Schlagwörter: Kapitalismus

VW: Die Beschäftigten sollen sparen, der Staat soll zahlen

Während Volkswagen von den Beschäftigten weitere Einsparungen verlangt, fordert die Konzernleitung zugleich staatliche Unterstützung für die Automobilindustrie. Die Entwicklungen in Neckarsulm, Hannover, Emden, Zwickau und Osnabrück zeigen: Standortkosten und Beschäftigungsperspektiven hängen auch von konzernstrategischen Entscheidungen ab. Wer verfügt über die industrielle Zukunft – und wer trägt die Folgen?

VW: Vom Standortkonflikt zum Tarifkonflikt

VW: Vom Standortkonflikt zum Tarifkonflikt

Keine neuen Produkte auf dem Tisch – dafür die Tarifverträge Beitrag von Detlef Endeward (01.10.2026) Nach der Aufsichtsratssitzung: Die VW-Welt ist nicht stehen geblieben Die „historische“ Aufsichtsratssitzung Anfang September hat den Konflikt um die Zukunft Volkswagens nicht beendet. Für Hannover,...

Volkswagen als gesellschaftlicher Komplex

Volkswagen ist mehr als ein Autobauer. Am Beispiel des Konzerns lassen sich grundlegende gesellschaftliche Zusammenhänge untersuchen: Kapital und Lohnarbeit, Eigentum und Verfügungsmacht, Staat und Mitbestimmung sowie die weltweite Organisation von Produktion und Märkten. Fünf Zugänge eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Frage, wer wirtschaftliche Entscheidungen trifft und wer mit ihren Folgen leben muss.

Autokrise: Wer soll die Rechnung bezahlen?

Die „Krise des Standorts Deutschland“ wabert schon länger durch die Berichterstattung. Die Autokrise verstärkt dieses Framing: Produktion sei zu teuer, Beschäftigte müssten länger arbeiten, der Staat solle helfen. Gleichzeitig drohen Konzerne mit Verlagerungen und Werksschließungen. Wer entscheidet, wer zahlt – und wer trägt die Folgen?

Im Kapitalismus geht es immer um Geld

Vom Aufbau des VW-Werks Emden in den 1960er Jahren bis zur gegenwärtigen Konzernkrise: Historische NDR-Filme und aktuelle Gewinn- und Dividendendaten eröffnen einen politisch-ökonomischen Blick auf Volkswagen. Im Mittelpunkt stehen der Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit sowie die Fragen, wer gesellschaftlichen Reichtum erwirtschaftet, wer über ihn verfügt und wer die Folgen unternehmerischer Entscheidungen trägt.

Kapitalismuskritik in einen pluralen Kompetenzrahmen oder als konstitutiver Kern ökonomischer Kompetenz

Kapitalismuskritik in einen pluralen Kompetenzrahmen oder als konstitutiver Kern ökonomischer Kompetenz

Christine Zeuner und Endeward verstehen ökonomische Kompetenz als kritische Analyse gesellschaftlicher Wirtschaftsprozesse. Während Zeuner den Kapitalismus als wichtigen Gegenstand innerhalb eines pluralen Kompetenzrahmens behandelt, macht Endeward die Analyse kapitalistischer Macht- und Eigentumsverhältnisse zum Kern ökonomischer Kompetenz.

Ökologische Kompetenz

Ökologische Kompetenz ist als verantwortungsvollen Umgang mit Natur, Menschen und sich selbst zu verstehen. Arbeit erscheint dabei als Stoffwechselprozess zwischen Mensch und Natur, der durch kapitalistische Produktionsweisen entfremdet und zerstörerisch geprägt wird. Bildung soll befähigen, diese Zusammenhänge kritisch zu erkennen und demokratisch zu verändern.

Warum wir vom Kapitalismus sprechen müssen

Der Beitrag zeigt, warum der Begriff Kapitalismus notwendig ist, um gesellschaftliche Ungleichheit, Krisen, Konkurrenz und Machtverhältnisse zu verstehen. Er kritisiert eine entpolitisierte Wirtschaftssprache und verdeutlicht, dass politisch-ökonomische Prozesse historisch gewachsene gesellschaftliche Verhältnisse sind.

Die Verdrängung des Klassenbegriffs

Der Klassenbegriff wird heute in vielen Gesellschafts‑, Sozial‑ und Geschichtswissenschaften nicht mehr zentral verwendet, weil seit den 1970er–2000er Jahren mehrere theoretische, politische und institutionelle Verschiebungen stattfanden, die Klasse als strukturierende Kategorie verdrängten – zugunsten von Milieus, Schichten, Lebensstilen, Identitäten, Governance‑Konzepten und Marktmodellen. Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis eines wissenschaftlichen Paradigmenwechsels, der eng mit politischen und ökonomischen Entwicklungen verbunden ist.

Zwischen Leinwand und Gesellschaft: Kapitalismus im 20. Jahrhundert

Der Beitrag beschreibt die Bedeutung kapitalismuskritischer Perspektiven für die Lernwerkstatt zu Film und Geschichte. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie historische Bildungsarbeit gesellschaftliche Macht-, Eigentums- und Produktionsverhältnisse sichtbar machen und zur demokratischen Reflexion beitragen kann.

Die Formierung des Proletariats als strukturprägende Gegenkraft im deutschen Kaiserreich

Aus vereinzelten Lohnarbeitern formiert sich eine kollektive Klasse. In Organisationen und Kämpfen entwickelt sie eigene Interessen und Durchsetzungsmacht. Der Staat reagiert darauf widersprüchlich – mit Repression und zugleich mit sozialpolitischen Maßnahmen zur Stabilisierung.

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