Kategorie: Filme 1945 bis 1950

Morituri (1948)

Der Film „Morituri“ (1948) von Eugen York zeigt die Flucht von fünf KZ-Häftlingen, unterstützt von einem polnischen Arzt. Im Wald treffen sie auf versteckte Familien, kämpfen ums Überleben und warten auf die Befreiung durch die Rotarmisten. Ein Holocaust-Drama über Hoffnung und Menschlichkeit.

Ehe im Schatten (1947)

Der DEFA-Film „Ehe im Schatten“ (1947) von Kurt Maetzig thematisiert die Tragik einer Mischehe im Nationalsozialismus. Hans Wieland und Elisabeth Maurer wählen den Freitod, um der Deportation zu entgehen. Basierend auf dem Schicksal von Joachim Gottschalk, ist er ein bewegendes Nachkriegsdrama.
Der Film ist mit mehr als zwölf Millionen Besuchern der erfolgreichste deutsche Film der Nachkriegszeit. Er wird mehrfach ausgezeichnet.

In jenen Tagen (1947)

Der Episodenfilm „In jenen Tagen“ (1947) von Helmut Käutner erzählt anhand eines Autos die Schicksale seiner Besitzer während des Nationalsozialismus. In sieben Geschichten zeigt er Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten. Ein optimistischer Trümmerfilm über Hoffnung und moralische Stärke.

Die Entwicklung einer Handels- und Industriestadt im Grünen (1940)

Stadtporträt in zwei sehr unterschiedlichen Teilen: Der erste, der urgeschichtliche Teil, entstanden unter Mitarbeit des damaligen Provinzialmuseums (heute Landesmuseum), berichtet über die frühen Siedlungsspuren im Gebiet der heutigen Landeshauptstadt. Der zweite Teil, gedreht unter Mitwirkung des damaligen Direktors des hannoverschen Stadtarchivs, zeigt die historische Entwicklung Hannovers auf, wobei antisemitische Auslassungen nicht fehlen.

Die Mörder sind unter uns (1946)

Wolfgang Staudtes Die Mörder sind unter uns (1946) ist der erste deutsche Nachkriegsfilm. In den Trümmern Berlins ringt ein traumatisierter Arzt mit Schuld und Gerechtigkeit. Der Film thematisiert NS-Verbrechen, moralische Verantwortung und den Neuanfang – eindringlich, mutig und historisch wegweisend

Gemeinsame Vorgaben für das Filmwesen in der britischen und amerikanischen Zone

Briten und Amerikaner einigten sich vor Kriegsende auf einige gemeinsame Vorgaben, was die politisch/gesellschaftliche Ausrichtung des Filmwesens betraf. Im Januar 1947 trafen sie das Doppelzonenabkommen. Erteilte Filmlizenzen erhielten jetzt in beiden Zonen Gültigkeit.

Filmpolitik in der Sowjetischen Zone

Geschichtliche Entwicklung bis 1949 Peter Stettner In der UdSSR wurde der Film bereits seit den zwanziger Jahren als wichtigstes Propagandamedium angesehen. Um sein Beeinflussungspotenzial auch in Deutschland zu nutzen, begann die Sowjetische Militär-Administration (SMA) schon im Juli 1945 mit der...

Diskussion im „Film-Echo“ um „Demontage der Traumfabrik“ im Jahr 1947

Demontage der Traumfabrik (1) Helmut Käutner – Film-Echo, Nr. 5, Juni 1947 Der Neubeginn einer deutschen Filmproduk­tion sah sich nach dem Zusammenbruch des Jah­res 1945 den gleichen Schwierigkeiten gegen­über wie jeder Aufbau wirtschaft­licher oder geistiger Natur in un­seren Tagen. Was...