Kuhle Wampe – ein „staatsgefährdender“ Film?

Filmzensur als Mittel der politischen Auseinandersetzung

Die politischen Auseinandersetzungen um den Film „Kuhle Wampe“


Die Auszüge aus der Verbotsbegründung legen die Beanstandungen der Berliner Filmprüfstelle ausführlich dar und bieten damit eine Grundlage zum Verständnis der politischen Ablehnung des Films, der als „staatsgefährdend“ betrachtet wurde.

Die politischen Auseinandersetzungen um den Film, die das Klima der Weimarer Republik kennzeichnen, bilden sich zu einem gewissen Grad auch in der Straßenbahn-Szene (Sequenz 19) ab, in der die Arbeitersportler mit den anderen Fahrgästen eine politische Diskussion führen. Mit Hilfe des Materials lassen sich der verbale Schlagabtausch nachvollziehen und die einzelnen Positionen herausarbeiten.

  • Welche Szenen / Dialoge wurden beanstandet und warum?
  • Inwieweit erscheint der Vorwurf der „Staatsgefährdung“ berechtigt? Was für Befürchtungen äußerten die Vertreter der Filmprüfstelle in Bezug auf die Wirkung des Films?
  • Inwieweit wurden die Aussagen des Films durch die Kürzungen verfälscht?
  • Worin sehen die retrospektiven Kritiken die Stärken und Schwächen des Films?
  • Vordergründig geht es in der Diskussion der Fahrgäste um die Vernichtung von Kaffee in Brasilien. Was ist jedoch der größere Kontext der Diskussion?
  • Welche Gesellschaftsschichten lassen sich die Fahrgäste anhand ihrer Äußerungen sowie ihres Erscheinungsbildes zuordnen? Kann man die Diskussionsteilnehmer politischen Gruppen zuordnen?
  • Worin besteht die Kernaussage der Sequenz und ihre Bedeutung in der Dramaturgie des Films?

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