Kategorie: Epochen

Schwierigkeiten bei der Lizenzvergabe

Bereits im September 1945 gründet die britische Militärregierung den »Wirtschaftsverband der Filmtheater Britische Zone«, der als Pflichtorganisation für alle Kinobesitzer die Abwicklung der Genehmigungsverfahren übernimmt. Da ein Überangebot an Spielstätten verhindert werden soll, ist der örtliche Bedarf an Kinos ausschlaggebend für die Zulassung eines Lichtspielbetriebes.

Aufstieg zur Premierenhauptstadt der Nachkriegszeit

Aufstieg zur Premierenhauptstadt der Nachkriegszeit

Kino in der Nachkriegszeit Entwicklung der Lichtspieltheater von den Anfängen bis in die Nachkriegszeit Aufstieg zur Premierenhauptstadt der Nachkriegszeit Vorkriegsentwicklung und Ausgangslage 1945 Alliierte Kontrolle Schwierigkeiten bei der Lizenzvergabe Erste Wiedereröffnungen (Wieder-)Eröffnungen hannoverscher Lichtspielhäuser 1945 – 1960 Das Kinoprogramm der...

Alliierte Kontrolle

Die Grundlage für den Wiederaufbau der Kinos und der Filmkultur bildeten die filmpolitischen Maßnahmen der Besatzungsmacht, hier insbesondere das Gesetz 191 mit der Nachrichtenkontrollvorschrift Nr. 1, die jede kulturelle Tätigkeit untersagten, mit Ausnahme der von der Militärregierung Zugelassenen.

Der Heimatfilm: Sehnsucht nach Geborgenheit

Der Beitrag analysiert den Heimatfilm der 1950er Jahre als populäres Genre, das gesellschaftliche Stabilität durch die Inszenierung von Idylle, Tradition und harmonischer Flüchtlingsintegration suggeriert. Dabei wird zeitgeschichtliche Realität uminterpretiert und Konflikte ausgeblendet

Die Spielfilmproduktion im ersten Jahr nach der Währungsreform

Infolge der Währungsreform veränderten sich die ökonomische Situation und – im Zusammenhang mit dem Ende der alliierten Vorzensur – auch die politischen Produktionsbedingungen der JFU. Der Firma stellte sich jetzt in anderer Weise als vorher die Frage, welche Filmstoffe verwirklicht werden sollten und konnten. In der bereits zitierten Äußerung Rolf Meyers „wir können also nun jeden Film herstellen, sofern wir wirtschaftlich dazu in der Lage sind“ spiegelt sich die neue Freiheit und zugleich eine neue Abhängigkeit.

Ökonomische Funktion und politische Form

Die Herstellung der faschistischen Diktatur stellte sich als ein widersprüchlicher Prozess dar, in dem die Lösung „sich auf den kleinsten für alle Fraktionen akzeptablen wirtschaftspolitischen Nenner konzentrierte“. Die Annäherung vormals konkurrierender Konzeptionen erfolgte vor dem Hintergrund der sich verändernden politischen und vor allem ökonomischen Bedingungen in der Krise.

Verdrängung – Verunsicherung – Restauration und eine „Keine-Experimente-Mentalität“

Die Ergebnisse der Filmanalysen weisen deutliche Entsprechungen auf zu Befindlichkeiten und Prozessen, wie sie in verschiedenen soziokulturellen und sozialpsychologischen Untersuchungen zur deutschen Nachkriegszeit konstatiert wurden. Im Übrigen gilt eine „Keine-Experimente-Mentalität“, die insbesondere nach der Währungsreform dominant wurde und die dazu beigetragen haben dürfte, daß die Produktionen der JFU in vieler Hinsicht in einer Kontinuität zum „unpolitischen“ Unterhaltungsfilm vor 1945 stehen.

Der interzonale Filmaustausch

Der in den einzelnen Besatzungszonen getrennt vollzogene Neubeginn der deutschen Filmwirtschaft beschränkte zunächst auch die Filmauswertung auf die jeweilige Zone. Eine Grundlage für den Austausch von Filmen zwischen den Zonen war allerdings im Sommer 1947 mit der Direktive Nr. 55 des alliierten Kontrollrates geschaffen worden.