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Volkswagen als gesellschaftlicher Komplex

Volkswagen ist mehr als ein Autobauer. Am Beispiel des Konzerns lassen sich grundlegende gesellschaftliche Zusammenhänge untersuchen: Kapital und Lohnarbeit, Eigentum und Verfügungsmacht, Staat und Mitbestimmung sowie die weltweite Organisation von Produktion und Märkten. Fünf Zugänge eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Frage, wer wirtschaftliche Entscheidungen trifft und wer mit ihren Folgen leben muss.

Autokrise: Wer soll die Rechnung bezahlen?

Die „Krise des Standorts Deutschland“ wabert schon länger durch die Berichterstattung. Die Autokrise verstärkt dieses Framing: Produktion sei zu teuer, Beschäftigte müssten länger arbeiten, der Staat solle helfen. Gleichzeitig drohen Konzerne mit Verlagerungen und Werksschließungen. Wer entscheidet, wer zahlt – und wer trägt die Folgen?

Gewinn, Kosten und Produktivität bei Volkswagen

Volkswagen steckt in der Krise – und erwirtschaftet zugleich Milliarden. Der Beitrag untersucht, was Gewinne, Renditen, Markenergebnisse, Arbeitskosten und Produktivitätszahlen tatsächlich aussagen. Er zeigt die Grenzen einfacher Standortvergleiche und fragt, wann aus einem wirtschaftlichen Befund ein scheinbarer Sachzwang wird: Wer entscheidet, welcher Gewinn ausreicht – und wofür er verwendet wird?

Die VW-Krise in aktuellen TV-Dokumentationen

Innerhalb weniger Wochen widmeten sich ARD und NDR 2024 in zwei längeren Dokumentationen der Krise bei Volkswagen. Sie erweitern die Nachrichtenberichterstattung um Menschen, Orte und soziale Erfahrungen. Doch verändert sich damit auch die Erklärung der Krise? Die Filme werden zu Zeitzeugnissen dafür, wie öffentlich-rechtliches Fernsehen die VW-Krise wahrnimmt, deutet und erzählbar macht.

Warum VW?

Warum VW? Volkswagen ist mehr als ein Automobilkonzern. An seiner Geschichte und Gegenwart lassen sich Eigentum und Verfügungsmacht, Staat und Mitbestimmung, Arbeit und Rendite, Globalisierung und Transformation untersuchen. Die Seite gibt keine fertigen Antworten. Sie öffnet Perspektiven – und stellt Fragen, aus denen neue Fragen entstehen.

Im Kapitalismus geht es immer um Geld

Vom Aufbau des VW-Werks Emden in den 1960er Jahren bis zur gegenwärtigen Konzernkrise: Historische NDR-Filme und aktuelle Gewinn- und Dividendendaten eröffnen einen politisch-ökonomischen Blick auf Volkswagen. Im Mittelpunkt stehen der Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit sowie die Fragen, wer gesellschaftlichen Reichtum erwirtschaftet, wer über ihn verfügt und wer die Folgen unternehmerischer Entscheidungen trägt.

Volkswagen kommt nach Hannover

Volkswagen kommt nach Hannover

Mit dem 1956 eröffneten Werk Hannover-Stöcken begann Volkswagen, über Wolfsburg hinaus die Wirtschafts- und Arbeitswelt Niedersachsens zu prägen. Der neue Standort schuf Tausende Arbeitsplätze und wurde zugleich zu einem wichtigen Ort gewerkschaftlicher Organisation. An seiner Geschichte werden die Verflechtungen von Unternehmen, Lohnarbeit, Gewerkschaft, Stadt und Landespolitik exemplarisch sichtbar.

Wer verfügt über Volkswagen?

Bei Volkswagen wird um Werke, Arbeitsplätze und die künftige Konzernstrategie gerungen. Berichtet wird über einen „Machtkampf“ zwischen Vorstand, Betriebsrat, Eigentümern und dem Land Niedersachsen. Doch wer verfügt eigentlich über VW, wer entscheidet über Gewinne und Verluste – und wer trägt die Folgen? Die Krise legt Macht- und Eigentumsverhältnisse offen, die sonst hinter dem Unternehmen verschwinden.