Schlagwörter: Demokratiebildung

Politische Bildung zwischen kritischer Urteilsfähigkeit und gesellschaftlicher Bestandssicherung

Politische Bildung schützt Demokratie nicht dadurch, dass sie Menschen auf die bestehende Ordnung verpflichtet. Sie stärkt Demokratie, indem sie Menschen befähigt, gesellschaftliche Verhältnisse einschließlich ihrer Macht-, Herrschafts- und Eigentumsverhältnisse kritisch zu verstehen, begründet zu beurteilen und demokratisch handelnd zu verändern.

Demokratie: Gesellschaftsverhältnis – Lebensweise – Verhaltensweise

Demokratie als Verhaltensweise setzt bei Beziehungen, Konflikten und Entscheidungen an. Demokratie als Lebensform fragt nach den Bedingungen demokratischer Selbstbestimmung. Gesellschaftskompetenz verbindet beide Ebenen: Demokratie erfahren, Machtverhältnisse verstehen und gesellschaftliche Veränderung gemeinsam gestalten können.

Zwischen Leinwand und Gesellschaft: Kapitalismus im 20. Jahrhundert

Der Beitrag beschreibt die Bedeutung kapitalismuskritischer Perspektiven für die Lernwerkstatt zu Film und Geschichte. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie historische Bildungsarbeit gesellschaftliche Macht-, Eigentums- und Produktionsverhältnisse sichtbar machen und zur demokratischen Reflexion beitragen kann.

Demokratiebildung ≠ Staatsbürgerkunde

Demokratibildung, die die Analyse von Macht- und Herrschaftsverhältnissen sowie deren politisch-ökonomische Bedingungen ausblendet, reduziert sich auf eine normativ-moralisch aufgeladene Staatsbürgerkunde. Diese wird häufig als kritisch missverstanden, obwohl sie strukturelle Fragen systematisch vermeidet und damit die gesellschaftlichen Voraussetzungen demokratischer Teilhabe nicht adäquat thematisiert.