Kategorie: Weimarer Republik
Dokumentarfilm über Alfred Hugenberg (1865-1951), der zur Zeit der Weimarer Republik zur einflußreichsten Persönlichkeit im Medienbereich aufstieg. Als sogenannter Medienimperator und Führer der ultrakonservativen Deutschnationalen Volkspartei war er einer der ersten, der sich der Bedeutung der Massenmedien und ihrer Macht bewußt wurde und sie einsetzte.
Wie keine andere Kunstform spiegelte das Kino den Zeitgeist der Moderne. Mode und Sport, Mobilität und urbanes Leben, Genderfragen und Psychoanalyse prägen die Filme einer Stilepoche, die auf die Filmästhetik der ganzen Welt Einfluss nahm
Dieser Film zeigt die Bauarbeiten zu einem der bedeutendsten Bauten in Hannover, geradezu ein Wahrzeichen der Stadt: Das Anzeiger-Hochhaus wurde in den Jahren 1926-1928 von Fritz Höger erbaut und gilt als eines der Hauptwerke des „Backstein-Ideologen“ und Vertreters des niederdeutschen Expressionismus.
Materialien zur Geschichte der IG Farben und deren zerstörerischem Werk in der Weimarer Zeit und im Faschismus.
Bereits 1904 gab es die erste „Interessen-Gemeinschaft“ der deutschen Teerfarbenindustrie. Schon damals war es Bayer-Chef Carl Duisberg, angeregt von der Erfahrungen seiner US-Reisen und den dortigen „Trusts“, der die enge Verzahnung vorantrieb. Nach dem Ersten Weltkrieg drängte er vor allem BASF-Chef Carl Bosch zum Zusammenschluss. Am 2. Dezember 1925 ist es dann soweit, die Fusion folgt 1926. Mit dabei sind unter anderen Höchst (heute Teil von Sanofi-Aventis) und Agfa.
Vor mehr als 75 Jahren nutzten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Kenntnisse und Fähigkeiten, um einen internationalen Krieg und die Ermordung von hunderttausenden Menschen in Konzentrationslagern zu ermöglichen. Chemikerinnen und
Chemiker verdienten an Tod bringenden Waffen, an Medikamenten für sterbende Soldaten, an der massenhaften Versklavung von Häftlingen und schließlich am Völkermord in den Konzentrationslagern. Angeblich „im Dienste der Wissenschaft“ wurden Häftlinge durch medizinische Versuche zu Tode gequält.
Der Rat der Götter (1950) ist ein DEFA-Film von Kurt Maetzig, der die Verstrickung des IG-Farben-Konzerns in die Kriegsverbrechen des NS-Regimes beleuchtet. Er zeigt den moralischen Konflikt des Chemikers Dr. Scholz, der erst spät seine Mitschuld erkennt. Der Film war politisch umstritten und wurde in Westdeutschland verboten
Die Justiz trug nicht unerheblich zur Destabilisierung der Demokratie bei und spielte eine verhängnisvolle Rolle am Ende der Republik:
Der DEFA-Film „Affaire Blum“ (1948) von Erich Engel basiert auf einem Justizskandal der 1920er Jahre. Ein jüdischer Fabrikant wird fälschlich des Mordes beschuldigt, Opfer antisemitischer Vorurteile. Ein Kriminalbeamter deckt die Wahrheit auf. Ein eindringliches Drama über Gerechtigkeit und Vorurteile.
Der Justizskandal aus den Jahren 1925/26 in Magdeburg, der seinerzeit großes Aufsehen erregte, wurde später jedoch totgeschwiegen, da es sich um einen offensichtlichen Mißbrauch der Richterschaft für politische Zwecke handelte. Nach 1933 wurden auch sämtliche Aktenstücke und Dokumente über diesen Prozeß vernichtet.
Der Film berichtet in chronologischer Folge über die wichtigsten Stationen im Leben und „Beruf“ des KZ-Kommandanten Rudolf Höß (im Film Franz Lang), der das Vernichtungslager Auschwitz zur vollen Perfektion des Massenmordes entwickelt hat.
Wie konnte der Faschismus in Deutschland die Macht übernehmen? Zur Beantwortung dieser Frage muss man sich mit den sozialen, politischen und ökonomischen Bedingungen für die faschistische Machtübernahme am Ende der Weimarer Republik beschäftigen. Die hier ausgewählten Filme – sowohl zeitgenössische wie retrospektive – leisten einen Beitrag zu dieser Auseinandersetzung.
Der experimentelle Stummfilm ist das bedeutendste Werk des deutschen Filmregisseurs Walther Ruttmann (1887 – 1941). Er dokumentiert den Tagesablauf der Metropole Berlin der späten 1920er Jahre.