Kategorie: Endeward, Detlef
Harald Jähner formuliert in seinem Buch „Wolfszeit“ in den Zwischenüberschriften jeweils den Extrakt seiner folgenden Ausführungen. Eine „Erzählung“ entlang dieser Überschriften korrespondiert auffällig mit den zentralen Motiven in den deutschen Nachkriegsspielfilme.
Die Regionalen Filmtage zur politischen Bildung fanden in den 1980er Jahre im Zwei-Jahres-Rhythmus statt. Veranstalter waren die Landeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit der Landesbildstelle/Landesmedienstelle, regionale Bildungseinrichtungen wie die jeweilige Volkshochschule und Kreisbildstelle und wechselnde Kooperationspartner je nach thematischen...
Aktive Medienarbeit hat in der Schule eine Tradition, die im Rahmen der Schulfotografie und Schülerfilmarbeit bis in die 20er Jahre zurückreicht. Hier gibt es Traditionslinien, die z.B. auf Kunsterzieherbewegung mit ihrer Entdeckung des „Schöpferischen“ im Kinde und der Betonung der Eigentätigkeit verweisen. Andere Traditionslinien führen zur Arbeitsschulbewegung und zur Projektmethode. Was ist Medienanalyse durch aktive Medienarbeit anderes als „Learning by doing“.
Die Medienlandschaft in Mittel- und Osteuropa befindet sich in den 90er Jahren des 20. Jahr. im Umbruch. In Deutschland haben sich die privaten Anbieter etabliert, in Österreich und der Schweiz diskutiert man über die Einführung des dualen Systems. Dank Kabel- und Satellitentechnik sind aber auch dort schon in vielen Haushalten zwanzig und mehr Programme zu empfangen. Und in Osteuropa ist nach dem Zusammenbruch des Kommunismus der Aufbau ganz neuer Rundfunksysteme erforderlich. Die Veränderungen sind tiefgreifend. Sie beziehen sich nicht nur auf die Anzahl der Programmangebote, sondern auch auf die Inhalte. Diese Veränderungen sind kein isolierter Prozess, sondern stehen in engem Zusammenhang mit der veränderten gesellschaftlichen Stimmungslage und den Interessen der Menschen.
Vom medienpädagogischen Kongress zum Festival der Sinne Zur Geschichte der Niedersächsischen Medientage Detlef Endeward (2024) Die Niedersächsischen Medientage können als Vorläufer der Regionalen Schulmedientage (seit 2008) und der Tage der Medienkompetenz (seit 2009) gelten. Als landesweite Veranstaltungen, die in unterschiedlichen...
Der aktiven Medienarbeit wird unbestritten ein hoher Stellenwert für die Ausbildung von Medienkompetenz eingeräumt. Leben in der modernen Gesellschaft heißt zu einem großen Teil Leben mit Medien. Ohne die adäquate Nutzung der vorhandenen, sich ständig weiterentwickelnden Medien ist verantwortliches Handeln unmöglich. Schule muss ihren Beitrag dazu leisten, die für solches Handeln notwendige Medienkompetenz zu entwickeln.
Die fachwissenschaftliche Ausdifferenzierung hat über veränderte Fragestellung auch zu neuen Quellen geführt. Bild, Film und Ton werden genutzt, wenn es um Fragen nach kollektiven Einstellungen und Bewusstseinslagen geht. Die Vereinigung IAMHIST mit Sitz in Washington (International Association for Media and History) hat allerdings in der deutschen Geschichtswissenschaft noch geringe Resonanz, obwohl die großen Forschungsförderungen (VW-Stiftung und DFG) sich auf neue Fragestellungen, die Massenmedien als historische Quellen einbeziehen, einstellen.
Wollen wir die durch unsere organische Ausstattung gesetzten Grenzen überschreiten, sind wir auf Medien angewiesen. Damit wird Medialität als Voraussetzung von Weltwahrnehmung und Weltaneignung zu einer anthropologischen Grundannahme.
Medien sind Fenster zur Welt, erweitern den Erfahrungshorizont. In ihrer Eigenschaft als Dolmetscher und Mittler zwischen verschiedenen Lebenswelten erweisen sich Medien als wertvolle Hilfe. Zugleich erweitern sie unseren Erfahrungshorizont. An die Stelle exotischer Vorstellungen treten optisch und akustisch vermittelte Eindrücke. „Fremdes“ wird nicht nur abstrakt aufgenommen, sondern „sinnlich“ erlebt. Dabei eröffnet das Filmbild die Möglichkeit, auch Nebensächlichkeiten, die vom Gewohnten abweichen, neu zu erkunden. Filme können also zum Entdecken einladen.
IM WESTEN NICHTS NEUES – das klassische Antikriegsbuch und der gleichnamige klassische Antikriegsfilm erlebten kurz nacheinander einen furiosen Start, wie es nachher wohl kaum einem literarischen Werk und seiner Verfilmung beschieden war. Buch und Film riefen heftige Reaktionen in allen politischen und kulturellen Lagern hervor.Buch und Film riefen heftige Reaktionen in allen politischen und kulturellen Lagern hervor.
Der Erste Weltkrieg erwuchs aus den inneren Widersprüchen des Imperialismus und war die Folge der seit der Jahrhundertwende betriebenen zielstrebigen Vorbereitungen der Imperialisten aller Länder, ihre Expansionsinteressen mit Hilfe eines Krieges durchzusetzen. Er war kein Verteidigungskrieg, sondern allseitig ein „kapitalistischer Angriffs- und Eroberungskrieg“
Der Krieg in Filmen aus der unmittelbaren Nachkriegszeit Detlef Endeward (05/2024 – erweitert 12/2025) Die wenigen deutschen Filme der unmittelbaren Nachkriegszeit, die sich mit dem Zweiten Weltkrieg befassen, verzichten auffällig auf Kampfszenen. Dieser Verzicht ist nicht allein technischen oder materiellen...