Kategorie: Epochen

Die verdeckten Spuren des Kalten Krieges im deutschen Unterhaltungsfilm

Irmgard Wilharm analysiert, wie der Kalte Krieg im deutschen Unterhaltungsfilm indirekt wirkte: Ost und West konstruierten Feindbilder, Opfer- und Heldenrollen. Filme dienten der Systemstabilisierung, spiegelten kollektives Bewusstsein und verdrängten Täterrollen durch komplementäre Ausblendungen.

Die Wahrheit über Rosemarie (1959)

Der Film erzählt die Geschichte von Rosemarie Nitribitt, einer bekannten Frankfurter Edelprostituierten, die Verbindungen zu zahlreichen Mächtigen aus Politik und Wirtschaft unterhielt. 1957 wurde sie ermordet aufgefunden, ihr bis heute nicht aufgeklärter Tod löste ein großes Medienecho aus. (filmportal.de)

1×1 DER EHE (1949)

Rudolf Jugerts Komödie „1×1 der Ehe“ (1949) konfrontiert konservative Ehevorstellungen mit modernen Partnerschaftsmodellen. Ein starrsinniger Anwalt wird in einer Radiosendung durch Partnertausch und Liebeswirren zum Umdenken gebracht. Heiter, ein wenig „zeitkritisch“ und ein Spiegel der Nachkriegsgesellschaft.

Hallo, Fräulein! (1949)

Hallo Fräulein! (1949) ist eine Musikkomödie von Rudolf Jugert, die in der Nachkriegszeit spielt. Eine Musikstudentin organisiert eine Show zur Völkerverständigung, doch entscheidet sich am Ende für einen deutschen Ingenieur statt eines amerikanischen Soldaten.

Kennwort: Reiher 1964)

Während des Zweiten Weltkriegs bricht ein britischer Major aus einem deutschen Gefangenenlager aus und soll zusammen mit einem Landsmann und zwei Amerikanern von der belgisch-französischen Widerstandsorganisation „Flusslinie“ über die spanische Grenze in Sicherheit gebracht werden. Kurz vor dem Ziel gerät er in Verdacht, ein deutscher Agent zu sein. Das hat tragische Konsequenzen.

Um eine Nasenlänge (1949)

Der glücklose Zeitungsfahrer Felix gerät in ein Verwechslungsspiel, als Anni ihn für den Radstar Lohmeyer hält. Um die Lüge zu decken, taucht er beim Sechstagerennen unter, übernimmt nach einem Unfall sogar Willys Rolle – und gewinnt „um eine Nasenlänge“. Am Ende fliegt alles auf, doch es gibt ein Happy End.

Der Alltag der Menschen im Nachkriegsdeutschland

Der Alltag der Menschen im Nachkriegsdeutschland

Der Alltag der Menschen im Nachkriegsdeutschland war geprägt von Not, Improvisation und einem unermüdlichen Willen zum Wiederaufbau. Hunger, Wohnraumnot und zerstörte Infrastruktur bestimmten das Leben, doch gleichzeitig entstanden neue soziale und politische Strukturen.

Denn in dieser Zeit (1957)

Der Wahlfilm behandelt in Spielfilmszenen die damals aktuellen Probleme der Bevölkerung und die Einstellung der SPD-Opposition hierzu. In die Handlung eingebunden sind Einspielungen von SPD-Wahlspots: Carlo Schmid, Fritz Erler (mit Bildern aus ATOM SO ODER SO), Erich Ollenhauer.

Einschätzung der politisch-ökonomischen Lage 1932/33 durch die Arbeiterorganisationen

Trotz früh vorhandener Einsichten über den Charakter des Faschismus ist es den Organisationen der Arbeiterbewegung nicht gelungen, eine gemeinsame politische Praxis gegen den aufkommenden Faschismus zu entwickeln. Man bekämpfte sich einerseits viel zu sehr gegenseitig und andererseits erfolgten die strategischen Konsequenzen von SPD, Gewerkschaften und KPD aus zwar unterschiedlichen aber gleichwohl katastrophalen realpolitischen Fehleinschätzungen der politisch-ökonomischen Lage in der Wirtschaftskrise.

Razzia (1947)

Der DEFA-Film „Razzia“ (1947) von Werner Klingler spielt im Nachkriegsberlin und thematisiert den Schwarzmarkt. Kriminalkommissar Naumann kämpft gegen Schmuggler, wird jedoch ermordet. Sein Nachfolger Lorenz deckt Verrat auf und stellt die Täter. Ein realistischer Kriminalfilm über Moral und Not.
„Razzia“ war  der fünfte Film der DEFA und zugleich ihr erster Kriminalfilm.