Kategorie: Epochen

Bourgeoisie (im Sinne von Wirtschaftsbürgertum) und Proletariat.

Als „Klassen“ werden Personenvielheiten bezeichnet, die durch den Besitz bzw. Nicht-Besitz an (Verfügungsmacht bzw. Nicht-Verfügungsmacht über) Kapital und daraus folgende gemeinsame bzw. entgegengesetzte Interessen definiert sind, die sich der Tendenz nach aufgrund dieser Merkmale als zusammengehörig bzw. einander entgegengesetzt begreifen und die sich – wieder der Tendenz nach – auf dieser Grundlage zu gemeinsamen bzw. entgegengesetzten Aktionen zusammenschließen und organisieren.

Kuhle Wampe – ein „staatsgefährdender“ Film?

Filmzensur als Mittel der politischen Auseinandersetzung „Das Ganze ist eine Machtfrage. Wer Macht will auf Grund von geistiger Unfreiheit, läßt es sich durch Gründe nicht ausreden, und er besteht auf der Zensur.Heinrich Mann Die Handhabung der Vorgaben aus dem Lichtspielgesetz...

NS-System: gegenrevolutionäre Totalität

Der 30. Januar 1933 erschien nur in den Augen weniger Zeitgenossen als fundamentale Wende, und das reine Datum bedeutete dies auch nicht. Die Weimarer Demokratie war bereits seit 1930, mit den halbdiktatorischen Präsidialkabinetten, begraben worden – und sie sollte dies auch. Spätestens 1932, mit der widerstandslosen (verfassungswidrigen) Absetzung der preußischen, sozialdemokratisch geleiteten Regierung, war das Ende der ungefähr ein dutzend Jahre dauernden ersten deutschen Republik besiegelt.

Nebel im August (2016)

Der Film „Nebel im August“ erzählt die letzten Monate im Leben des 14-jährigen Ernst Lossa. Er wurde 1944 in einer „Heilanstalt“ ermordet – als eines der über 200.000 Opfer nationalsozialistischer „Euthanasieprogramme“. Grundlage dieses historischen Spielfilms ist der gleichnamige Jugendroman von Robert Domes, in dem die ganze Lebensgeschichte dieses Rebellen, des Außenseiters Ernst, erzählt wird. Er hätte „unser Leben reicher, bunter und menschlicher“ (R. Domes) machen können, wenn die Nazis ihn gelassen hätten.

Das Brot oder der Himmel – Unterrichtseinheit

Die Filme dokumentieren so zwei sehr unterschiedliche Varianten der Anknüpfung an die deutsche Filmgeschichte. Geht man allerdings näher auf die inhaltlichen Gesichtspunkte ein, unterscheiden sie sich zwar auf der intentionalen Ebene, den sog. „Botschaften“ voneinander, nähern sich in den dargestellten Motiven teilweise aber bis zur Übereinstimmung einander an.

„Schöne alte Zeit“ oder Bilder von Klassengegensätzen?

Zahlreiche Dokumentarfilme, die sich mit dem Deutschland um die Jahrhundertwende 1900 befassen  vermitteln nicht selten mit Hilfe ihrer Bilder den Eindruck einer – leider untergegangenen – „schönen alten Zeit“ und befriedigen damit beim Publikum  vor allem „nostalgische Gefühle“.

Erzwungene Trennung – UE Sek II (8/10 Stunden)

Eine interessante Parallele ergibt sich zwischen den beiden Filmen in der Thematisierung der erzwungenen Trennung von Ehemann und Ehefrau. Im Film WESTFRONT 1918 schildert Georg Wilhelm Pabst aus männlicher Perspektive, wie der Soldat Karl auf Heimaturlaub seine Frau in flagranti mit einem Fleischergesellen ertappt. Der Film HEIMKEHR behandelt die Problematik der zurückgelassenen Ehefrau mit einem stärkeren Fokus auf die weiblichen Perspektive

Schmutz- und Schundkampagne der 1950er Jahre

In den 50er Jahren des Jahrhunderts lösten die Entwicklungen im Medienbereich eine heftige „Schmutz- und Schundkampagne“ aus. Dass man mit Recht von einer „heftigen Kampagne“ sprechen kann, zeigt sich
schon alleine daran, dass es – noch keine zehn Jahre nach Ende des Dritten Reichs – zu öffentlichen Verbrennungsaktionen von sogenannter Schundliteratur kam.

Ein Generalstreik, der keiner sein durfte

Am November 1948 fand etwas statt, was aus dem kollektiven Gedächtnis der Bundesrepublik fast völlig verschwunden ist: ein Generalstreik, der keiner sein durfte. Und obwohl er für die gegenwärtig doch so betonte Erinnerungskultur kaum existiert, hatte dieser Generalstreik für die Vorgeschichte der Bundesrepublik in doppelter Hinsicht Bedeutung.