Neugestaltung des City-Bereichs
Der Neuaufbau des hannoverschen Innenstadtbereichs war als ein Zentrum des Geschäftslebens, d.h. als typischer Citykern, geplant. Ziel war es, ein „möglichst zusammenhängendes Einkaufsgebiet wieder entstehen zu lassen.“ 1)
Der erste Geschäftsneubau nach dem Krieg war das Europahaus im Herzen der Stadt. Mit seinem weißen Anstrich wirkte der Geschäftsneubau, umgeben von einer Trümmerlandschaft, wie ein Signal zum Wiederaufbau. Ausgehend von diesem Gebäude sollte Bau an Bau gesetzt werden und in jedem Stadium ein möglichst in sich abgerundetes Ganzes entstehen.
Die geplante City im Herzen der Stadt spiegelt u.a. auch die neue Stellung Hannover als Landeshauptstadt wieder. Hannover sollte sich künftig auch als überregionales, gut erreichbares Geschäfts-, Wirtschafts- und Verwaltungszentrum erweisen. Es lag daher nahe, dieses Zentrum in den Innenstadtbereich, in unmittelbare Nähe des Bahnhofs zu verlegen.
Vergrößerung und Umstrukturierung
Die wesentliche und grundlegende Neugestaltung der hannoverschen Innenstadt vollzog sich in den fünfziger Jahren am Süd- und Westrand der Altstadt zwischen Aegidientorplatz, Waterlooplatz und Königsworther Platz. Das hohe Aufkommen des Individualverkehrs hatte eine neue Verkehrsführung notwendig gemacht. Zusammen mit einem neuartigen Verhältnis zu historischen Monumenten und modernem Bauen im Stil der Zeit ergab sich ein neues großstädtisches Hannoverbild.
Die Vergrößerung des hannoverschen City-Bereichs und die Umstrukturierung des Flächennutzungsplans, (d.h. weitgehender Verzicht auf Wohnungsbauten im Innenstadtbereich) ermöglichten, bei der Innenstadtbebauung eine durchgehende verträgliche Bauhöhe im Verhältnis zu den Straßenräumen beizubehalten. „Auf der einen Seite verlangt der Charakter einer Geschäftsstadt Straßenabmessungen, die insbesondere dem Fußgänger gemäß sind, auf der anderen Seite ist der Straßenquerschnitt maßstabsgebend für das Gefüge der Altstadt, das im Straßennetz trotz weitgehender Zerstörung der Bauten noch erhalten blieb.“ 1)
In den folgenden Jahren hatte sich die City wieder aus dem Stadtbild herausgebildet und sich fast über die gesamte Innenstadt verbreitet. Hotels, Waren- und Geschäftshäuser wurden teilweise wieder auf ihren alten Standorten aufgebaut oder fanden neue Grundstücke. Banken und Versicherungen, Handel und Gewerbe konzentrierten ihre Bauaktivitäten wieder im Zentrum. Neue öffentliche Bauten entstanden. Aber Aufbau und Neugestaltung Hannovers haben sich nicht nur auf die Innenstadt beschränkt. Im ganzen Stadtgebiet wurde nach den neuen Planungsgesichtspunkten gebaut.
1) Stadtmitte Hannover: a.a.O., S. 35
Stadtentwicklung in den 50er und frühen 60er Jahren
Ausgangslage: Die zerstörte Stadt
Stadtplanung – Vorstellungen 1948/49
Umsetzung der Gebäude- und Verkehrsplanung
- Umgang mit historischer Bausubstanz
- Das ‚Hohe Ufer‘ – „Alt“ und „Neu“ zusammenfügen
- Lavesalle am Waterlooplatz
Zukunftsorientiertes Verkehrskonzept
- Schnellstraßenkonzept
- Erschließung der Tangenten für die Innenstadt
- Öffentlicher Nahverkehr
- Flughafen Hannover
Neugestaltung des City-Bereichs
- Neugestaltung des Kröpcke
- Wiederaufbau der Oper
- Geschäftsneubauten
- Neue Ladenstraße
- Die erste Fußgängerzone
- Rund um die Kreuzkirche
- Calenberger Neustadt
- Stadtteil Mittelfeld
Krankenhäuser und Gebäude der Gesundheitsfürsorge
Schulen, Kultureinrichtungen und Sportanlagen
- Schulen
- Kultureinrichtungen
- Niedersachsenstadion
- Schwimmbäder
Visionen
- Constructa Bauausstellung Hannover 1951
- Ungebautes Hannover
Stimmen zur Stadtentwicklung
- Das „Wunder von Hannover“
- Rückblicke
Literatur