Schlagwörter: Kapitalismus
Der Beitrag zeigt, wie Industrialisierung, Kapitalorganisation und Imperialismus zusammenwirken: Kapital konzentriert Macht, organisiert Produktion global und legitimiert Expansion als Fortschritt. So entsteht ein System, das ökonomische Rationalität mit politischer Herrschaft verschränkt.
Die Analyse kritisiert die verengte „Lehrmeinung“, die Großindustrie habe den NS-Aufstieg kaum finanziert. Schlechte Quellenlage, verdeckte Geldflüsse und strukturelle Interessenlagen sprechen für ein komplexeres Verhältnis: punktuelle, indirekte und strategische Unterstützung bleibt plausibel.
Der deutsche Weg in den Kapitalismus verläuft evolutionär statt revolutionär: Adel und Staat steuern die Modernisierung, während das Bürgertum sich anpasst. Kapitalismus entsteht als Mischform aus Agrartradition, staatlicher Lenkung und industrieller Dynamik – ohne Bruch, aber mit Strukturwandel.
Bedingungen und Ursachen des Ersten Weltkriegs Analysen, Deutungen, Dokumentationen und didaktische Modelle Der Erste Weltkrieg als Produkt struktureller Widersprüche des Imperialismus Zwischen Struktur unnd Entscheidung Zeitgenössische Analysen Karl Liebknecht und die Internationale der Rüstungsindustrie Rudolf Hilferding: Das Finanzkapital (1910) Rosa...
Rosa Luxemburg analysiert den deutschen Imperialismus als Produkt der Kapitalakkumulation und der Verschmelzung von Industrie‑ und Finanzmacht. Sie zeigt, wie ökonomische Expansion, militärische Rüstung und politische Macht sich gegenseitig verstärken und den Weltkrieg als strukturelle Folge kapitalistischer Dynamik hervorbringen.
Die Analysen von Hilferding, Luxemburg und Liebknecht brechen zeitgenössische Selbstbilder von Fortschritt und Nation auf. Sie zeigen Imperialismus als strukturelle Folge kapitalistischer Expansion und als politisch‑militärisch abgesicherte Machtordnung.
Die Ursachen des Ersten Weltkriegs bei Fritz Fischer und Eric Hobsbawm – und ihre Bedeutung für die Gegenwart Detlef Endeward (04/2026) Die Frage nach den Ursachen des Ersten Weltkriegs gehört zu den zentralen Kontroversen der modernen Geschichtswissenschaft. Lange dominierte die...
Der Beitrag stellt ein Analysemodell zum Faschismus als spezifische Form kapitalistischer Krisenbewältigung vor: Er entsteht aus der Verschränkung struktureller Instabilität und akteursgebundener Machtentscheidungen. Faschistische Herrschaft erscheint so als autoritäre Reorganisation gesellschaftlicher Kräfteverhältnisse.
Kapitalismus im 20. Jahrhundert Warum wir vom Kapitalismus sprechen (müssen) Kapitalismus – ein global vernetztes Weltsystem Der deutsche Weg in den Kapitalismus Zum Verhältnis von Politik und Ökonomie im Kapitalismus Kapitalismus und Ökologie Klassengesellschaft im Kapitalismus Verdrängung des Klassenbegriffs Kulturelle...
Arbeit = materieller Austausch mit der Natur, gesellschaftlich bestimmt und veränderbar Marx betrachtet Arbeit nicht nur als ökonomische Tätigkeit, sondern als materiellen Austausch zwischen Mensch und Natur. Der Mensch entnimmt der Natur Rohstoffe, verarbeitet sie durch Arbeit und gibt Abfallprodukte...
Der Text analysiert den Nationalsozialismus aus materialistischer Perspektive als Einheit von Ökonomie, politischer Gewalt und kultureller Hegemonie. Besonderes Augenmerk gilt dem Film als Massenmedium, das durch Ästhetik und Unterhaltung Zustimmung erzeugte, soziale Widersprüche verdeckte und Herrschaft normalisierte.
Klassen, Milieus und die Sichtbarkeit von Herrschaft Detlef Endeward (03/2026) Der Begriff der „Klasse“ gehört zu den zentralen analytischen Werkzeugen der Sozialwissenschaften. Zugleich ist er umkämpft, weil sich an ihm entscheidet, ob gesellschaftliche Ungleichheit als strukturierter Herrschaftszusammenhang oder als bloße...