Schlagwörter: Geschichte

Historytainment

Historytainment macht Vergangenheit anschaulich und unterhaltsam. Doch wie prägen Personalisierung, Emotionalisierung und inszenierte Authentizität unsere Geschichtsbilder? Das Themenfeld untersucht Entwicklung und Darstellungsweisen des Formats anhand konkreter Fernsehbeiträge und Serien – und fragt nach Möglichkeiten und Grenzen historischen Lernens.

Am Ausgangspunkt des Historytainment

Um 1990 diskutieren Fernsehmacher und Wissenschaftler neu über Geschichte im Fernsehen. Zugleich entstehen Untersuchungen zum Geschichtsbewusstsein und Ansätze einer gesellschaftlichen Mediengeschichte. Der Beitrag verbindet diese Perspektiven und fragt, welche Anhaltspunkte sie bieten, um die spätere Durchsetzung des Historytainment zu verstehen.

Faschismus als Geschichte „böser Männer“

Die Darstellung des Faschismus als Geschichte einzelner „böser Männer“ personalisiert historische Verantwortung und verstellt den Blick auf gesellschaftliche Ursachen, ökonomische Interessen und politische Machtverhältnisse. Der Beitrag untersucht, wie solche Geschichtserzählungen entstehen, welche Deutungsmuster sie reproduzieren und was dabei aus dem Blick gerät.

Hanomags letzter Akt: Horst-Dieter Esch und die IBH

Der 1982 ausdrücklich „vorläufig letzte Akt“ führt Hanomag zu Horst-Dieter Esch und der IBH. Ein neues Werk und 3.000 Arbeitsplätze werden versprochen, während Stadt und Land Millionen bereitstellen und Risiken übernehmen sollen. Die Broschüre verfolgt, wer finanziert, wer entscheidet und wer abhängig bleibt – und endet bewusst offen: „Das holt er sich von anderen.“

VW im Film

Filme als Spuren in die Vergangenheit und zur Gegenwart des Volkswagen-Konzerns Detlef Endeward (08/2026) Die Geschichte von Volkswagen ist auch eine Geschichte seiner Bilder. Sie beginnt mit den nationalsozialistischen Wochenschauen, die den Bau des Volkswagenwerkes und den KdF-Wagen als Versprechen...

Historischer Exkurs: Wie konnte es dazu kommen?

Historischer Exkurs: Wie konnte es dazu kommen?

Zur politischen Ökonomie der Wohnungsfrage – von der Industrialisierung über Sozial- und Gemeinwirtschaft bis zu Privatisierung und Finanzialisierung Die gegenwärtige Wohnungsfrage lässt sich nicht hinreichend aus aktuellen Baukosten, Zinsen, Zuwanderung oder fehlenden Wohnungen erklären. Historisch grundlegender ist die Frage, wie...

Die geschichtliche Organisation der Arbeitsvermögen

Negt und Kluge begreifen Arbeitsvermögen als historisch entstandene menschliche Fähigkeiten. Mit Marx und Sohn-Rethel wird sichtbar, wie sie im Stoffwechsel mit der Natur entwickelt, gesellschaftlich organisiert, getrennt und hierarchisiert werden. Ihr Eigensinn verweist zugleich auf Möglichkeiten, die über ihre kapitalistische Verwertung hinausreichen.

Wirtschaft ist kein Naturgesetz, sondern ein demokratisch gestaltbarer Gesellschaftsbereich

Wirtschaft ist kein Naturgesetz, sondern ein demokratisch gestaltbarer Gesellschaftsbereich

Eine demokratisierte Ökonomie erweitert Demokratie über den politischen Raum hinaus. Ökonomische Kompetenz befähigt Menschen, Wirtschaft nicht nur als gegebenes System zu verstehen, sondern als gesellschaftlich gestaltbaren Bereich, in dem Fragen von Macht, Eigentum, Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit entschieden werden.

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – Zu teuer für die Wirtschaft?

Die „Mutigen 56“ kämpften dafür, dass Krankheit nicht zur Armutsfalle wird. Wer heute den Sozialstaat unter den Vorbehalt stellt, man könne ihn sich nicht mehr leisten, sollte sich erinnern: Auch die Rechte von gestern galten einst als unbezahlbar. Gerade deshalb brauchte es Menschen, die den Mut hatten, ihnen eine andere Zukunft abzuringen.

„Samstags gehört Vati mir“ – und heute?

Das „Wirtschaftswunder“ war nicht nur eine Geschichte steigenden Wohlstands, sondern auch eine Geschichte harter Arbeit, langer Arbeitszeiten und gesellschaftlicher Konflikte. Der freie Samstag und die 40-Stunden-Woche fielen nicht vom Himmel. Sie wurden von Gewerkschaften gegen massive Widerstände erkämpft. Eine historisch-materialistische Perspektive zeigt: Hinter der Frage der Arbeitszeit verbirgt sich immer auch die Frage, wem die gesellschaftlich erzeugte Zeit gehört – dem Kapital oder den Menschen

Kapitalismus im 20. Jahrhundert

Kapitalismus im 20. Jahrhundert Warum wir vom Kapitalismus sprechen (müssen) Kapitalismus – ein global vernetztes Weltsystem Der deutsche Weg in den Kapitalismus Zum Verhältnis von Politik und Ökonomie im Kapitalismus Kapitalismus und Ökologie Klassengesellschaft im Kapitalismus Verdrängung des Klassenbegriffs Kulturelle...