Kategorie: Filmbildung

1. Niedersächsische Tage der Medienpädagogik 1993 in Leer

Die erste neu konzipierte Nachfolgeveranstaltung der Jahrestagungen der niedersächsischen Bildstellenleiter fand vom 25. bis 27. Juni 2993 in Leer statt und wurde vom damaligen niedersächsischen Kultusminister Rolf Wernstedt eröffent. Die Tagung  unter der Thematik „Medien: Warner oder Angstmacher?“ setzte sich mit Fragen zur Wirklichkeitsvermittlung durch Medien – damals vor allem durch die politische Berichterstattung im Fernsehen -, deren Wirkungen auf Zuschauer und auswirkungen auf die Gesellschaft auseinander.

Medialitätsbewusstsein

Wollen wir die durch unsere organische Ausstattung gesetzten Grenzen überschreiten, sind wir auf Medien angewiesen. Damit wird Medialität als Voraussetzung von Weltwahrnehmung und Weltaneignung zu einer anthropologischen Grundannahme.

Medien als Elemente interkul­tu­rellen Lernens

Medien sind Fenster zur Welt, erweitern den Erfah­rungs­horizont. In ihrer Eigenschaft als Dolmetscher und Mittler zwischen verschiedenen Lebenswelten erweisen sich Medien als wertvolle Hilfe. Zugleich erweitern sie unseren Erfahrungshorizont. An die Stelle exotischer Vorstel­lun­gen treten optisch und akustisch vermittelte Eindrücke. „Fremdes“ wird nicht nur abstrakt aufge­nommen, son­dern „sinnlich“ erlebt. Dabei eröffnet das Filmbild die Möglichkeit, auch Nebensächlichkeiten, die vom Ge­wohn­ten abweichen, neu zu erkunden. Filme können also zum Entdecken einladen.

Förderung von Filmveranstaltungen zur politischen Bildung in Niedersachsen

Das Niedersächsische Landesverwaltungsamt – Landesmedienstelle – und die Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung führten in den 80er Jahren in Zusammenarbeit mit den kommunalen Bildstellen/Medienzentren jährlich die Aktion Veranstaltungen „Förderung von Filmveranstaltungen zur politischen Bildung in Niedersachsen“ durch.

Aktive Medienarbeit – Eine Chance für Medienkompetenz und Schulentwicklung

Aktive Medienarbeit hat in der Schule eine Tradition, die im Rahmen der Schulfotografie und Schülerfilmarbeit bis in die 20er Jahre zurückreicht. Hier gibt es Traditionslinien, die z.B. auf Kunsterzieherbewegung mit ihrer Entdeckung des „Schöpferischen“ im Kinde und der Betonung der Eigentätigkeit verweisen. Andere Traditionslinien führen zur Arbeitsschulbewegung und zur Projektmethode. Was ist Medienanalyse durch aktive Medienarbeit anderes als „Learning by doing“.

Filmclub Hannover

Nach Kriegsende gründete sich auf Betreiben der englischen Besatzungsmacht der erste hannoversche Filmclub. Dahinter stand vor allem auch das Bedürfnis, bisher nicht in Deutschland aufgeführte Filme einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Weltbilder – aus einem vergangenen TV-Zeitalter

1993 brachte das Projekt „Weltbilder“ die Dokumentarfilme von Gordian Troeller, Marie-Claude Deffarge und Ingrid Becker-Ross nach Hannover und Oldenburg. Die Werkschau verband Filme über Entwicklung, Weltwirtschaft, soziale Ungleichheit, Frauen und Kinder mit Diskussion und Bildungsarbeit – und erinnert zugleich an eine Zeit, in der gesellschaftskritischer Dokumentarfilm noch einen festen Platz im öffentlich-rechtlichen Fernsehen hatte.

Geschichten von Hoffnungen und Wünschen

Geschichten von Hoffnungen und Wünschen

Niederlage, Befreiung, Zusammenbruch, „Stunde Null“, Neuanfang und/oder Wiederaufbau sind Begriffe mit denen das Kriegsende und die Jahre nach dem Ende der faschistischen Diktatur und des Zweiten Weltkrieges benannt und beschrieben werden. Wie haben die Menschen in jenen Jahren die Zeit...