Kategorie: Filmgeschichte

Faszination Film

Was war es nun, was das damalige Publikum so faszinierte, und wer ging zu den frühen laufenden Bildern? Es fällt auf, daß alle frühen Filmvorführungen in der Innenstadt waren und – abgesehen von der Mittagspause – den Tag überliefen. Man sprach also „Laufkund­schaft“ an, die nicht tagsüber arbeitete, Ju­gendliche und vermutlich viele Frauen.

Wie kam der Cinématographe Lumière nach Hannover

In Hannover wurde in einem Ausstellungsraum im Hause des Lokals „Zum Einhorn“, Georgstraße 34, der Kinematograph Lumière aufgestellt im Zusammenhang mit der Automatenausstellung, die in den folgenden Anzeigen im Hannoverschen Tageblatt immer erschien.

Entwicklung der hannoverschen Kinolandschaft ab 1949

Ab 1949 ist die Lizenzvergabe für Lichtspieltheater Angelegenheit der zivilen Verwaltung. Erst jetzt wird die Genehmigung von neuen Kinos spürbar erleichtert, weil lediglich die Bauvorschriften der kommunalen Behörden zu beachten sind. So steigt die Zahl der Filmtheater jetzt sprunghaft an – von 16 Häusern 1948 auf 25 Kinos 1949! Zu dieser Zeit beginnt der Aufstieg Hannovers zu einer der führenden deutschen Filmpremierenstädte der fünfziger Jahre.

Der Heimatfilm: Sehnsucht nach Geborgenheit

Der Beitrag analysiert den Heimatfilm der 1950er Jahre als populäres Genre, das gesellschaftliche Stabilität durch die Inszenierung von Idylle, Tradition und harmonischer Flüchtlingsintegration suggeriert. Dabei wird zeitgeschichtliche Realität uminterpretiert und Konflikte ausgeblendet

Rückkehr der Erinnerungen

Rückkehr der Erinnerungen

Zwischen letztem Aufruf und verfälschten Gefühlen Gegen Ende der Stabilisierungsphase fand nach Kracauer das Kinopublkum „Geschmack an Gesellschaftskritik“ – Gesellschaftskritik aber auch im Gewand „gefäschter Gefühle“!?  Kritische Filme, die an den Ersten Weltkrieg erinnerten, fanden ihr Publikum – und ihre...

Martin Dentler-Film in Braunschweig

Martin Dentler-Film in Braunschweig

Lichtspielhäuser in mehreren deutschen Städten Dentler war zunächst als Buchhändler und anschließend als Kaufmann in Hamburg tätig gewesen,[3] bevor er im Frühjahr 1905[4] nach Braunschweig kam, wo er 1906 zusammen mit seiner Frau Meta[1] in den Räumen der „Alten Polizei“,...

Die Spielfilmproduktion im ersten Jahr nach der Währungsreform

Infolge der Währungsreform veränderten sich die ökonomische Situation und – im Zusammenhang mit dem Ende der alliierten Vorzensur – auch die politischen Produktionsbedingungen der JFU. Der Firma stellte sich jetzt in anderer Weise als vorher die Frage, welche Filmstoffe verwirklicht werden sollten und konnten. In der bereits zitierten Äußerung Rolf Meyers „wir können also nun jeden Film herstellen, sofern wir wirtschaftlich dazu in der Lage sind“ spiegelt sich die neue Freiheit und zugleich eine neue Abhängigkeit.

„Ein einstmals wohlrenommierter Regisseur“

Jugerts 30 Kinofilme bilden genaugenommen nur eines von drei Segmenten (dazu 50 Produktionen für das Fernsehen und Arbeit beim Theater) in einem Werk, das noch nicht annähernd bekannt und schon gar nicht erschlossen ist.

Dokumentar- und Kurzfilmproduktion der Junge Film-Union

Auf einer Liste, die die britische Film Section im Jahre 1947 über deutsche Dokumentarfilm-Produzenten führte, findet sich die JFU an erster Stelle. Die Filmfirma produzierte insgesamt vier Filme dieser Art: für Großbritannien den KREIS-RESIDENT OFFICER (K.R.O.), den ersten in der britischen Zone in diesem Zusammenhang überhaupt produzierten Dokumentarfilm. Für den deutschen Markt realisierte die JFU die drei Kurzfilme DIE ZAUBERSCHERE, STADTMEIER UND LANDMEIER sowie SIE SIND NICHT GEMEINT.

Verdrängung – Verunsicherung – Restauration und eine „Keine-Experimente-Mentalität“

Die Ergebnisse der Filmanalysen weisen deutliche Entsprechungen auf zu Befindlichkeiten und Prozessen, wie sie in verschiedenen soziokulturellen und sozialpsychologischen Untersuchungen zur deutschen Nachkriegszeit konstatiert wurden. Im Übrigen gilt eine „Keine-Experimente-Mentalität“, die insbesondere nach der Währungsreform dominant wurde und die dazu beigetragen haben dürfte, daß die Produktionen der JFU in vieler Hinsicht in einer Kontinuität zum „unpolitischen“ Unterhaltungsfilm vor 1945 stehen.