Kategorie: Filmbildung

Niedersächsische Medientage 1993 bis 2001

Vom medienpädagogischen Kongress zum Festival der Sinne Zur Geschichte der Niedersächsischen Medientage Detlef Endeward (2024) Die Niedersächsischen Medientage können als Vorläufer der Regionalen Schulmedientage (seit 2008) und der Tage der Medienkompetenz (seit 2009) gelten. Als landesweite Veranstaltungen, die in unterschiedlichen...

Fernsehen zum Selbermachen

Der aktiven Medienarbeit wird unbestritten ein hoher Stellenwert für die Ausbildung von Medienkompetenz eingeräumt. Leben in der modernen Gesellschaft heißt zu einem großen Teil Leben mit Medien. Ohne die adäquate Nutzung der vorhandenen, sich ständig weiterentwickelnden Medien ist verantwortliches Handeln unmöglich. Schule muss ihren Beitrag dazu leisten, die für solches Handeln notwendige Medienkompetenz zu entwickeln.

Projekt ‚Offener Kanal und Schule‘ 1996 bis 1999

In Kooperation  mit dem damaligen Offenen Kanal Wolfsburg-Braunschweig und der Medienwerkstatt Linden realisierten das damalige NLI und die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) ein Projekt zur aktiven Medienarbeit. Ziel war es, Lehrerinnen und Lehrer als Multiplikatoren an die Angebote und Möglichkeiten eines Offenen Kanals heranzuführen und ihnen methodische und didaktische Hinweise für den praktischen Medienunterricht in der Schule zu eröffnen.

Fixpunkte anschaulichen Lehrens und Lernens

Diese Textquellen sind nicht neu, und jeder Geschichtslehrer, jeder Geschichtslehrerin wird sich zumindest im Referendariat damit beschäftigt haben – und dann häufig nicht mehr. An dieser Stelle sollen sie Erinnerungsanker bzw. Nach-Denkanstöße sein für das Arbeiten mit Filmen im Fachunterricht.

Die Effizienz von Medien unterschiedlicher Gestaltung

Die erste Aufgabe ist, Geschichte lebendig zu machen. Hier haben die Medien eine wichtige Funktion. Siekönnen, wie die nicht verfügbare ferne Welt in der Geographie oder direkt nicht auffindbare Welten von Tieren und Pflanzen in die Biologie, vergangene Welten lebendig vor Augen führen.

1. Niedersächsische Tage der Medienpädagogik 1993 in Leer

Die erste neu konzipierte Nachfolgeveranstaltung der Jahrestagungen der niedersächsischen Bildstellenleiter fand vom 25. bis 27. Juni 2993 in Leer statt und wurde vom damaligen niedersächsischen Kultusminister Rolf Wernstedt eröffent. Die Tagung  unter der Thematik „Medien: Warner oder Angstmacher?“ setzte sich mit Fragen zur Wirklichkeitsvermittlung durch Medien – damals vor allem durch die politische Berichterstattung im Fernsehen -, deren Wirkungen auf Zuschauer und auswirkungen auf die Gesellschaft auseinander.

Medialitätsbewusstsein

Wollen wir die durch unsere organische Ausstattung gesetzten Grenzen überschreiten, sind wir auf Medien angewiesen. Damit wird Medialität als Voraussetzung von Weltwahrnehmung und Weltaneignung zu einer anthropologischen Grundannahme.

Medien als Elemente interkul­tu­rellen Lernens

Medien sind Fenster zur Welt, erweitern den Erfah­rungs­horizont. In ihrer Eigenschaft als Dolmetscher und Mittler zwischen verschiedenen Lebenswelten erweisen sich Medien als wertvolle Hilfe. Zugleich erweitern sie unseren Erfahrungshorizont. An die Stelle exotischer Vorstel­lun­gen treten optisch und akustisch vermittelte Eindrücke. „Fremdes“ wird nicht nur abstrakt aufge­nommen, son­dern „sinnlich“ erlebt. Dabei eröffnet das Filmbild die Möglichkeit, auch Nebensächlichkeiten, die vom Ge­wohn­ten abweichen, neu zu erkunden. Filme können also zum Entdecken einladen.

Förderung von Filmveranstaltungen zur politischen Bildung in Niedersachsen

Das Niedersächsische Landesverwaltungsamt – Landesmedienstelle – und die Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung führten in den 80er Jahren in Zusammenarbeit mit den kommunalen Bildstellen/Medienzentren jährlich die Aktion Veranstaltungen „Förderung von Filmveranstaltungen zur politischen Bildung in Niedersachsen“ durch.

Aktive Medienarbeit – Eine Chance für Medienkompetenz und Schulentwicklung

Aktive Medienarbeit hat in der Schule eine Tradition, die im Rahmen der Schulfotografie und Schülerfilmarbeit bis in die 20er Jahre zurückreicht. Hier gibt es Traditionslinien, die z.B. auf Kunsterzieherbewegung mit ihrer Entdeckung des „Schöpferischen“ im Kinde und der Betonung der Eigentätigkeit verweisen. Andere Traditionslinien führen zur Arbeitsschulbewegung und zur Projektmethode. Was ist Medienanalyse durch aktive Medienarbeit anderes als „Learning by doing“.