Kategorie: Autoren

Warum VW?

Warum VW? Volkswagen ist mehr als ein Automobilkonzern. An seiner Geschichte und Gegenwart lassen sich Eigentum und Verfügungsmacht, Staat und Mitbestimmung, Arbeit und Rendite, Globalisierung und Transformation untersuchen. Die Seite gibt keine fertigen Antworten. Sie öffnet Perspektiven – und stellt Fragen, aus denen neue Fragen entstehen.

VW im Film

Filme als Spuren in die Vergangenheit und zur Gegenwart des Volkswagen-Konzerns Detlef Endeward (08/2026) Die Geschichte von Volkswagen ist auch eine Geschichte seiner Bilder. Sie beginnt mit den nationalsozialistischen Wochenschauen, die den Bau des Volkswagenwerkes und den KdF-Wagen als Versprechen...

Der VW-Komplex (1989/90)

Hartmut Bitomskys Filmessay „Der VW-Komplex“ folgt der Produktion eines VW Golf durch das Wolfsburger Werk und verbindet diesen Weg mit einer Spurensuche durch die Geschichte des Konzerns und der Stadt. Arbeit und Automatisierung, Menschen und Maschinen, NS-Vergangenheit und bundesrepublikanische Gegenwart verdichten sich zu einem ebenso materiellen wie gesellschaftlichen „Komplex“.

Zum Stellenwert von Zeitzeugen-Aussagen im historischen Unterrichtsfilm

Zum Stellenwert von Zeitzeugen-Aussagen im historischen Unterrichtsfilm

Der 1993 entstandene Beitrag von Irmgard Wilharm fragt nach dem Erkenntniswert von Zeitzeugenaussagen im historischen Unterrichtsfilm. An drei Filmbeispielen unterscheidet sie unterschiedliche Funktionen und wendet sich gegen ein filmisches „So war es“. Bemerkenswert ist aus heutiger Sicht, wie früh damit Fragen formuliert werden, die für die Kritik filmischer Zeitzeugenschaft weiterhin zentral sind.

Wer verfügt über Volkswagen?

Bei Volkswagen wird um Werke, Arbeitsplätze und die künftige Konzernstrategie gerungen. Berichtet wird über einen „Machtkampf“ zwischen Vorstand, Betriebsrat, Eigentümern und dem Land Niedersachsen. Doch wer verfügt eigentlich über VW, wer entscheidet über Gewinne und Verluste – und wer trägt die Folgen? Die Krise legt Macht- und Eigentumsverhältnisse offen, die sonst hinter dem Unternehmen verschwinden.

Die Stadt – Das Auto – Der Film

Susanne Fuhrmann untersucht in ihrem Beitrag die filmische Fremd- und Selbstdarstellung von Wolfsburg und Volkswagen. Anhand von PR-Filmen, Dokumentationen und Spielfilmen zeigt sie, wie sich Unternehmensgeschichte, Stadtbild, Arbeitswelt und gesellschaftliche Entwicklung in unterschiedlichen filmischen Deutungen spiegeln – von der nationalsozialistischen Gründung über das „Wirtschaftswunder“ bis zu Rationalisierung, Migration und Ökologie.

Wenn Krieg zum Geschäftsmodell wird

Der Beitrag nimmt die Analyse von Elke Schwarz zum Rüstungsboom im Silicon Valley zum Ausgangspunkt und verbindet sie mit Varoufakis’ Technofeudalismus, dem politischen Programm von Karp/Zamiska, Thiels Demokratiekritik und Trumps Politik. Die Spuren ergeben ein beunruhigendes Muster: Technologische, ökonomische, staatliche und militärische Macht verstärken sich wechselseitig – ein Warnruf, diese Entwicklung demokratisch zu begrenzen.

Film als historische Quelle

Der Beitrag kritisiert einen quellenkritischen Zugang, der Film vor allem nach dem „Was“ des Abgebildeten befragt. Demgegenüber wird das filmische „Wie“ selbst als historischer Bedeutungsträger verstanden: Gestaltung, Montage und Bild-Ton-Verhältnis gehören zum Quellenwert. Damit erweitert sich der Blick vom Filmdokument auf jeden Film – ausdrücklich auch den Spielfilm – als potenzielle historische Überrestquelle.

25 Jahre Bundesrepublik – 50 Jahre später wieder gelesen

1974 deutete Alexander von Brünneck 25 Jahre Bundesrepublik aus einer linkssozialistischen Perspektive. 50 Jahre später wird der Text selbst zur historischen Spur: Was und wie erzählt er Geschichte, wie rahmt Peter von Oertzen diese Deutung als Gegenstand kritischer Bildungsarbeit – und welche Fragen bleiben für Gesellschaftskompetenz heute aktuell?

Das Grundgesetz als politisches Handlungsfeld

Der Jungsozialisten-Text von 1976 erscheint fünfzig Jahre später als Dokument einer ausgeprägten politischen Bildungs- und Diskussionskultur. Seine Aktualität liegt weniger in den damaligen Antworten als in der Verbindung von Verfassung, gesellschaftlichen Machtverhältnissen und politischer Praxis. Neu gelesen eröffnet er damit bemerkenswerte Zugänge zur Gesellschaftskompetenz.

Wenn Krankheit und Pflege sich rechnen müssen

Die aktuellen Recherchen zu Reha und Pflege verweisen über einzelne Missstände hinaus auf ein strukturelles Problem: Wo Gesundheitsversorgung privatisiert und zum Anlagefeld für Kapital wird, gerät die Gesundheitslogik unter die Verwertungslogik. Gesellschaftskompetenz heißt, diese Zusammenhänge zu erkennen, Eigentums- und Machtfragen zu stellen – und sich im Konflikt zwischen Versorgung und Profit zu positionieren.

Historisch-politische Bildung wieder gelesen

Beiträge zur historisch-politischen Bildung aus den 1970er bis 1990er Jahren werden als Spuren ihrer Zeit wieder gelesen. Gefragt wird nach damaligen Deutungen, Konflikten und Bildungsansätzen – und danach, welche Bedeutung sie heute für historisch-politische Bildung und Gesellschaftskompetenz gewinnen können.