Kategorie: Filme der 1940er Jahre

Siegesparade – Hannover September 1940

Nach der Beendigung des sogenannten Frankreichfeldzugs Ende Juni 1940 kehrten große Teile der deutschen Truppen zu ihren Standorten im Deutschen Reich zurück. Diese Rückkehr wurde in zahlreichen Städten mit Paraden gefeiert. Anlässlich der Heimkehr der 19. Infanteriedivision nach Hannover fand am 30. September eine solche Siegesparade statt.

Irgendwo in Berlin (1946)

BDer DEFA-Film „Irgendwo in Berlin“ (1946) von Gerhard Lamprecht zeigt Kinder, die in den Trümmern Berlins Krieg spielen. Gustav und Willi kämpfen mit Verlusten und Hoffnung. Willis Tod rüttelt alle auf, und der Wiederaufbau beginnt. Ein bewegender Trümmerfilm über Neuanfang und Gemeinschaft.
Der Film war nach Die Mörder sind unter uns und Freies Land der dritte DEFA-Film.

Der Holocaust im deutschen Nachkriegsspielfilm

In den ersten Jahren nach Ende des Zweiten Weltkriegs sind in Deutschland bis 1950 75 Spielfilme produziert worden. Darunter waren auch einige Filme, die sich mit der Verfolgung und Vernichtung der Jüdinnen und Juden in Europa befassten und in diesem Kontext von jüdischer Erfahrung erzählten. Sie taten dies aus sehr unterschiedlichen Perspektiven und mit verschiedenen Erzählweisen. Die Reaktionen des Kinopublikums waren dagegen selten positiv.

Der Bagnosträfling (1949)

Mit Der Bagnosträfling wagt sich die Junge Film-Union 1949 an einen aufwendigen historischen Abenteuerfilm. Paris, Unterwelt, Giftmord, Verfolgungsjagden und die Qualen des Bagno verbinden sich mit Familien- und Liebesdrama. Der Film markiert zugleich den Weg der JFU von den zeitnahen Stoffen der ersten Nachkriegsjahre zum publikumsorientierten Unterhaltungsfilm.

Wege im Zwielicht (1947/1948)

Der Film „Wege im Zwielicht“ (1948) von Gustav Fröhlich zeigt drei junge Männer, die nach einem Mordverdacht aus Hannover in die Lüneburger Heide fliehen. Bürgermeister Lukas hilft ihnen, trotz Konflikten und persönlicher Opfer, einen Neuanfang zu wagen. Ein Drama über Schuld, Hoffnung und Aufbau.

Die Söhne des Herrn Gaspary (1948)

Der Film „Die Söhne des Herrn Gaspary“ (1948) von Rolf Meyer zeigt die Zerrissenheit einer Familie durch NS-Diktatur und Krieg. Zwei Brüder, Hans und Günther, wachsen in gegensätzlichen Welten auf – Demokratie vs. Militarismus. Nach 1945 kämpfen sie um Versöhnung. Ein Drama über Spaltung und Neuanfang.

Diese Nacht vergess‘ ich nie (1949)

Die Verwechslungskomödie „Diese Nacht vergess’ ich nie“ verbindet Elemente des deutschen Gesellschaftsfilms mit der amerikanischen Screwball-Comedy. Die historisch-kritische Analyse untersucht Erzählstruktur, Figuren, Geschlechterrollen, Raumgestaltung und das dargestellte Wirtschaftsleben. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Vorstellungen von Wohlstand, Familie und gesellschaftlicher Normalität der Film 1949 vermittelt – und wie sich diese von der damaligen Lebenswirklichkeit unterscheiden.

Nachtwache (1949)

Der Film „Nachtwache“ (1949) von Harald Braun erzählt die Geschichte des evangelischen Pfarrers Johannes Heger, der nach dem Verlust seiner Tochter seinen Glauben hinterfragt. Im Krankenhaus trifft er die skeptische Ärztin Cornelie Badenhausen. Gemeinsam mit einem Kaplan findet Heger zurück zu Gott und seiner Aufgabe.

Der Ruf (1949)

Der Film von Josef v. Baky nach einer Idee und dem Drehbuch von Fritz Kortner thematisiert die Schwierigkeiten der Remigration im Nachkriegsdeutschland. Der jüdische Professor Mauthner kehrt aus dem US-Exil nach Deutschland zurück, um an seine alte Universität zurückzukehren. Dort stößt er auf Ablehnung, Antisemitismus und alte Feindbilder.