähigkeit zu stärken und soziale Transformation wirksam zu gestalten.

Utopiefähigkeit, Zeitbewusstsein und Zukunftsgestaltung

Der Beitrag zeigt, wie historische Kompetenz und Utopiefähigkeit bei Oskar Negt zusammenwirken: Geschichte wird als offener Möglichkeitsraum verstanden, Utopien als kritische Energiequelle. Erst ihr Zusammenspiel ermöglicht Zukunftsgestaltung jenseits von Determinismus – kreativ, solidarisch und demokratisch.

Die stille Dominanz eines funktionalistischen Kompetenzverständnis

Die aktuelle Kompetenzorientierung verlagert Bildungsfragen zunehmend auf die Ebene der Lernprozesse. Was als sinnvolle Stärkung von Lernkompetenzen begann, entwickelt sich zur Dominanz pädagogischer Steuerung. Inhalte und gesellschaftliche Zielsetzungen treten in den Hintergrund – mit Folgen für Mündigkeit und demokratische Bildung.