Kategorie: Ökonomische Kompetenz

Wirtschaft anders denken: Websites und Blogs

Die Auswahl verbindet plurale ökonomische Forschung, gewerkschaftsnahe Analysen, marxistisch orientierte politische Ökonomie und Entwürfe solidarischen Wirtschaftens. Die Kurzannotationen zeigen, wofür sich die Angebote bei der Recherche und für Materialien der Lernwerkstatt eignen. Wir machen uns ihre Positionen nicht pauschal zu eigen. Die Auseinandersetzung mit ihnen hilft uns, die eigene Position zu schärfen und das Spektrum politisch-ökonomischer Bildung über den wirtschaftspolitischen Mainstream hinaus zu öffnen.

Die Krise erzählen

Die Krise erzählen

Wie Medien aus einem Interessen- und Verteilungskonflikt ein Sachproblem machen Beitrag von Detlef Endeward (09/2026) Volkswagen steckt in der Krise. Die Kosten sind zu hoch. Die deutschen Werke sind nicht wettbewerbsfähig. Es gibt Überkapazitäten. In China wächst die Konkurrenz. Die...

Gewinn, Kosten und Produktivität bei Volkswagen

Volkswagen steckt in der Krise – und erwirtschaftet zugleich Milliarden. Der Beitrag untersucht, was Gewinne, Renditen, Markenergebnisse, Arbeitskosten und Produktivitätszahlen tatsächlich aussagen. Er zeigt die Grenzen einfacher Standortvergleiche und fragt, wann aus einem wirtschaftlichen Befund ein scheinbarer Sachzwang wird: Wer entscheidet, welcher Gewinn ausreicht – und wofür er verwendet wird?

Im Kapitalismus geht es immer um Geld

Vom Aufbau des VW-Werks Emden in den 1960er Jahren bis zur gegenwärtigen Konzernkrise: Historische NDR-Filme und aktuelle Gewinn- und Dividendendaten eröffnen einen politisch-ökonomischen Blick auf Volkswagen. Im Mittelpunkt stehen der Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit sowie die Fragen, wer gesellschaftlichen Reichtum erwirtschaftet, wer über ihn verfügt und wer die Folgen unternehmerischer Entscheidungen trägt.

Wenn Krankheit und Pflege sich rechnen müssen

Die aktuellen Recherchen zu Reha und Pflege verweisen über einzelne Missstände hinaus auf ein strukturelles Problem: Wo Gesundheitsversorgung privatisiert und zum Anlagefeld für Kapital wird, gerät die Gesundheitslogik unter die Verwertungslogik. Gesellschaftskompetenz heißt, diese Zusammenhänge zu erkennen, Eigentums- und Machtfragen zu stellen – und sich im Konflikt zwischen Versorgung und Profit zu positionieren.

Wirtschaft heute – Kommentare und Essays zu aktuellen Entwicklungen

Diese Rubrik analysiert aktuelle wirtschaftspolitische Debatten aus einer kritisch-politökonomischen Perspektive. Medienberichte und Kommentare werden eingeordnet, unterschiedliche ökonomische Ansätze verglichen und ihre gesellschaftlichen Folgen diskutiert. Ziel ist es, zum Nachdenken, Widersprechen und eigenständigen Urteilen anzuregen.

Wirtschaft ist kein Naturgesetz, sondern ein demokratisch gestaltbarer Gesellschaftsbereich

Wirtschaft ist kein Naturgesetz, sondern ein demokratisch gestaltbarer Gesellschaftsbereich

Eine demokratisierte Ökonomie erweitert Demokratie über den politischen Raum hinaus. Ökonomische Kompetenz befähigt Menschen, Wirtschaft nicht nur als gegebenes System zu verstehen, sondern als gesellschaftlich gestaltbaren Bereich, in dem Fragen von Macht, Eigentum, Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit entschieden werden.

Kapitalismuskritik in einen pluralen Kompetenzrahmen oder als konstitutiver Kern ökonomischer Kompetenz

Kapitalismuskritik in einen pluralen Kompetenzrahmen oder als konstitutiver Kern ökonomischer Kompetenz

Christine Zeuner und Endeward verstehen ökonomische Kompetenz als kritische Analyse gesellschaftlicher Wirtschaftsprozesse. Während Zeuner den Kapitalismus als wichtigen Gegenstand innerhalb eines pluralen Kompetenzrahmens behandelt, macht Endeward die Analyse kapitalistischer Macht- und Eigentumsverhältnisse zum Kern ökonomischer Kompetenz.